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EM 2024: Uefa ermittelt gegen England-Star Jude Bellingham

30.06.2024, Nordrhein-Westfalen, Gelsenkirchen: Fu
Jude Bellingham hat England mit seinem Treffer zum 1:1 in die Verlängerung geschossen. Bild: dpa / Bernd Thissen
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EM 2024: Uefa ermittelt wegen Torjubel gegen Jude Bellingham

01.07.2024, 17:2302.07.2024, 00:07
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Tag 18 der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland. Düsseldorf empfängt die Fußball-Beletage um Kylian Mbappé und Kevin de Bruyne. Am späten Abend fordert Slowenien in Frankfurt Superstar Cristiano Ronaldo.

Weil es während einer EM täglich unzählige größere und kleinere News gibt, informiert dich watson mit den "EM-News kompakt" kurz und knackig über die wichtigsten Nachrichten von heute. So kannst du immer mitreden und verpasst nichts. Wir aktualisieren diesen Blog mehrmals täglich. Und zwar immer dann, wenn es etwas Neues gibt.

Das ist dein EM-Update vom 1. Juli 2024. Hier geht es zu den News von gestern.

Uefa ermittelt gegen Bellingham

Im Achtelfinale stand England gegen die Slowakei kurz vor dem Aus, Jude Bellingham aber rettete seine Nation mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit in die Verlängerung. In dieser köpfte Harry Kane die Briten schließlich zum Sieg, Thema war nach der Partie aber nur der Real-Star.

Denn mit seinem obszönen Jubel, Bellingham küsste seine Hand und gestikulierte anschließend vor seinem Schritt, provozierte er vermeintlich die slowakische Bank. Der 21-Jährige selbst hat bereits abgestritten, dass es eine Provokation war.

Die Uefa aber hat diesbezüglich offensichtlich noch kein derart klares Urteil gefällt. Denn wie der Verband am Montag mitteilte, ermittelt er wegen des Torjubels nun gegen Bellingham. Der Ausgang ist nach aktuellem Stand offen.

Mamardashvili spricht über Bayern-Wechsel

Georgien gehört zu den positiven Überraschungen dieser EM. Gleich bei der ersten Teilnahme an einer Endrunde hat sich das Land aus dem Kaukasus sensationell fürs Achtelfinale qualifiziert, auf dem Weg dahin Portugal mit 2:0 geschlagen.

In der K.-o.-Runde durfte Georgien kurzzeitig an einer weiteren Sensation schnuppern, führte der Underdog doch gegen Spanien. Die Iberer aber glichen noch vor der Pause aus, siegten am Ende mit 4:1. Irgendwann konnte auch Schlussmann Giorgi Mamardashvili, der das ganze Turnier über mit hervorragenden Leistungen geglänzt hat, nichts mehr gegen die spanische Offensivpower ausrichten.

Wie es für ihn persönlich im Sommer weitergeht, ist offen. Sein Klub, der FC Valencia, ist auf Einnahmen angewiesen. Im Vorjahr wurde Mamardashvili mal beim FC Bayern gehandelt. "Noch hat der FC Bayern den besten Torwart der Welt", sagte der Georgier nun mit Blick auf Manuel Neuer gegenüber Sky.

"Daher ist es aktuell nicht möglich, dorthin zu wechseln. Ich würde nur dorthin, wenn ich spiele. Wenn ich nicht spiele, dann nicht", ordnete Mamardashvili Gerüchte um einen Bayern-Wechsel deutlich ein.

Uefa geht gegen Hasskommentare vor

Der Fußball hat viele schöne, begeisternde Seiten, zu sehen sind diese aktuell vor allem auf den Fanfesten oder bei Public Viewings. Der Fußball hat aber auch eine unschöne Seite, die physische wie psychische Gewalt umfasst. Letzteres wird oftmals über Social Media ausgeübt.

Die Uefa hat daher bereits vor zwei Jahren zur Frauen-EM ein Programm gestartet, das auch zur EM 2024 Anwendung findet. Dabei werden die 622 Social-Media-Accounts der Turnierbeteiligten unter die Lupe genommen. Dazu zählen Spieler, Trainer und die Nationalmannschaften als Ganzes.

Während der Gruppenphase hat die Uefa über alle Plattformen hinweg 4656 gemeldete Beiträge gezählt, wie sie in einem Statement am Montag mitgeteilt hat. 308 Posts davon konnten für weiterführende Aktionen bei der jeweiligen Plattform gemeldet werden, in 71 Prozent der Fälle wurden Maßnahmen durchgeführt.

Am meisten betroffen seien demnach Belgien, Kroatien, die Ukraine sowie die Niederlande gewesen. Die Uefa unterscheidet bei den gemeldeten Beiträgen zudem in drei Kategorien: Hatespeech (94 Prozent), Rassismus (4,5 Prozent) und Homophobie (1,5 Prozent).

