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Hoffnung auf Berliner Panda-Babys – warum Meng Meng künstlich besamt wird

Weil die Pandas im Berliner Zoo noch jung und unerfahren in Liebesdingen sind, haben Experten nachgeholfen:

Darüber hinaus gab es auch natürliche Paarungsversuche: Am Freitag und Samstag wurden die Tiere sieben Mal für jeweils etwa 20 Minuten zusammengelassen. Dazu waren eigens Experten aus China angereist. Jiao Qing ging laut Zoo zwar auf Tuchfühlung mit der paarungsbereiten Meng Meng, es ließ sich jedoch nicht feststellen, ob die Paarung erfolgreich verlief.

"Die beiden sind, was die Fortpflanzung angeht, vollkommen unerfahren. Meng Meng zeigte deutlich Interesse an dem Panda-Mann. Auch Jiao Qing war bereit."

Zoologischer Leiter Ragnar Kühne.

Menschliches Nachhelfen ist laut Zoo auch bei den vom Aussterben bedrohten Pandas in Chinas Aufzuchtstationen eher die Regel als die Ausnahme. Die Zoo-Pandas sind Leihgaben von dort und leben seit dem Sommer 2017 in Berlin.

Warum so kompliziert?

Panda-Weibchen können nur einmal im Jahr - in einem Zeitraum von 24 bis 72 Stunden - befruchtet werden. Frühestens ab Juni könnte eine Ultraschall-Untersuchung Aufschluss über eine Trächtigkeit geben. Im Erfolgsfall könnte es laut Zoo im Juli/August Nachwuchs geben.

Vor einem Jahr: Panda-Geburtstagsfeierei in Berlin

Bisher galt Meng Meng als zu jung für einen Paarungsversuch. Die Anzeichen, dass sich das geändert hat, häuften sich laut Zoo zuletzt. Das Weibchen fraß zum Beispiel weniger, wurde rastloser und wies veränderte Hormonwerte auf (der Urin wird streng überwacht). Unüberhörbar zudem die Paarungsrufe: Meng Meng quiekte laut Zoochef Andreas Knieriem wie ein Schweinchen, Jiao Qing meckerte wie eine Ziege.

Im Durchschnitt kommen bei Pandas ein bis drei unbehaarte und hamstergroße Jungtiere nach etwa 155 Tagen zur Welt. Mit einem Gewicht von etwa 80 bis 200 Gramm bringen Panda-Jungtiere zum Zeitpunkt der Geburt ungefähr ein Tausendstel des Gewichts ihrer Mütter auf die Waage.

(aj/dpa)

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