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dpa/watson-montage

Kollegah, Farid Bang & Westernhagen – der watson-Guide zum Echo-Streit

Bislang war der Echo eine renommierte Auszeichnung in der Musikbranche. Nach der Debatte um antisemitische Texte der Preisträger Rapper Farid Bang und Kollegah ist die Musikauszeichnung hoch umstritten.

Der Sänger Marius Müller-Westernhagen gab jetzt sogar jede einzelne seiner sieben Echo-Auszeichnungen zurück.

Was ist in dem Echo-Streit passiert? Wir fassen zusammen. 

Der Anlass

Grund für den Proteststurm ist das Album "Jung, Brutal, Gutaussehend 3", für das die beiden Rapper am Donnerstagabend mit einem Echo gewürdigt worden waren.

Es wird als antisemitisch kritisiert wegen Textzeilen wie "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" und "Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow".

Eklat bei der Echo-Verleihung

Bei der Preisverleihung am Donnerstagabend - dem Holocaust-Gedenktag in Israel - hatte unter anderem Campino, der Sänger der Toten Hosen, auf der Bühne Stellung bezogen. "Wenn es um frauenverachtende, homophobe, rechtsextreme und antisemitische Beleidigungen geht" sei für ihn die Grenze überschritten. "Wann ist die moralische Schmerzgrenze erreicht?".

Trotzdem wurden die Rapper später ausgezeichnet. Unter lauten Buh-Rufen und Pfiffen zeigte Kollegah eine Karikatur Campinos, mit Heiligenschein.

Pöbeleien nach der Verleihung

Nach der Echo-Verleihung nahm die Diskussion um die Texte der beiden Rapper an Fahrt auf. Nachdem zunächst einige Radiostationen die Songs von Kollegah und Farid Bang auf ihren Index (Songs, die nicht gespielt werden dürfen) gesetzt hatten, meldeten sich zahlreiche Prominente zur Wort, die eine Änderung des Regelwerks der renommierten Preisverleihung forderten. 

Über das Wochenende eskalierte in den Sozialen Netzwerken  die Debatte – so schaltete sich etwas TV-Millionärspärchen Robert und Carmen Geiss in die Diskussion ein. Die Prominenten erhielten angeblich Morddrohungen von aufgebrachten Fans der beiden Rapper. 

Gewinner wollen Preise zurückgeben

Marius Müller-Westernhagen gab am Dienstag alle seine sieben Echos zurück. Klaus Voormann, Freund und Wegbegleiter der Beatles, gab am Montag den Echo für sein Lebenswerk zurück. "Was sich für mich als Geschenk anlässlich meines 80. Geburtstags anfühlte, entpuppt sich nun als große Enttäuschung", teilte der Musiker und Grafiker am Montag in München mit.

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Klaus Voormann. Bild: dpa

Zuvor hatte bereits das Notos-Quartett aus Berlin erklärt, seinen Echo Klassik vom vergangenen Herbst zurückgeben zu wollen. Er sei für sie nun ein "Symbol der Schande". Der Sänger Peter Maffay forderte die Verantwortlichen zum Rücktritt auf. Auch andere Musiker und Kulturschaffende machten ihrem Unmut Luft, was den Bundesverband Musikindustrie dazu veranlasste, das Konzept des Preises zu überarbeiten.

(pb/dpa)

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