Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Bild

Bild: nasa.gov

5 Szenarien, um die Erde vor einem tödlichen Asteroiden zu retten

Bisher wurden über 10.000 erdnahe Asteroiden entdeckt. Es besteht also ein nicht unerhebliches Risiko eines Einschlags auf der Erde. Wie wir uns im Ernstfall schützen könnten, erfährst du hier.

Michael Kern

Asteroideneinschläge haben das Potenzial, die Menscheit als Ganzes auszulöschen. Im Gegensatz zu Erdbeben oder Vulkanausbrüchen können wir gegen Asteroideneinschläge aber etwas unternehmen. Es ist sicher nicht ganz günstig, aber die Motivation sollte vorhanden sein. 

Das Dümmste, was man machen kann, ist den Asteroiden mit einer Atombombe zu sprengen. Asteroiden sind sehr groß und werden durch die Explosion kaum zu Staub zerfallen. Das Resultat ist, dass dann statt eines Asteroiden mehrere Asteroidenbruchstücke auf der Erde einschlagen. Das macht die Sache auch nicht wirklich besser.

Bild

Bruce Willis lässt grüßen: Im Film "Armageddon" wird ein Asteroid mit einer Atombombe gesprengt. Bild: Getty Images

Erfolgsversprechender ist es, dem armen Felsbrocken einfach aus dem Weg zu gehen. Die Erde bewegt sich mit etwa 30 Kilometern pro Sekunde. Für die Strecke, die ihrem Durchmesser entspricht, braucht sie etwa 7 Minuten. Das ist jener Zeitraum, den der Asteroid zu früh oder zu spät eintreffen muss, um die Erde zu verfehlen.

Wäre der Asteroid also nur ein kleines bisschen schneller oder langsamer, würde er das Treffen mit der Erde verpassen und friedlich an uns vorbeifliegen. Wir müssen uns also nur überlegen, wie wir den ungebetenen Himmelskörper abbremsen oder beschleunigen können.

Raketenmotor

Bild

Bild: Planet Pix via ZUMA Wire/dpa

Am einfachsten wäre es, die Geschwindigkeit eines Asteroiden mit Hilfe eines starken Raketenmotors zu ändern. Eine Raumsonde würde den Raketenmotor zum Asteroiden transportieren, wo er dann verankert und gestartet wird. Diese riesige Materialschlacht wäre aber nicht ganz billig, was uns zur nächsten Methode führt.

Kinetischer Impakt

Bild

Bild: nasa.gov

Günstiger wäre es, einfach etwas auf den Asteroiden zu "werfen". Das Objekt müsste nur ausreichend groß sein und schnell genug auf den Asteroiden auftreffen. Die Wucht des Aufpralls könnte reichen, um den Asteroiden entscheidend abzulenken. Dieses Manöver wurde schon einmal mit einem 372 kg schweren Metallprojektil durchgeführt.

Sonnensegel

Bild

Bild: nasa.gov

Eine elegante Lösung wäre der Einsatz eines Sonnensegels, um die Kraft der Sonne zu nutzen. Licht besteht aus kleinen Lichtteilchen, sogenannten "Photonen". Treffen diese auf das Sonnensegel, werden sie reflektiert und es wird ein "Impuls" übertragen. So wirken die Photonen ähnlich wie Wind bei einem Windsegel. Der Asteroid würde so abgebremst.

Apropos Weltall: So beeindruckend sieht unser Planet von ganz weit oben aus.

Jarkowski-Effekt

Bild

Bild: nasa.gov/pixabay.com

Die Sonne leuchtet nicht nur, sie wärmt auch, aber nicht überall gleichmäßig. Wer in der Sonne steht, bekommt eine warme Brust, aber der Rücken bleibt kalt. Genau so ist es beim Asteroiden. Die Seite die der Sonne zugewandt ist, nimmt Wärme auf, die Rückseite gibt Wärme ab. Das Abgeben von Wärme erzeugt jedoch wie beim Sonnensegel eine kleine Kraft.

Würde man den Asteroiden mit einer Farbe anmalen, würde sich die Aufnahme und Abgabe von Wärme verändern, was wiederum die Geschwindigkeit des Asteroiden beeinflusst. Der Jarkowski-Effekt der dieser Strategie des Anpinselns zugrunde liegt, wurde bereits bei "Golewka" gemessen, einem Asteroiden mit einem Kilometer Durchmesser.

