Diese Lebensmittel dürfen nicht in die Mikrowelle – unser Aufwärm-Guide

14.04.2018, 10:0618.04.2018, 18:48
elisabeth kochan

Hach ja, die Wunder modernster Technik! Mittlerweile geht alles mit nur einem Klick. Glühend heißes Essen erwünscht? Ab damit in die Mikrowelle! Ob heiß oder kalt, unsere zuverlässigen Küchenfreunde liefern immer ab. Aber während du vermutlich zumindest weißt, dass Metall nix in der Mikrowelle zu suchen hat, begehst du garantiert regelmäßig weitere No-Gos – ohne es zu wissen. Gut, dass du uns hast, denn nach diesem Artikel passiert dir das nicht mehr (yay!).

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Das darf nicht mehr in die Mikrowelle:

Nichts

Nein, damit wollen wir nicht sagen, "nichts ist tabu, juhu". Sondern: Du solltest deine Mikrowelle niemals leer laufen lassen (warum auch immer du das tun solltest, aber hey, hier verurteilt dich keiner).

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Denn ob du’s glaubst oder nicht: Damit kannst du deiner Mikrowelle nicht nur schaden, sondern sogar einen Brand stiften. Wieso? Weil das Magnetron – das Teil, das die Mikrowelle antreibt – dann die Strahlung absorbiert, die eigentlich das Essen erwärmen soll. Dadurch kann es zu einer Überhitzung kommen… und puff, schon brennt die Bude. Sofern du dein Essen nicht außerhalb der Mikrowelle flambieren wolltest, ist davon dringend abzuraten. Daher solltest du übrigens auch keine Thermobecher  darin erhitzen, denn die reflektieren die Strahlung.

Wasser

Du hast dir schön ‘nen Tee gekocht, dir daran den Mund verbrannt, ihn abkühlen lassen – und ihn dann vergessen? "Kein Problem, ich hab’ ja die Mikrowelle!", sagst du dir. HALT, STOPP!

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Keine gute Idee, denn Wasser hat in der Mikrowelle nichts zu suchen, zumindest nicht in Glas- oder Keramikbehältern. Darin bilden sich im Wasser nämlich keine Luftbläschen (im Gegensatz zum Wasserkochen), durch die Hitze entweichen könnte. Bewegst du den Behälter nun, zum Beispiel beim Rausholen, entweicht die Hitze mit einem Mal – und ergießt sich in Form von siedend heißem Wasser über dich. Autsch!

Fleisch

...aber keine Panik, das gilt nicht für jedes Fleisch, sondern nur für Tiefkühlkost und Hühnchen. Bei tiefgekühltem Fleisch erhitzen dünnere Fleischbereiche schneller als andere – das bedeutet, der zarte Rand ist kurz davor, in Flammen aufzugehen, während im Inneren noch Eiszeit herrscht. Daher solltest du tiefgekühltes Fleisch lieber über Nacht im Kühlschrank auftauen. Und Hühnchen? Das gehört am besten gar nicht in die Mikrowelle, denn wird kaltes Huhn aufgewärmt, verändert das die Proteinstruktur, was wiederum deinem Verdauungstrakt gar nicht gefällt.

Reis und Kartoffeln

WHAT! Doch, du hast richtig gelesen (und überdenkst jetzt dein ganzes bisheriges Leben).

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Vielleicht hast du von den Konsequenzen davon bisher nur nichts bemerkt, weil du einen entscheidenden Fehler nicht begangen hast – oder aber du hast dein darauffolgendes Leiden nicht mit der Mikrowelle in Verbindung gebracht. Denn: Reis und Kartoffeln können, sofern sie vorher nicht korrekt gekühlt wurden, zum echten Bakterienparadies werden. "Korrekt gekühlt" heißt hier, sie landeten direkt nach der Zubereitung im Kühlschrank. Standen sie hingegen länger draußen, tummeln sich darin vermutlich schon einige Keime. Igitt! Reis ist noch anspruchsvoller als Kartoffeln: Auch nach einem Tag im Kühlschrank ist er nicht mehr clean. Und gegen diese Bakterien kommt auch die Mikrowellenstrahlung nicht an, jedenfalls nicht in so kurzer Zeit.

Muttermilch

Sofern du nicht selbst Elternteil oder Babysitter bist, wird das Aufwärmen von Muttermilch vermutlich nicht fester Bestandteil deines Alltags sein (und wenn doch, deine Hobbies sind dein Ding), aber gut zu wissen ist es für alle: Abgepumpte Muttermilch gehört nicht in die Mikrowelle. Die erwärmt sich darin nämlich ungleichmäßig und kann kleine Münder verbrennen; noch dazu zerstört die Strahlung wichtige Proteine.

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Besser: Das Fläschchen in eine Schale mit warmem Wasser legen.

Plastikbehälter

*ein empörtes Raunen geht durch die Menge der Tupper-Fans* 

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Entspannt euch! Das gilt natürlich nicht für die High-End-Produkte von eurer letzten Tupper-Party, sondern zum Beispiel für Plastik- und Styroporcontainer vom Lieferservice, Plastiktütchen oder – ja – Babyfläschchen. Viele Plastikarten enthalten nämlich Chemikalien wie beispielsweise BPA, die sich negativ auf den Hormonhaushalt auswirken können und in der Mikrowelle freigesetzt werden.

Zu viel Plastik schadet übrigens der Umwelt: 

(Rohe) Eier:

Manche behaupten, ihre morgendlichen Eier gechillt in der Mikrowelle zu kochen – aber, Kids, bitte nicht zu Hause nachmachen.

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Denn beim schnellen Erhitzen entsteht jede Menge Dampf im Inneren des Eis, der keine andere Möglichkeit hat, zu entweichen, als mit einem lauten Knall! aus seinem Gefängnis auszubrechen. Wenn du Glück hast, passiert das noch in der Mikrowelle und nicht, nachdem du das Ei bereits in der Hand hältst - so oder so ist es aber eine echte Sauerei. - Übrigens sind auch bereits gekochte / gebratene Eier keine gute Idee für die Mikrowelle, denn erreichst du nicht die richtige Innentemperatur, sterben dabei nicht alle Bakterien.

Spitze Gegenstände

… und die müssen nicht einmal aus Metall sein! Zahnstocher aus Holz beispielsweise können sich in der Mikrowelle entzünden – et voilà, da haben wir ihn wieder, den Wohnungsbrand.

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Ein eher unerwünschter Nebeneffekt, wenn man sich abends nur schnell ein Sandwich inklusive Holzpieker warm machen will.

Und das ist noch alles schlimm an Plastik:

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Arme Tiere mit Plastik
quelle: istockphoto / choice76
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