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Best of watson 2018

13 Logik-Fehler in Filmen, die du nienienienie mehr ignorieren kannst

24.08.2018, 21:4714.12.2018, 14:21

Özil geht, der Hambacher Forst bleibt, Chemnitz schreckt auf – 2018 war turbulent. Auch für uns: watson.de startete im März. Auf einige Geschichten sind wir seitdem besonders stolz. Wie auf diese hier:

Wir lieben gute Filme. Aber wow, selbst in manchen unserer Lieblingsfilme lauern logische Fehler, die du nicht vergessen wirst.

Bereite dich schon mal auf den einen oder anderen Mindfuck-Moment vor – denn jetzt werden einige Filme, die du immer einfach so hingenommen hast, komplett zerstört. Sorry. Muss aber sein – denn so große Logik-Fehler dürfen einfach nicht weiter übersehen werden... Wenn es dich tröstet: Wir haben sie auch nicht bemerkt. Zum Glück hat Bored Panda aber jede Menge dieser Logiklücken gesammelt, und die krassesten davon haben wir hier für euch.

Armageddon – Das jüngste Gericht (1998)

Bild: Frank Masiimago/Cinema Publishers Collection

Um den Asteroiden, der auf die Erde zusteuert, zu sprengen, wird ein Team aus zu Astronauten ausgebildeten Bohrern ins All geschickt. Zwar sagt der Bohrexperte zu Beginn des Films, er wolle nur mit seinen eigenen Männern arbeiten – aber es ist deutlich aufwendiger, Bohrer zu Astronauten auszubilden, als andersherum. Niemals hätte irgendjemand zugelassen, dass derart unerfahrene Astronauten ins All fliegen.

Als Ben Affleck das gegenüber Regisseur Michael Bay erwähnte, sagte der: "Halt verdammt nochmal die Schnauze!"

Lara Croft: Tomb Raider (2001)

Bild: Imago/EntertainmentPictures

Lara Crofts Ziel ist es, das "Dreieck des Lichtes" zu zerstören, um die Illuminati davon abzuhalten, mithilfe des Gegenstands grenzenlose Macht zu erlangen. Das Dreieck ist in zwei Hälften zerbrochen und getrennt versteckt worden. Anstatt aber einfach die Hälfte zu zerstören, die sie zuerst findet – und somit die finsteren Pläne der Illuminati ein für allemal zu vereiteln –, begibt sie sich aber auf die anstrengende Suche nach der zweiten Hälfte.

The Da Vinci Code – Sakrileg (2006)

Bild: imago/ZUMA Press

Ein Großteil der Handlung der Dan-Brown-Verfilmung dreht sich um das Entschlüsseln der Kryptex – dem durch einen Code geschützten Pergament. Die Kryptex hätte man allerdings auch ganz einfach ohne Code öffnen können: Der Essig darin, der das Dokument zerstört hätte, wenn jemand rohe Gewalt angewandt hätte, wäre in einem Tiefkühler ganz einfach einzufrieren gewesen – dann hätte die Gewalt keinen Schaden mehr angerichtet und man hätte die Kryptex mithilfe eines gezielten Schlags öffnen können.

Auch diese Filme sind problematisch – wenn auch nicht wegen fehlender Logik:

Hangover (2009)

Bild: imago/ZUMA Press

Ein superlustiger Film, keine Frage – aber die ganze chaotische Handlung hätte so einfach vermieden werden können (bzw. müssen!). Der verschwundene Doug, der die zwei Tage auf dem Dach des Casinos verbrachte, wäre in einer Stadt wie Las Vegas, die überall voller Kameras ist, niemals so einfach "untergegangen". Die Überwachungsaufnahmen aus dem Casino hätten ihn definitiv entweder auf dem Weg zum Dach oder vermutlich sogar auf dem Dach selbst gezeigt, und kein Sicherheitsdienst der Welt hätte einen Gast auf dem Dach ignoriert.

Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth (2014)

Es ist einer von vielen Dystopie-Filmen der letzten Jahre – und einer mit einer lächerlichen Logik-Lücke: Weil die Jugendlichen in einem Labyrinth gefangen sind, herrscht große Verzweiflung. Dabei könnten sie einfach mithilfe des Efeus bis nach oben klettern, um zu sehen, wo das Labyrinth endet. Laut eigener Aussage sei das aber nicht möglich, weil der Efeu nicht bis ganz nach oben reiche.

Schade, dass mehrere Aufnahmen – so wie diese hier – genau das Gegenteil beweisen.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2 (2011)

Bild: Pinterest

Hier gibt es gleich mehrere Ungereimtheiten in einem Film zu finden: Nicht nur, dass Lilys Augen – die uns sowohl in den Büchern als auch in den Filmen wieder und wieder als Ebenbild zu Harrys Paar verkauft wurden – braun, nicht grün (Harry im Buch) bzw. blau (Harry im Film) sind, es hat sich auch eine für viele Filmzuschauer unerklärliche Nebenhandlung eingeschlichen:

Im Buch kommt Harry an das Schwert von Gryffindor, weil Snape über ein lauschendes Gemälde davon erfährt, dass er es braucht und wo sich das Trio aufhält.

Im Film wiederum erfährt er es über Dumbledores Bruder, der über die magische Spiegelscherbe ein Auge auf Harry hat. Aber wie sollte er nur anhand dessen wissen, wo sie sind?

