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Das beste Bundesligaspiel findet zwischen Liverpool und ManCity statt

04.04.18, 17:29
Benedikt Niessen
Benedikt Niessen

Wenn der FC Liverpool am Mittwoch im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals auf Manchester City trifft, freuen wir uns auf Superstars, Spektakel und einige Tore. 4:3 ging das letzte Duell vor drei Monaten in der Premier League aus. Doch das Spiel des englischen Tabellendritten Liverpool gegen den Spitzenreiter City macht Fußball-Deutschland ziemlich wehmütig.

Nicht nur, weil nach dem glücklichen 2:1-Sieg des FC Bayern am Dienstagabend sowieso kein deutscher Klub mehr unter der Woche international ran darf. Sondern vor allem, weil das Spiel der zwei englischen Mannschaften die Fans daran erinnert, dass ein besseres Stück Bundesliga-Vergangenheit (und -Zukunft) mitkickt.

So schlug sich der letzte deutsche Vertreter in Europa:

Wir haben uns angeschaut, bei welchen 5 heutigen Duellen Fans von der Elbe bis zur Isar Hühnerpelle bekommen: 

Klopp gegen Guardiola:

Jürgen Klopp gegen Pep Guardiola erinnert besonders die BVB-Fans an Zeiten, wo Duelle mit dem FC Bayern noch ausgeglichen waren und die Schwarz-Gelben den Dauermeister ärgern konnten. Wisst ihr noch als es ein Titelrennen gab? Wir auch nicht. 

Zwar holte Klopp gegen Guardiola nie die Meisterschaft, doch die Bilanz ist ausgeglichen: In 8 Begegnungen zwischen Dortmund und Bayern gewannen beide Trainer je 4 Mal.

Die Rivalität in einem Bild:

Guardiola gegen Klopp ist für Bundesliga-Fans eine Reise in unterhaltsamere Zeiten.

. Bild: Bilder: dpa | Hintergund: iStock/getty images | Montage: watson.de

2018 ist die Lage eindeutiger: Der FC Bayern hat in der Bundesliga 17 Punkte Vorsprung auf den Zweiten Schalke und wird am Wochenende wohlmöglich die sechste Meisterschaft in Folge feiern. Klopps zwei BVB-Meisterschaften sind da beinah schon so weit weg, wie der HSV vom Bundesliga-Verbleib.

Und spätestens nach dem 6-0-Sieg gegen völlig überforderte Dortmunder am Samstag, sehnen sich wohl auch die Bayern-Fans wieder nach einem starken BVB wie unter Klopp. Dann ist der vielbeworbene Klassiker auch wieder einer.

Joel Matip gegen Ilkay Gündogan & Leroy Sané:

Ob Ilkay Gündogan und Leroy Sané am Mittwochabend zusammen in der Startaufstellung von City stehen, weiß (bisher) nur Pep Guardiola. Doch eines ist sicher: Sie vereinen sogar die sonst verhassten Fanherzen von Dortmund und Schalke.

Die beiden Nationalspieler verzückten mit ihren Dribblings und Pässen beide Ruhrpott-Vereine und alle anderen Fans der Bundesliga – bis sie für viel Geld nach Manchester wechselten. Jetzt werden sie vermisst. Sie sind Sinnbild für die Abgänge zahlreicher Leistungsträger der beiden Bayern-Jäger: Jung, talentiert und keine Lust mehr auf die Bundesliga.

Dass sie heute das Tor treffen, versucht Ex-Schalker Joel Matip bei den Reds zu verhindern. Unter Klopp ist der gebürtige Bochumer gesetzt. Bei ihm geraten die Fans zwar nicht ganz so schnell ins Schwärmen wie bei den Edelkickern Gündogan und Sané, doch so manch ein Bundesligist würde einen Innenverteidiger wie ihn dankbar einstellen.

Die Ex-Bundesligaspieler Gündogan, De Bruyne und Sané:

Loris Karius und Ragnar  Klavan gegen Kevin De Bruyne

Was haben Torhüter Loris Karius, Verteidiger Ragnar Klavan und Offensivspieler Kevin De Bruyne gemeinsam? Ihre Ex-Klubs würden sie zu Fuß mit Schubkarre von Insel zurück nach Deutschland schleppen. Zudem untermauern all ihre Transfers, dass ein Ruf der Premier League lukrativer, als ein Verbleib in der Bundesliga-Provinz ist. 

Die beiden Reds Karuis und Klavan verließen den FSV Mainz, beziehungsweise den FC Augsburg, als absolute Leistungsträger in Richtung Premier League und selbst Mainzer oder Augsburger konnten sie verstehen.

Statt Bundesliga-Mittelfeld wartete einer der größten Fußballklubs der Welt, der vielleicht mal die englische Meisterschaft gewinnt. Halten konnten ihre Klubs sie natürlich nicht.

Tja und Kevin de Bruyne ist eben Kevin De Bruyne. Der Belgier ist nach Stationen bei Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg zum Weltstar aufgestiegen. Für ihn war die Bundesliga nur eine Zwischenstation in der er in fast jedem zweiten Spiel ein Tor auflegte.

Mittlerweile soll er laut transfermarkt.de 110 Millionen Euro wert sein. Den sehen wir in der Sportschau wohl nie wieder. 

Roberto Firmino und Emre Can gegen Vincent Kompany

Was Kevin De Bruyne für den VfL Wolfsburg war, war Roberto Firmino für den TSG Hoffenheim: eine extrem talentierte Lebensversicherung. Der Brasilianer sammelte für die TSG in 153 Spielen 85 Scorerpunkte und wechselte für über 40 Millionen Euro nach Liverpool. Dort schoss er sich mit seinen No-Look-Toren schon in die Herzen von Anfield und steigert seine Quote sogar noch (81 Scorerpunkte in 133 Spielen).

An seiner Seite darf wohl der deutsche Nationalspieler Emre Can ran. Das ehemalige Bayern-Talent reifte unter Klopp zum Führungsspieler und wird unlängst mit einem Wechsel zu Real Madrid oder Juventus Turin in Verbindung gebracht.

"Ich habe das Selbstbewusstsein zu sagen, dass meine Qualitäten ausreichen, um in der nächsten Saison in einem ganz großen Verein zu spielen.“

Emre Can Mitte März 2018 Süddeutsche Zeitung

In der Bundesliga käme mittlerweile also nur sein Ex-Klub aus München in Frage.

Dass Firmino und Can heute treffen, soll übrigens City-Verteidiger Vincent Kompany verhindern. Der wechselte 2008 vom Hamburger SV nach Manchester. Er steht für Zeiten als der HSV noch kein popkultureller Loser war: Damals stand der HSV am 34. Spieltag noch auf dem vierten Platz, der Dino war noch unsterblich und es gab noch keine Relegationswitze. 

Der HSV seit dem Abgang von Kompany:

Bild: giphy.com

Nein, das war es noch nicht:

Schiedsrichter des Bundesliga-Duells zwischen den beiden englischen Teams ist natürlich auch ein Deutscher: Dr. Felix Brych aus München pfeift das Spiel und muss kaum auf sein Englisch zurückgreifen.

Aber hey, wenn uns Liverpool gegen Manchester City das bessere Bundesliga-Spiel bieten, dürfen wir nicht vergessen: Die gehypte Premier League hat die Langeweile im Titelrennen gleich mitimportiert.

Manchester City führt die Tabelle mit 16 Punkten an.

Noch mehr Bundesliga-Geschichte  Die Memes zu Tuchel Memes:

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