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Kann sich schlecht verstecken: der schwarze Antarktis-Pinguin. Screenshot Youtube/BBC America

Das ist der wahrscheinlich seltenste Pinguin der Welt – wir würden ihn sofort adoptieren

Es gibt Tage, da möchte man einfach nur untertauchen, unauffällig mit dem Strom mitschwimmen, bloß nicht erkannt werden...

Blöd nur, wenn man im Körper des Kaiserpinguins in der Antarktis steckt, den Kameramänner des Senders BBC America kürzlich entdeckt haben. Der gefiederte Geselle ist nämlich schwarz wie die Nacht – und damit der "vermutlich seltenste Pinguin der Welt".

Die Freunde des bauschigen Antarktis-Bewohners sehen nämlich doch deutlich anders aus: Einen pechschwarzen Kopf und schwarze Flügel haben sie zwar auch, dafür jedoch einen grauen Rücken und ein schneeweißen Bauch – dazu natürlich die charakteristischen gelb-orangenen Flecken an Ohren und Hals. Da fällt man als voll-schwarzer Kaiserpinguin schon ein wenig auf!

Ein paar weiße Farbtupfer hat der schwarze Kaiserpinguin (unklar übrigens, ob es sich bei dem Exemplar um ein Männlein oder Weiblein) dann schon. Forscher vermuten, dass das Tier an einer seltenen Genmutation leidet - wenn man hier von "leiden" sprechen kann. Dem sogenannten Melanismus. Diese Genmutation verstärkt dunkle Haut- und Fellpigmente – so entsteht die schwarze Färbung des Kaiserpinguins.

Ganz nach Christina Aguilera:

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Melanismus tritt in der Natur äußerst selten auf – und wenn doch, dann ist die Aufregung bei Tierfreunden und Forschern gleichermaßen schnell mal groß: In Afrika ist gerade ein schwarzer Leopard aufgetaucht – zum ersten Mal seit 100 Jahren.

Ein schwarzer Kaiserpinguin aber? Davon war bislang nichts zu hören. Die Macher von BBC America vermuten daher, dass der von ihnen gefilmte Pinguin der erste dokumentierte schwarze Kaiserpinguin überhaupt ist.

Wir wünschen dem vielleicht seltensten Pinguin der Welt einen ganz schönen Tag im ewigen Eis!

(pb)

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