Leben
Bild

Bild: Instagram/Lena Meyer-Landrut

Lena Meyer-Landrut über Hass-Posting: "Begriffe werden mir direkt ins Gesicht geworfen"

Auf Instagram schockte Lena Meyer-Landrut mit einem Spiegel-Selfie ihre Fans. In Großbuchstaben waren dort zahlreiche Beleidigungen zu sehen: "Du dumme Schlampe", "Du bist eine Schande!" oder "Hässlich und nichts". Beschimpfungen, die die Sängerin täglich in sozialen Netzwerken ertragen muss.

Jetzt hat sie zum ersten Mal über ihre Motivation, solche Hass-Kommentare zu veröffentlichen, gesprochen und erklärt, warum sie sich zurückgezogen hat. Dem "Spiegel" schildert sie die Hintergründe:

Lenas Pause

"Ich musste alles einmal reflektieren und aufarbeiten, das war der Grund, warum ich mir dann auch eine kleine Auszeit genommen habe, die breit als Krise diskutiert wurde. Dabei war es gar keine Krise im eigentlichen Sinne, sondern der Moment, in dem ich mir gesagt habe, jetzt ändere ich etwas."

Warum die Sängerin die Anfeindungen postete

"Für mich sind das nicht nur Begriffe, die mir online entgegengeworfen werden, sondern zum Teil auch durch die Medien oder direkt ins Gesicht. Teilweise bekomme ich das tagtäglich zu hören."

Wie sie mit Hass-Kommentaren umgeht

"Mit Leuten zu sprechen, denen man vertraut, sich selber die Zeit zu nehmen, sich zuzuhören. Jeder hat auf seine eigene Art damit zu kämpfen und es ist egal, ob jemand wahnsinnig viel Feedback bekommt wie ich oder ob das nur im Freundeskreis, im Job oder im Dorf passiert. Jeden trifft das am gleichen Fleck."

Wann das Mobbing angefangen hat

"So extrem habe ich das erst nach dieser ganzen ESC-Euphorie mitbekommen."

"Später gab es den Moment, an dem man sich daran gewöhnt, einfach weil viele Leute eine Meinung über mich haben. Das geht aber auch nicht spurlos an mir vorbei."

(iger)

Sprüche, die Frauen nicht mehr hören können

Diese Make-ups scheinen zu krass um real zu sein

Video: watson/watson.de

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0

Hochfunktionale Depression: Wenn niemand merkt, wie krank du wirklich bist

Liliana Kröger (Name von der Redaktion geändert), 34, leidet an einer sogenannten atypischen Depression: Obwohl sie erfolgreich im Beruf ist und ihren Alltag gut bewältigt, ist sie depressiv. Ihre Form der Depression wird manchmal auch "hochfunktionale Depression" genannt. Lilianas Leiden wurde jahrelang nicht diagnostiziert – unter anderem auch, weil sie sich nicht zum Arzt traute, da sie sich nicht "krank genug" fühlte. So empfindet ein Mensch, der nach außen hin seinen Alltag meistert – und tr

Heute morgen wache ich auf und es ist schon hell, aber die Sonne scheint nicht. Zumindest fühlt es sich so an.

Ich drücke den Snooze-Button auf meinem Wecker, nur noch zehn Minuten. Ich fühlte mich wie gerädert, frage mich, wie ich aus dem Bett kommen soll. Die letzte Nacht habe ich wieder schlecht geschlafen, im Traum ist die Welt untergegangen. Das träume ich häufig, wenn es mir nicht gut geht.

Ich quäle mich aus dem Bett, ziehe mich an, lese die Nachricht einer Freundin, die mich heute Abend …

Artikel lesen
Link zum Artikel