Jürgen Klopp nennt seine EM-Favoriten

Jürgen Klopp genießt ganz offensichtlich seine Auszeit, war er in den vergangenen Wochen doch als Zuschauer bei Fußballspielen, bei einem Konzert von Taylor Swift und bei einem Tennisturnier auf Mallorca. Im Rahmen dieses Wettbewerbs gab er ein Interview, blickte dabei auf die Favoriten bei der EM 2024.

19.05.2024, Großbritannien, Liverpool: Fußball: Premier League, England, FC Liverpool - Wolverhampton Wanderers, 38. Spieltag, Anfield: Liverpools Trainer Jürgen Klopp lächelt vor dem Spiel. Foto: Jon ...
Jürgen Klopp hat den FC Liverpool im Sommer verlassen.Bild: AP / Jon Super

"Im Moment sieht es so aus, als könnte Spanien es machen", sagte Klopp im Gespräch mit der ESPN-Journalistin Agos Larocca: "Deutschland ist stark, Frankreich wird stark sein, England wird definitiv noch besser."

Mindestens einer von Klopps Favoriten wird den Sprung ins Halbfinale garantiert schaffen, im Viertelfinale treffen Deutschland und Spanien schließlich aufeinander.

Diese EM-Spiele haben stattgefunden

Achtelfinale: Frankreich – Belgien (1:0)

In einer über weite Strecken ereignisarmen Partie bleibt Frankreich die geduldigere Mannschaft und gewinnt mit einem späten Tor mit 1:0 gegen Belgien. Der späte Treffer: bezeichnenderweise ein Eigentor.

Achtelfinale: Portugal – Slowenien (0:0; 3:0 n.E.)

In einem schwachen Spiel kann sich Portugal auf Torhüter Diogo Costa verlassen, der im Elfmeterschießen alle Versuche der Slowenen halten konnte und beim 3:0-Sieg Matchwinner wurde. Zuvor hatte Cristiano Ronaldo für Portugal einen Elfmeter in der Verlängerung verschossen.

EM-Spiele heute live im TV und im Stream

Alle Spiele der EM zeigt nur MagentaTV, dafür ist ein Abo vonnöten. Bei den Öffentlich-Rechtlichen wird die erste Partie (Frankreich vs. Belgien) am Montag vom ZDF gezeigt, die zweite (Portugal vs. Slowenien) in der ARD.

Das ZDF geht mit der etablierten Mannschaft um Katrin Müller-Hohenstein, Christoph Kramer, Per Mertesacker sowie Friederike Kromp in das Spiel. Am Kommentatorenpult: Martin Schneider und Hanno Balitsch.

Für die ARD leiten wieder Esther Sedlaczek und Bastian Schweinsteiger durch das Programm. Kommentieren werden Tom Bartels und Almuth Schult.

Podcast-Tipp: "Toni Kroos – The Underrated One"

Für die Zeit zwischen den Spielen empfehlen wir dir den neuen watson-Podcast "Toni Kroos – The Underrated One", von dem schon mehrere Episoden erschienen sind. Hier gibt es alle Infos zur sechsteiligen Reihe, die kostenlos überall zu hören ist, wo es Podcasts gibt. Zum Beispiel hier direkt bei Spotify.

Folge 1 kannst du auch gerne direkt hier hören:

Was beim DFB-Team heute passiert

Um 14 Uhr stellen sich die deutschen Außenverteidiger Joshua Kimmich und David Raum auf einer Pressekonferenz in Herzogenaurach den Fragen der versammelten Journalist:innen.

Für die Mannschaft steht auch am Montag noch Regeneration an. Die Vorbereitung auf das Spanien-Spiel beginnt für Trainer Julian Nagelsmann und das Team dann am Dienstag.

Leseempfehlungen: die watson-Top-Texte zur EM

Du willst mehr wissen? Kein Problem! An dieser Stelle empfehlen wir dir Texte unserer Redaktion.

  • England hat sich mit Müh und Not in das Viertelfinale gequält, die Probleme aber bleiben. Was die Schwächen der Mannschaft sind, hat unser Kollege Jannik Sauer im Gespräch mit Uli Hebel hier erörtert.
  • Die Deutsche Bahn gehört für viele Fans zu den weniger erfreulichen Aspekten der EM. Was Turnierdirektor Philipp Lahm dazu denkt, erfährst du hier.
  • Apropos: Nach dem Deutschland-Spiel gegen Dänemark gab es am Dortmunder Hauptbahnhof chaotische Zustände. Unser Kollege Swen Thissen hat es selbst miterlebt.
Simone Biles im Porträt: Karriere, Netflix, Größe, Ehemann, Vermögen

Simone Biles ist die erfolgreichste Turnerin der Geschichte. Im Oktober 2023 sicherte sie sich ihre insgesamt 33. Medaille bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, damit hält sie den alleinigen Rekord. 20 Goldmedaillen stehen in der Vita des Turn-Superstars.

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