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Achtung, Bakterienfalle! So kommst du keimfreier durch den Alltag

elisabeth kochan

Unsere Welt ist ein dreckiger Ort: Bakterien lauern an jeder Ecke. Im Alltag werden wir zwangsläufig mit diesen Keimen konfrontiert – anstatt sich ihnen aber wehrlos zu unterwerfen, kann man zumindest den größten Keimschleudern gezielt aus dem Weg gehen. Wir verraten dir, welche das sind!

Die feuchte Bedrohung

Frau Putzen Küche

Bild: imago

Gerade nach dem Putzen verstecken sich in unserer Wohnung ein paar echte Bakterienherde! Die Rede ist natürlich von den Putz-Accessoires selbst: Schwamm und Lappen sind das wahre Paradies für Keime aller Art: Forscher zählten mehr als sieben Milliarden Erreger auf nur einem Tuch. Nach der Putz-Session sollte der Lappen daher am besten bei mindestens 60°C gewaschen werden, um die Keime zu killen.

Dasselbe gilt übrigens auch für Handtücher: Im feuchten Bad-Klima lebt es sich für Bakterien sehr gut! Ein- bis zweimal pro Woche gehören Handtücher in die Wäsche.

So unhygienisch ist die Zahnhygiene

Zahnpasta Zahnbürste

Bild: imago

Die Zahnbürste ist dafür da, unsere Zähne zu säubern – sonderlich "sauber" ist sie selbst aber meist nicht, schließlich kratzt sie tagein, tagaus Schmutz aus dem Mund. Kein Wunder also, dass sich Bakterien zwischen den Borsten ansiedeln. Daher sollte die Zahnbürste regelmäßig (alle drei Monate spätestens!) ausgetauscht werden.

Übrigens: Nach einer Erkältung sollte eine Bürste auch außerplanmäßig entsorgt werden, denn die Krankheit mag zwar überstanden sein – doch die Erreger lauern noch auf der Bürste!

Papier aufs Klo: Ja oder Nein?

Frau Klo Klopapier Toilette

Bild: imago

Keime lauern natürlich vor allen Dingen dort, wo viele Leute ein und aus gehen: Gerade öffentliche Klos sind für Hygiene-Fans ein Graus. Bei besonders unansehnlichen Exemplaren ist die Versuchung groß, die Klobrille mithilfe einer zentimeterdicken Klopapier-Schicht einigermaßen "sicher" zu machen. Haben wir es uns auf dem Papier-Thron gemütlich gemacht, kann uns die Bakterienschleuder nichts mehr anhaben. Richtig?

Nein! Denn die vermeintliche Gefahr ist eigentlich nur in deinem Kopf. Tatsächlich sind Klobrillen nämlich deutlich bakterienärmer als zum Beispiel das Smartphone. Noch dazu lässt die Haut auch nicht gleich alles rein, was da so lauern möge – sofern sie nicht verletzt ist.

Aber Klopapier schadet dann doch nicht? Falsch. Man sollte meinen, es könnte als Extra-Schutzschicht fungieren, aber beim Verteilen des Papiers auf der Klobrille kommen die Hände eventuell in Kontakt mit Keimen – die dann möglicherweise durch Berührungen im Gesicht doch in den Körper gelangen

Bitte nicht anfassen!

Wasserhahn

Bild: Wladimir Bulgar/imago

Die große Gefahr auf der öffentlichen Toilette geht daher nicht von der Klobrille aus, sondern von verkeimten Türklinken und Wasserhähnen, da man sich nach deren Berührung eher ins Gesicht fasst. Abhilfe schaffen da nur berührungslose Wasserhähne und verschiedene Türöffnungs-Techniken (besonders beliebt: Mit dem Ellbogen). 

Und wie trockne ich mir am besten die Hände? Entweder mit Papierhandtüchern – oder eben an der Luft. Denn die berührungslosen Handtrockner sind wahre Keimschleudern.

Desinfektionsmittel? Bitte sparsam!

Desinfektionsmittel

Bild: imago

Wer jetzt beim Lesen eine Keimphobie entwickelt hat und schon auf halbem Weg in die Drogerie ist, um ein Desinfektionsmittel zu besorgen, kann wieder umdrehen: Die sind nicht so toll. Ein bisschen Gel oder Spray, und schon sind alle Keime weg?

Das mag sein – dafür greifen die antibakteriellen Wirkstoffe darin aber auch die Schutzschicht der Haut an und können ihr langfristig schaden (NDR). So sehr, dass andere Bakterien dann leichteres Spiel haben. Von Desinfektionsmitteln daher besser die Finger lassen.

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