Wirtschaft

Good News! Wir Deutschen verbrauchen immer weniger Plastiktüten

Kunden in deutschen Geschäften tragen ihre Einkäufe immer seltener in Plastiktüten nach Hause.

Dabei geht es um Tragetaschen, nicht die transparenten Tüten für Obst und Gemüse. Seit 2016 gibt es eine Selbstverpflichtung vieler Unternehmen, Plastiktüten nicht mehr umsonst abzugeben.

Warum gibt's überhaupt noch soviele Plastikverpackungen? Wir haben nachgefragt:

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) zeigte sich zufrieden:

"Einweg-Plastiktüten haben sich als überflüssig erwiesen. Sie sind heute ein Auslaufmodell, auch weil es gute Alternativen gibt."

Damit habe man eine Blaupause für andere unnötige Verpackungen und kurzlebige Kunststoffprodukte. «Am Ende sollten nur noch Kunststoffe verwendet werden, die sich einfach recyceln lassen."

Plastiktüten in Deutschland

Im Vergleich zum Jahr 2016 ist der Verbrauch um 35 Prozent zurückgegangen, im Vergleich zu 2015 sogar um 56 Prozent. Zur Jahrtausendwende wurden in Deutschland noch sieben Milliarden Tüten pro Jahr verbraucht, fast dreimal so viele wie heute. Seit 2016 gibt es eine Selbstverpflichtung vieler Unternehmen, Plastiktüten nicht mehr umsonst abzugeben. Inzwischen sind rund 360 Unternehmen formell dabei, noch mehr machen informell mit und verlangen zum Beispiel 15 oder 20 Cent pro Tüte.

(pb/dpa)

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