Gravitationskraft

Bild

Bild: pixabay.com

Schließlich wäre es auch möglich, die Gravitationskraft zu nutzen. Jedes Objekt zieht jedes andere Objekt mit seiner Gravitationskraft an. Fällt ein Apfel von einem Baum, wird nicht nur der Apfel von der Erde angezogen, sondern auch die Erde ein kleines Bisschen vom Apfel.

Bei einem tödlichen Asteroiden mit einem Kilometer Durchmesser, würde also ein großes Raumschiff ausreichen. Wenn es sich nahe genug am Asteroiden befindet, zieht es diesen an. Die Gravitationskraft wirkt also wie ein Abschleppseil. Die Flugbahn des Asteroiden würde sich verändern und die Erde würde verschont bleiben.

Mehr Wissen:

Bird Box, Tide Pods, Ice Bucket – warum wir nicht ohne virale Challenges können

Link zum Artikel

So sehen farbenblinde Menschen die Welt

Link zum Artikel

7 Tastenkombinationen, mit denen du die Kollegen richtig ärgern kannst

Link zum Artikel

Nichts für schwache Nerven: Amerikaner hustet sich Teil der Lunge aus dem Leib

Link zum Artikel

Chinesische Sonde landet auf der Mondrückseite – dort war vor ihr noch niemand

Link zum Artikel

Dieser Hund hat keinen Durst - das steckt wirklich hinter seiner langen Zunge

Link zum Artikel

Was Tiere im Wald machen, wenn sie denken, sie seien ungestört

Link zum Artikel

Keiner schnappt schneller zu als diese Ameise – und sogar ihre Larven sind nicht sicher

Link zum Artikel

Wein auf Bier, das rat' ich dir – 15 Alkohol-Mythen im Faktencheck

Link zum Artikel

Menschliche Spucke ist ein gutes Putzmittel und 9 weitere Quatsch-Nobelpreisträger

Link zum Artikel

Du bist groß, stark und gefährlich? Interessiert den Honigdachs einen Scheiß

Link zum Artikel

Immer mehr Kinder zeichnen Frauen, wenn sie an Wissenschaftler denken

Link zum Artikel

Wer zu dieser Jahreszeit Sex hat, könnte seinen Kindern einen Gefallen tun

Link zum Artikel

Deutschland will die ewige Sommerzeit – aber ist das gut? 9 Fakten

Link zum Artikel

Wale stranden zu Dutzenden – 6 Erklärungen für das Tierdrama

Link zum Artikel

In diesem Vulkan auf Island brodelt es – Forscher rechnen mit Ausbruch

Link zum Artikel

Dokumentarfilm "Eingeimpft" startet – warum der Regisseur damit unnötig Ängste schürt

Link zum Artikel

Wie mich die Klimaignoranz ankotzt

Link zum Artikel

Diese Frau wird am Gehirn operiert und spielt dabei Flöte

Link zum Artikel

Diese 5 Kinder sind garantiert klüger als du

Link zum Artikel

Mehr Rehe sterben und 4 weitere Gründe, die Uhrumstellung noch mehr zu hassen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Lungenexperten bezweifeln Feinstaub-Grenzwerte – und werden nun selbst kritisiert

Auf watson könnt ihr jetzt Beiträge von "Die Debatte" lesen. Das Projekt will wissenschaftliche Fakten und Perspektiven liefern und so Diskussionen anstoßen. "Die Debatte" startet mit dem Thema "Feinstaub": Wie schädlich ist Feinstaub und wie sinnvoll sind die aktuellen Grenzwerte?

"Ärzte bezweifeln Sinn von Grenzwerten", "Gefahr durch Dieselabgase übertrieben?", "Lungenärzte halten EU-weite Grenzwerte für unsinnig" – schon diese Auswahl an Schlagzeilen der letzten Tage zeigt, die Diskussion um Feinstaub ist aktueller denn je und ebenso brisant wie komplex. Die Fragen, um die sich dabei alles dreht: Wie schädlich ist Feinstaub und wie sinnvoll sind die aktuellen Grenzwerte?  

Mitte Januar veröffentlichte eine Gruppe von Lungenexperten eine Stellungnahme, in der …

Artikel lesen
Link zum Artikel