Leben
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

"4057 Teile. Das nennen wir gut bestückt" – Lego stoppt Werbung nach Sexismus-Vorwürfen

Haben die nicht mehr alle (Lego)-Steine beieinander? Das fragen sich wohl einige, die in den vergangenen Tagen eine neue Werbung des Spiele-Herstellers Lego entdeckt haben. 

So wirbt der Lego-Konzern nun auf Facebook und Instagram für seinen neuen Steine-Kran...

Bild

Darin heißt es: "So kompliziert wie eine Frau. Aber mit Bedienungsanleitung." Für die Erfinder der Werbeanzeige wohl ein guter Witz – für die Kritiker des Konzerns reicht's hier nicht einmal für einen schlechten Scherz. Sie sprechen von Sexismus.

So fühlt sich Putzen JEDES. EINZELNE. MAL. an

abspielen

Video: watson/Marius Notter, Lia Haubner

Im Netz hagelt es Kritik an der Aktion:

Die Kran-Werbung ist Teil einer Kampagne für die Männer-Sparte von Lego – diese Twitter-Nutzerin ist sauer:

Auf dieser "Männer-Seite" wirbt der Spielwaren-Konzern unter anderem auch für ein Produkt mit der Erklärung "Lassen Sie sich nichts einreden. Es kommt nicht nur auf die Technik an." 

Bild

screenshot http://men.lego.com

Weiter schwärmt der Konzern über seinen Spielzeugkran, den viele kleine Jungs bestimmt spannend finden: "4057 Teile. Das nennen wir gut bestückt."

Ob diese Werbeaktion so gelungen ist? Darüber ist auch der Lego-Konzern ins Grübeln geraten. Gegenüber watson sagte eine Sprecherin: "Das Spiel mit LEGO Steinen ist grundsätzlich geschlechtsneutral. Die Kampagne sollte im Vorfeld von Weihnachten die Aufmerksamkeit der wachsenden männlichen Zielgruppe in Deutschland wecken."

Weiter heißt es: "Für die Form der Umsetzung möchten wir uns ausdrücklich entschuldigen." Man werde die Social Media-Kampagne, die die Produkte bewirbt, einstellen.

Frauen und Feminismus – da könnten wir ewig drüber reden

Die Serie "Ku'Damm 59" verharmlost Vergewaltigung

Link zum Artikel

Ich bin keine Angeberin. Ich bin gut! Warum Frauen nicht bescheiden sein müssen

Link zum Artikel

Hab ich das nicht gerade gesagt? Wie "Hepeater" sich mit Ideen der Kolleginnen schmücken

Link zum Artikel

80-Jährige verklagt Sparkasse und zeigt, wie Feminismus geht

Link zum Artikel

Lasst Barbie in Ruhe! Verteidigung einer unterschätzten Frauenikone

Link zum Artikel

5 Frauen, die in Deutschland muslimischen Feminismus prägen

Link zum Artikel

5 Lügen, die Abtreibungsgegner im Netz verbreiten

Link zum Artikel

Perioden-Shaming im Ramadan – junge Muslimas haben keine Lust mehr drauf

Link zum Artikel

Und wie würde ein männlicher Autor dich beschreiben?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DerSeher 17.10.2018 13:38
    Highlight Highlight Hauptsache über alles wird sich heutzutage empört! Die Werbung scheint gewirkt zu haben, Chapeau Lego!
    • Navigatior 18.10.2018 07:10
      Highlight Highlight Ich stimme dir vollkommen zu. Nur weil sich im Internet einige Leute aufregen, ist es gleich schlecht. Ohne Internet würden die nicht mal wahrgenommen werden 😜. Also, die Werbung ist auf erwachsene Single Männer personalisiert. 🤷🏻‍♂️
      Nicht mein Fall, aber witzig klingt es doch! Alles richtig gemacht 😬

"Ich hatte mein Leben nicht so geplant": Sandra hat Krebs und lebt von Hartz IV 

Hier sprechen regelmäßig Menschen, die von Armut betroffen sind.

Sandra (Name von der Redaktion geändert) ist 41 Jahre alt und alleinerziehende Mutter eines sechsjährigen Sohnes, der chronisch krank ist. Im Mai 2015 bekam sie die Diagnose Krebs, seitdem lebt sie von Hartz IV. Aus gesundheitlichen Gründen kann Sandra nicht mehr arbeiten gehen – und wird es wohl auch nie mehr können. Zuvor hat sie als Schreibkraft in einem Büro gearbeitet und war in Elternzeit. Ihre Krebsdiagnose erhielt Sandra, als sie gerade einmal drei Wochen wieder gearbeitet hatte.

Sie …

Artikel lesen
Link zum Artikel