Royals
(180519) -- WINDSOR, mayo 19, 2018 (Xinhua) -- Meghan Markle (d), prometida del principe Enrique, acompanada por su madre Doria Ragland (i), llega a la capilla de San Jorge en el Castillo de Windsor para asistir a su boda con el principe Enrique, en Windsor, Reino Unido, el 19 de mayo de 2018. Cordon Press PUBLICATIONxINxGERxAUTxSUIxHUNxONLY LORENZOxCARNERO/CORDONPRESS

Die Hautfarbe von Meghan Markle und ihrer Mutter Doria Ragland war in der ZDF-Berichterstattung "Thema". Bild: imago stock&people

"An Sexismus und Rassismus rausgehauen, was ging" – ZDF erntet Shitstorm

Meghan Markle und Prinz Harry traten in der St.-George's-Kapelle in Windsor vor den Traualtar. Dutzende Medien aus aller Welt berichteten von dem nachrichtlichen Großereignis. So auch das ZDF. Doch leider schossen die Kommentatoren weit über das Ziel hinaus und verärgerten die Netzgemeinde. Schnell war von rassistischen und sexistischen Kommentaren die Rede, denn immer wieder bezeichneten die Kommentatoren die Braut als "afroamerikanisch" oder "exotisch".

Im Netz gab es anschließend einiges zu hören für Moderator Norbert Lehmann, Königshaus-Expertin Julia Melchior und London-Korrespondentin Diana Zimmermann sowie "Welt"-Journalist Thomas Kielinger.

Besonders verstörend war die Aussage, der Gospel-Chor habe "schön schwarz gesungen". Aber es blieb nicht bei solchen Ausrutschern.

Die unpassenden Kommentare gingen so weit, dass eine Twitter-Userin daraus sogar ein Trinkspiel machen wollte. "Bei jedem 'Sie hat ja einen afroamerikanischen Hintergrund' einen Pimms trinken", schrieb sie auf der Plattform.

Doch die Kommentatoren traten noch in weitere Fettnäpfchen. So verglichen sie Meghan Markle immer wieder mit Amal Clooney und Victoria Beckham. Der Tenor: Frauen, die sich zunächst eine eigene Karriere aufbauen und sich dann aber an berühmte Männer binden. Auch für diese Aussage gab es reichlich Häme im Netz und den Vorschlag, Peter Urban solle nicht nur den ESC, sondern auch die Royale Hochzeit moderieren.

Zu guter Letzt bemühten die Kommentatoren des öffentlich-rechtlichen Fernsehens auch noch ein Zitat von Anna Eleanor Roosevelt. Sie war von 1933 bis 1945 die First Lady der USA und sagte einmal: "Frauen sind wie Teebeutel. Sie wissen gar nicht wie stark sie sind, bevor sie ins heiße Wasser kommen." Was das nun mit Meghan Markle zu tun hat, wissen wohl nur die Kommentatoren selbst.

Glücklich dürften die Sender-Verantwortlichen mit so viel berechtigter Kritik nicht sein. Das ZDF vermeldete schließlich, "volle 236 Minuten" von der Hochzeitsfeier übertragen zu haben. Quantität vor Qualität lautete wohl das Stichwort.

Die Kommentare waren verheerend:

(tl/tol)

Team Doria! Warum Meghans Mutter die wahre Heldin der Hochzeit war:

Video: watson/Lia Haubner

Und das sind die schönsten Bilder der Royal Wedding:

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