Und vor allem beim Quidditch gibt's ein paar Logik-Probleme:

Video: watson/Toni Lukic, Marius Notter, Lia Haubner

Harry Potter und der Stein der Weisen (2001)

Bild: imago/United Archives

Okay, das ist natürlich nur eine Kleinigkeit, aber als Ron und Harry sich zum ersten Mal begegnen, verkündet Ron, im Hogwarts-Express sei sonst kein Platz mehr frei und ob er sich deswegen nicht zu Harry setzen könne. Harry sitzt in einem komplett leeren Abteil, wo Platz für mindestens sechs Schüler wäre. Wieso meiden ihn die anderen, obwohl bisher niemand seine Narbe gesehen hat?

Signs – Zeichen (2002)

Bild: imago/EntertainmentPictures

Es ist ein Film über Außerirdische – das Potenzial für logische Lücken ist also von vornherein groß. Am Ende wird jedoch enthüllt, dass sich die Aliens vor Wasser fürchten oder dadurch Schaden nehmen.

Und dennoch suchen sie sich ausgerechnet den wasserhaltigsten Planeten des Universums aus: +70 Prozent der Erdoberfläche ist Wasser, der menschliche Körper besteht zu einem Großteil aus Wasser, es regnet, der Himmel ist voller wasserhaltiger Wolken – wie unlogisch ist es also, dass sich die Aliens gerade die Erde als Ziel gesetzt haben?

Manchmal sind übrigens auch die Schauspieler das Problem:

The Great Gatsby (2013)

Bild: imago/Cinema Publishers Collection

Wieder eine Buchverfilmung, die bei der Umsetzung für die Leinwand eine Sache nicht bedachte. Als Nick auf Gatsbys Party auftaucht, ist das große Mysterium Gatsbys Identität: Mehrere Gäste erzählen, niemand wisse, wie Gatsby aussehe und ob er überhaupt existiere.

Blöd, dass in mehreren Flashbacks zu sehen war, dass Gatsby auf der Frontseite zahlreicher Zeitungen erschien. Mit Foto.

Jurassic World (2015)

Bild: imago/Cinema Publishers Collection

Schon zu Beginn werden die Sicherheitsmaßnahmen im Dino-Park erklärt: So sei jeder Dino mit einem Gerät ausgerüstet, das ihm einen Schock verpasse, sobald er seinen Käfig verlassen.

Trotzdem können die fliegenden Saurier im späteren Verlauf des Films nicht nur ausbrechen, sondern auch noch ungehindert die ganzen Inselbesucher terrorisieren – obwohl sie entweder direkt nach ihrem Ausbruch geschockt hätten werden sollen oder zumindest im Nachhinein manuell so aufgehalten worden sein können.

Twilight – Biss zum Morgengrauen (2008)

Bild: imago/Cinema Publishers Collection

Auch dieser Teenie-Klassiker blieb vor Fehlern nicht verschont – und dieser Fehler hätte nun echt nicht sein müssen, erfüllt er schließlich nur den Zweck, die große "Bedrohung" Victoria nochmal ins Bild zu holen: In der letzten Szene, in der Edward und Bella verliebt im Pavillon miteinander tanzen, sieht man plötzlich Victoria, die die beiden beobachtet. Edward, der große Gedankenleser, der mehrmals in den Büchern und Filmen auf diese Weise böse Absichten entlarvt, hätte ihre Gedanken zu diesem Zeitpunkt eigentlich hören und daraufhin wissen müssen, dass die gute Vampirlady Böses im Schilde führte.

Star Wars: Die letzten Jedi (2017)

Bild: imago/Cinema Publishers Collection

Ein Film, den viele "Fans" als eine große Logik-Lücke sehen. Ein Fehler sticht jedoch besonders hervor: Ein großer Teil der Handlung beschäftigt sich damit, dass die Rebellen von der Ersten Ordnung durchs All gescheucht werden, während ihnen allmählich der Treibstoff ausgeht. Letztlich wird das Kommandoschiff der Ersten Ordnung dadurch zerstört, dass der Rebellenkreuzer durch einen Sprung in den Hyperraum brutal mit ihm kollidiert.

Warum hat sich die Erste Ordnung also nicht gleich einen Vorsprung dadurch verschafft, indem sie per Hypersprung an den Rebellen vorbeireisten und sich ihnen direkt in den Weg stellten? Das hätte ihnen die ganze "Verfolgungsjagd" im Schneckentempo erspart.

Harry Potter und der Orden des Phönix (2007)

Bild: imago/Cinema Publishers Collection

Ja, schon wieder Harry Potter! Und diesmal mit einem Fehler, der schon in den Büchern für Aufregung sorgte: Im fünften Teil der Reihe begegnet Harry zum ersten Mal den Thestralen, die, wie Luna ihm erklärt, nur für Menschen sichtbar sind, die den Tod eines anderen miterlebt haben. Aber wie kann es sein, dass Harry erst in seinem fünften Jahr in Hogwarts die Thestrale sieht? Schließlich wurde er Zeuge des Todes seiner Eltern, und im ersten Jahr sah er Professor Quirrell sterben, und im vierten Jahr Cedric Diggory. Hätte er also nicht allerspätestens am Ende seines vierten Schuljahres auf dem Rückweg vom Schloss zum Bahnhof die Thestrale sehen müssen, die die Kutschen ziehen?

Ja. Das hat sogar J. K. Rowling selbst zugegeben – sie ließ diese Szene jedoch am Ende des vierten Buches aus, um nicht noch eine Nebenhandlung kurz vorm Schluss einzufügen. Vorher hätte Harry die Thestrale aber tatsächlich nicht sehen können, argumentiert sie: Beim Tod seiner Eltern war Harry zu jung, um es mitzukriegen, und Quirrell starb erst, als Harry bereits in Ohnmacht gefallen war.

Sind dir selbst noch entscheidende Logik-Lücken in bekannten Filmen aufgefallen? Schreib uns einen Kommentar!

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