Jetzt haben alle Ferien. Die Hitze aber stellt die Urlauber vor einige Probleme

28.07.2018, 09:2228.07.2018, 10:49

Wow, ist das heißt. Schon lange hat man nichts mehr von Waldbränden in Deutschland gehört, aber dieses Jahr ist die Hitze so groß, dass es mancherorts tatsächlich lichterloh brannte. Gott sei Dank: Die Feuerwehr brachte die meisten Feuer wieder unter Kontrolle. Dennoch:

Es gibt übers Wochenende eine kleine Verschnaufpause: Das Tief "Juli" bringt eine kleine Kaltfront. An einigen Orten könnte es sogar regnen (Wasser?!!). Schon am Sonntag geht es dann aber weiter mit der Hitze. Mit Temperaturen zwischen 27 und 35 Grad.

Hochsommer ohne Ende

Ein Ende des Hochsommers ist jedenfalls nicht in Sicht. Die heiße Luft kommt direkt aus Nordafrka. Zum Glück: Der DWD sagt, es wird dann nicht mehr ganz so heiß.

In den Nächten kann es kälter werden, bis zu 14 Grad. Aber den Ventilator solltet ihr noch nicht wegstellen, mancherorts kann es auch zu sogenannten Tropennächten mit rund 20 Grad kommen. Regen bleibt selbst in den kühleren Gegenden in Deutschland Fehlanzeige. Also immer schön ans Gießen denken!

Waldbrand bei Potsdam

Die Hammer-Hitze brachte das Land die vergangenen Tage ordentlich ins Schwitzen.

Bei Potsdam konnte ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr eine Feuersbrunst in einem Kiefernwald stoppen.

  • Die ganze Nacht über waren rund 250 Helfer im Einsatz.
  • Der Brand erstreckte sich Schätzungen zufolge auf rund 50 Hektar.
  • Gefahr drohte nicht nur von der Hitze des Brandes , sondern auch von vermuteter Munition aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden.
  • Zum Einsatz kamen Löschpanzer, ein Hubschrauber und jeweils 5000 Liter Wasser, die letzterer auf die Flammen fallen ließ.

In großen Teilen Brandenburgs, Niedersachsens, Mecklenburg-Vorpommerns und Sachsen-Anhalts herrscht derzeit wegen der Trockenheit höchste Waldbrandgefahr.

In den Waldbrandgebieten nahe der griechischen Hauptstadt Athen hat sich die Lage übrigens entspannt. Feuerfronten, die bewohnte Gebiete bedrohen, gab es nicht mehr, teilte die Feuerwehr mit.

Bislang wurden 87 Todesopfer gezählt. Mehrere Menschen werden noch vermisst.

280 Menschen sind ertrunken

Das alles führte auch noch zu weiteren Konsequenzen.

  • Rund um den Brandherd am Autobahndreieck Potsdam gab es wegen Sperrungen am Freitag lange Staus, in denen Tausende Autofahrer standen.

Das Technische Hilfswerk versorgte sie mit Getränken. Der ADAC erwartet am Samstag und Sonntag das verkehrsreichste Wochenende in diesem Jahr. Ganz Deutschland hat nun Sommerferien. Bayern ist am Freitag mit der Vergabe der Zeugnisse in die Sommerferien gestartet, traditionell als Schlusslicht unter den Bundesländern.

Der bislang recht heiße Sommer lockt mehr Menschen zum Baden an Seen, Flüsse und an die Küste. Als Folge sei die Zahl der Badetoten gestiegen, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit. In den ersten sieben Monaten diesen Jahres seien 280 Menschen ertrunken, 38 mehr als im Vorjahreszeitraum.

In Duisburg wurde ein für Freitagabend geplantes Feuerwerk zu einem Hafenfest abgesagt. In Mecklenburg-Vorpommern wurde wegen der hohen Brandgefahr die ersten Wälder für Besucher gesperrt. Ab Samstag dürfen in zwei Landkreisen Waldwege nicht mehr verlassen werden.

Die Pegelstände sinken

Zwei Tage vor dem Start zur zweiten Auflage des Ironman in Hamburg haben die Organisatoren das Schwimmen über 3,8 Kilometer in der Alster streichen müssen. Aufgrund der Hitze und der damit erhöhten Blaualgen-Konzentration in dem Binnengewässer hat die Umweltbehörde der Hansestadt am Freitagmorgen ein Badeverbot verhängt.

In Sachsen sinken mancherorts die Wasserstände in Fischteichen so stark, dass die Betreiber Verluste einkalkulieren müssen. Wie der Landesfischeiverband mitteilte, werden nach Hochrechnungen bis zu 60 Tonnen Fisch nicht mehr zu retten sein.

Die sinkenden Pegelstände bereiten der Schifffahrt in Deutschland noch wenig Probleme. Zwar gibt es laut Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (WSV) Einschränkungen: Schiffe mit großen Tiefgängen könnten nicht mehr voll beladen werden und seien dadurch weniger wirtschaftlich. "Aber das ist in trockenen Sommermonaten nichts Ungewöhnliches", sagte Sprecherin Claudia Thoma.

Allerdings können auf der Elbe im Norden wegen Niedrigwassers so gut wie keine Schiffe fahren. Vor allem im Bereich der Mittelelbe zwischen Dömitz und Hitzacker lägen die Pegel derzeit niedrig, hieß es vom zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Lauenburg.

Dieser Artikel erschien zuerst bei t-online.de (mbi)

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