Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
FUSSBALL WM 2018 Vorrunde Gruppe F 27.06.2018 Suedkorea 2-0 Deutschland Mesut Oezil (Deutschland) nachdenklich *** FIFA World Cup 2018 Preliminary Round Group F 27 06 2018 South Korea 2 0 Germany Mesut Oezil Germany pensive PUBLICATIONxNOTxINxAUTxSUIxITA

imago/ULMER Pressebildagentur

Wo ist der Betriebsrat, wenn man ihn braucht? Wie der DFB mit Özil umgeht

Stell dir vor, du kommst zur Arbeit und der Chef hält gerade vor der Belegschaft eine Rede. Plötzlich geht es um dich. Dein Chef so: 

"Wir hätten überlegen müssen, auf ihn zu verzichten."

"Er hat viele Menschen enttäuscht."

"Er muss sich bei allen entschuldigen." 

"Aber wir wünschen ihm erstmal einen schönen Urlaub!"

Fühlt sich absurd an, oder? Dann fragt mal Mesut Özil. Denn der hat diese Reaktion erfahren. Von seinen Vorgesetzten beim DFB.

Und ja, Özil hatte zuvor einen Fehler gemacht. Er konnte also mit einer kritischen Reaktion des DFB rechnen.

Aber die Art und Weise, wie die Reaktion auf seinen Fehler ausfiel. Damit hätte er nicht rechnen können. 

Fehlerkultur? Fehlanzeige!

Wenn Mitarbeiter Fehler machen, müssen Vorgesetzte reagieren, klar. Den Umgang mit Fehlern nennt man Fehlerkultur. Und die ist entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Denn gutes Management weiß: Mitarbeiter, die Angst vor Fehltritten haben, sind nicht innovativ. Sie haben Angst, ihre Motivation geht flöten, sie trauen sich irgendwann gar nichts mehr zu.

Der Umgang mit Özils Fehler allerdings offenbart nichts von einer guten Fehlerkultur. Stattdessen:

Ein nachhaltiges Krisenmanagement sieht anders aus. Das Verhalten von Teammanager Bierhoff und DFB-Chef Grindel macht daher vor allem eines deutlich: Fehler entstehen nicht im luftleeren Raum. Wer den Fehler eines Mitarbeiters bemerkt, muss sich daher zuallererst fragen, was er selber getan hat, um diesen Fehler zu verhindern. Oder was er hätte tun können.

Schuld ist nämlich nie nur einer, lieber DFB.

10 alte WM-Bilder, die wir uns stundenlang anschauen können

Alle DFB-News zur Fußball-WM 2018

5 wirklich wichtige Fragen, die wir uns nach dem WM-Aus stellen

Link to Article

Viele geben jetzt Mesut Özil Schuld am WM-Aus – und das ist Schwachsinn

Link to Article

++ Falschmeldung, dass Kroatien komplettes WM-Preisgeld spendet ++

Link to Article

"Sie fahren nach Hause" – So groß ist die Schadenfreude über das WM-Aus

Link to Article

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Das Einzige, das nach dem WM-Aus leid tun muss: Marco Reus

Toni Kroos sagte nach seinem Kunstfreistoß gegen Schweden in die Kamera: "Man hat das Gefühl, dass es viele Leute in Deutschland gefreut hätte, wenn wir heute rausgegangen wären.“ Das ist schon komisch, dass der amtierende Weltmeister im eigenen Land so viele Hater hat.

Nur, der Weltmeistertitel scheint wie eine Ewigkeit her zu sein. Deutschland war im Juli 2014 ein anderes Land. Der erste Flüchtlingsstrom war noch ein Jahr entfernt, die AfD lag in Umfragewerten bei 5 Prozent und RB Leipzig …

Artikel lesen
Link to Article