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Die Bayern leben seit sechs Jahren in einer festen Beziehung mit der Meisterschale. Sind Lewandowski (l.), Wagner und Co. jetzt im verflixten siebten Jahr angekommen? bild: imago/watson

6 Jahre Meister – und nun? Das verflixte 7. Jahr des FC Bayern München

Sieben Tage, sieben Todsünden, sieben Zwerge, sieben Weltwunder. Katzen haben sieben Leben, wer Spiegel zerbricht, wird mit sieben Jahren Pech bestraft. Die Sieben hat eine Sonderstellung in unserer Welt.

Auch in Liebesbeziehungen wird enorm viel in die Sieben hineininterpretiert: Erst siebter Himmel, dann verflixtes siebtes Jahr. 

Alles nur Aberglaube?

Nähern wir uns der mystischen Sache mit dem verflixten siebten Jahr in der Liebe doch mal mit einem Beispiel aus der Bundesliga: Der FC Bayern München ist Serienmeister, hat seit sechs Jahren eine innige Beziehung mit der Meisterschale. 

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So sehen Sieger aus: "Gähn, schon wieder Meister!" Bild: imago/Future Image/petra schönberger

In der Saison 2012/13, Beziehungsjahr eins mit der Schale, schwebten die Bayern auf Wolke sieben, verloren nur ein einziges Spiel. Sie waren so verknallt, dass sie auch noch den Pokal und die Champions League holten.

Und in dieser Saison? Ist die lodernde Leidenschaft am Ende?

Allem Anschein nach sind die Münchener im verflixten siebten Jahr angekommen: In der Liga sind sie gerade "nur" Zweiter, aus den vergangenen beiden Partien gegen Augsburg (1:1) und Hertha BSC (0:2) gab's lediglich einen Punkt. 

Selbst das Ausbrechen aus dem Alltag, das normalerweise frischen Wind in eine Partnerschaft bringt, verkam in dieser Saison schon mal zum spröden Pflichtprogramm: In der ersten DFB-Pokalrunde gab's einen lustlosen 1:0-Sieg gegen Drochtersen/Assel.

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Was frischen Wind in die Beziehung hätte bringen können, verkam zum spröden Pflichtsieg. Bild: imago/MIS/cathrin müller

Nach sechs Jahren scheint es für den Rekordmeister selbstverständlich zu sein, dass die Meisterschale jeden Frühling im Trophäenschrank steht.

Das verflixte siebte Jahr hat sehr viel mit der verflixten Langeweile zu tun, die der bayerische Dauererfolg nach sich zieht. 

Gibt man sich nicht mehr so viel Mühe? Schätzt man den Erfolg nicht mehr wert?

In der Offensive vergibt der FC Bayern momentan etliche Chancen, Freitag gegen Hertha erwischte auch die Defensive der Kovač-Elf einen miesen Abend.

Das Foul von Jérôme Boateng an Salomon Kalou, das zum Elfmeter führte, den Vedad Ibišević zum Berliner 1:0 verwandelte, war eine Nachlässigkeit, wie sie auch in langjährigen Beziehungen vorkommen kann: Die Grätsche im Strafraum war wie ein unnötiges böses Wort, das im Streit um eine Nichtigkeit fällt. Im Nachhinein bereut man es. 

28. September 2018: Berlin, Olympiastadion: Fussball 1. Bundesliga, 6. Spieltag: Hertha BSC - FC Bayern Muenchen: Muenchens Thomas Mueller nachdenklich. *** 28 September 2018 Berlin Olympic Stadium Soccer 1 Bundesliga 6 Matchday Hertha BSC FC Bayern Muenchen Muenchens Thomas Mueller thoughtful

Vielleicht ist die kleine Krise ja auch eine Chance, das mehr Leidenschaft auf den Platz kommt. Thomas Müller macht's vor. Bild: imago/photoarena/Eisenhuth

Trainer Niko Kovač begründet die Mini-Krise der Bayern mit fehlender Präzision, seine Elf habe "nicht so sauber gespielt", die wenigen Fehler in der Defensive "werden bestraft". So wie auch in einer kriselnden Beziehung fehlende Aufmerksamkeit und fehlende Zärtlichkeiten bestraft werden...

Gegen Ajax Amsterdam gibt's nun am Dienstagabend (21 Uhr auf DAZN) eine neue Chance, um aus der Routine auszubrechen, den Spaß und die Leidenschaft wieder zu entdecken. 

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Niko Kovač hat als Bayern-Trainer von neun Pflichtspielen übrigens sieben gewonnen – mystisch! Bild: imago/Sven Simon

Dann steht am Wochenende der nächste Spieltag der Bundesliga an. Es geht gegen Mönchengladbach und die Bayern sollten dieses Spiel gewinnen, um die Beziehung mit der Meisterschale nicht weiter zu gefährden.

Es ist übrigens der siebte Spieltag. Zufall? Wohl kaum...

(mit sid)

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