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Geschmackloser WhatsApp-Kettenbrief droht Kindern mit Tod von Mutter – per Sprachnachricht

22.01.2019, 15:2922.01.2019, 17:34

Dass mit WhatsApp längst nicht nur sinnvoll kommuniziert wird, ist kein Geheimnis. Immer wieder sorgen Kettenbriefe – je nach Empfänger – für Augenrollen oder Aufregung.

Doch der Fall von WhatsApp-Missbrauch, der jetzt öffentlich wird, ist besonders verstörend. 

Wie die "Rheinische Post" berichtet, kursiert im nordrhein-westfälischen Kreis Viersen derzeit eine Art Kettenbrief-Sprachnachricht. Der Inhalt ist maximal geschmacklos.

"Hi, ich bin Nico und ich bin neun Jahre alt. Ich habe keine Hände mehr und mein Gesicht ist voller Narben und Blut."

So beginnt laut Medienbericht die Nachricht, die von einer verzerrten Computerstimme gesprochen wird.

Der Empfänger der Audiomessage wird darin aufgefordert, die Nachricht an 20 Personen weiterzuleiten: "Wenn du es nicht tust, wird deine Mutter in fünf Jahren ermordet", heißt es demnach. 

Die Nachricht ist natürlich völliger Humbug, aber für Kinder kann sie durchaus verstörend sein. Eine 55-Jährige, die die Sprachnachricht auf dem Smartphone ihres Enkels fand, zeigt sich alarmiert.

"Das muss man sich mal vorstellen, was ein Kind für Angst bekommt, wenn es so etwas hört."
Margit Frisch zur "Rheinischen Post"

Was das Anti-Genie, das sich diese Sprachnachricht ausgedacht hat, offenbar nicht bedacht hat: WhatsApp beschränkt künftig die Weiterleiten-Funktion der Messenger-App.

Bislang konnten Nutzer eine Nachricht zwar an bis zu 20 Kontakte weiterleiten, doch jetzt wird die Zahl auf fünf begrenzt. Damit will WhatsApp die Verbreitung von Falschinformationen, Gerüchten und, nun ja, genau solchen Kettenbriefen bekämpfen. Und hoffentlich ist dann auch bald Schluss mit geschmacklosen Nachrichten wie diesen.

Whatsapp testet neue Funktion: Das kann der Companion-Modus

Erst vor kurzem gab Meta, ehemals Facebook, bekannt, dass für Whatsapp einige Änderungen anstehen. So sei geplant, sich den Gruppenchats anzunehmen und Umfragen einzuführen. Außerdem sollen Nutzer:innen bald Über-Gruppen, sogenannte Communitys, erstellen können, um einen besseren Überblick über ihre Gruppen-Chats zu haben. Jetzt soll noch eine weitere neue, und zugleich lang ersehnte Funktion hinzukommen.

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