Barcelonas Gerard Piqué (l.) und Sergio Ramos von Real Madrid
Barcelonas Gerard Piqué (l.) und Sergio Ramos von Real MadridBild: imago sportfotodienst

Piqué legte Whatsapp-Gruppe mit Real-Stars an, um sie zu ärgern

23.03.2018, 17:1623.03.2018, 17:44

Auf dem Platz können sich die Spieler von Real Madrid und dem FC Barcelona meist nicht leiden. Diskussionen sind beim "El Clasico" an der Tagesordnung.

Auch abseits des Platzes necken sich die Stars.

Satte 15 Punkte trennen Real Madrid und den FC Barcelona im aktuellen Titelrennen der spanischen "LaLiga". Spannung kommt da keine auf. Letzte Saison sah das noch anders aus. Zum einen waren die Teams nicht so weit voneinander entfernt und zum anderen grüßte Real fast das ganze Jahr von der Tabellenspitze.

Sehr zum Leidwesen von Gerard Piqué. Der katalanische Abwehrchef musste sich in der Nationalmannschaft von seinen Kollegen aus Madrid viel Gespött anhören. Aktuell übt er dafür Rache – auf seine eigene Art und Weise.

"Kommt schon, warum so ernst?"

In einem Gastbeitrag auf der Plattform "Player's Tribune" beschrieb Piqué seine Taktik dabei. Die Späße erlaubt sich der Innenverteidiger vor allem über WhatsApp.

"Zu einem früheren Zeitpunkt der Saison, als wir bereits mit acht oder neun Punkten Abstand auf Real die Tabelle angeführt haben, habe ich eine besondere WhatsApp-Gruppe mit den spanischen Nationalspielern von Madrid und Barcelona erstellt", erklärte Piqué.

"Nach jedem Sieg in der letzten Saison haben die Real-Spieler oberkörperfreie Fotos aus der Kabine bei Instagram gepostet. Sie haben gelächelt, ihre Muskeln wie 'The Rock' angespannt und #HalaMadrid mit kleinen Trophäen-Emojis gepostet. Dieses Jahr ist es anders. Aktuell posten sie eher triste Fotos und schreiben: 'Drei Punkte heute. Wir müssen weiter hart arbeiten'. Also schreibe ich in unsere WhatsApp-Gruppe: 'Kommt schon, warum so ernst?'", so Piqué.

Kein böses Blut

Einen speziellen Gruppennamen hat sich der Abwehrchef der Katalanen auch ausgedacht: "GRATULATION heißt sie". Doch ernsthafte Antipathien gibt es zwischen den Spaniern von Real Madrid und dem FC Barcelona nicht.

Barcelonas Linksverteidiger Jordi Alba (l.) und Real Madrids Rechtsverteidiger Dani Carvajal im Duell
Barcelonas Linksverteidiger Jordi Alba (l.) und Real Madrids Rechtsverteidiger Dani Carvajal im DuellBild: EFE EPA/ALBERTO ESTEVEZ +++(c) dpa - Bildfunk+++

"Ich kann mit den Jungs diese Späße machen, weil sie meine Brüder in der Nationalmannschaft sind. Wir mögen vielleicht den Verein des anderen hassen, aber wir spielen für das gleiche Land, teilen den gleichen Traum und das ist etwas, worauf ich sehr, sehr stolz bin."

"Wir verstehen uns alle sehr gut und tauschen uns über Taktik, Fußballphilosophie und die Bücher aus, die wir lesen."
Gerard Piqué über das Verhältnis der Barcelona- und Real-Spieler

In den spanischen Medien wird oft von Feindschaften zwischen den einzelnen Spielern berichtet, Piqué stritt dieses jedoch ab. "Wir verstehen uns alle sehr gut und tauschen uns über Taktik, Fußballphilosophie und die Bücher aus, die wir lesen." Wie gut sie zusammen harmonieren, können die Stars von Real und Barça heute gegen Deutschland zeigen. Die voraussichtliche Abwehr besteht nämlich aus jeweils zwei Spielern der beiden Rivalen (Real: Carvajal, Ramos – Barcelona: Alba, Piqué).

Dieser Artikel ist zuerst auf t-online.de erschienen.

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