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Chinesische Sonde landet auf der Mondrückseite – dort war vor ihr noch niemand

Das Manöver galt als schwierig, doch die junge Weltraumnation China hat abgeliefert. Erstmals ist eine Sonde auf der Rückseite des Mondes gelandet. Auch Technik aus Deutschland ist an Bord.

Die chinesische "Chang'e 4" setzte am frühen Donnerstagmorgen um 3.26 Uhr am Aitken-Krater in der Nähe vom Südpol des Erdtrabanten auf. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Der Staatssender CCTV sprach von einer erfolgreichen Landung.

Für China das erste Mal

Ausflüge von Raumschiffen und Astronauten auf den Mond gab es schon viele. China ist nun aber die erste Nation, die auch auf der von der Erde abgewandten Seite des Mondes gelandet ist. An Bord der "Chang'e 4" befindet sich ein Roboterfahrzeug, das in einem nächsten Schritt das Terrain um die Landestelle erkunden soll.

Chinesische Experten hatten die Mission im Vorfeld als sehr anspruchsvoll bezeichnet. Als Hürde galt die reibungslose Kommunikation mit der Erde, weil auf der Rückseite des Mondes keine direkte Funkverbindung aufgebaut werden kann. Deshalb brachten die Chinesen bereits im Mai den Übertragungssatelliten "Queqiao" (Brücke der Elstern) in Position, um Signale aus dem Funkschatten senden zu können. 

In this photo provided Jan. 3, 2019, by China National Space Administration via Xinhua News Agency, the first image of the moon's far side taken by China's Chang'e-4 probe.  A Chinese spacecraft on Thursday, Jan. 3,  made the first-ever landing on the far side of the moon, state media said. The lunar explorer Chang'e 4 touched down at 10:26 a.m., China Central Television said in a brief announcement at the top of its noon news broadcast.(China National Space Administration/Xinhua News Agency via AP)

Das erste Bild von der Sonde Bild: China National Space Administration/Xinhua News Agency

Mit einem reibungslosen Ablauf der Mond-Mission soll unter Beweis gestellt werden, dass Chinas ambitioniertes Raumfahrtprogramm große Fortschritte macht. 

Wie es jetzt weitergeht:

FILE - In this Dec. 8, 2018, file photo, and released by Xinhua News Agency, the Chang'e 4 lunar probe launches from the the Xichang Satellite Launch Center in southwestern China's Sichuan province. The official China Central Television says Thursday, Jan. 3, 2019, the lunar explorer Chang'e 4 had touched down at 10:26 a.m to make first-ever landing on the far side of the moon. (Jiang Hongjing/Xinhua via AP, File)

Der Start am 8. Dezember Bild: Xinhua

2019 plant China eine weitere unbemannte Landung, um Gesteinsproben zur Erde zurückzubringen. Bis 2030 soll erstmals ein Chinese einen Fuß auf den Erdtrabanten setzen. Die Mondmissionen sind nur ein Teil des ehrgeizigen Raumfahrtprogramms Chinas, das auch den Bau einer Raumstation um 2022 vorsieht.

"Chang'e 4" war am 8. Dezember von der Erde gestartet und erreichte laut Staatsfernsehen am 12. Dezember die Mond-Umlaufbahn.

Mit "Chang'e 3" hatten die Chinesen erstmals 2013 eine Sonde auf der Vorderseite des Erdtrabanten gelandet – weit später als Russen und Amerikaner. Die USA hatten nach unbemannten Sonden zwischen 1969 und 1972 auch zwölf Astronauten auf den Erdtrabanten gebracht.

(dpa)

Und Deutschland so:

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Selbst der Mond ist schon vollgemüllt – was nebenan alles rumliegt

Urinbehälter, Feuchttücher, Golfbälle: Auf dem Mond liegen viele Dinge, die die zwölf Astronauten hinterlassen haben, die bei den US-Apollo-Missionen den Erdtrabanten betreten haben. So stammen die zwei Golfbälle vom Astronauten Alan Shepard: Er schlug sie 1971, um zu sehen, wie weit sie bei der geringeren Schwerkraft fliegen (wesentlich weiter als auf der Erde).

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