Hinein ins Glück! Robbie Willmott ist seit Dienstagabend offiziell Pokalheld. 
Hinein ins Glück! Robbie Willmott ist seit Dienstagabend offiziell Pokalheld. 
Bild: imago/PA Images/nick potts

Früher Regale eingeräumt, jetzt Pokalheld – England feiert Robbie Willmott

07.02.2019, 10:4607.02.2019, 10:50

Im deutschen Pokal-Achtelfinale haben wir am Dienstagabend bereits ein paar "Geschichten, die nur der Pokal schreibt", erlebt: Werder Bremen schlug Borussia Dortmund im Elfmeterschießen – nach einem spektakulären 3:3 in der Verlängerung. Zweitliga-Dorfklub Heidenheim eliminierte die ambitionierte Werkself aus Leverkusen. Fair enough.

Das ist aber nichts gegen das, was sich am gleichen Abend im englischen FA Cup zugetragen hat.

Der Tabellenvierzehnte der vierten englischen Liga, Newport County, kickte Zweitligist FC Middlesbrough mit einem 2:0 (Hinspiel 1:1) aus dem Wettbewerb. In Pokalrunde fünf trifft der Club aus Wales nun am 16. Februar auf Pep Guardiolas Manchester City. Ein kleines Fußballwunder. Doch damit nicht genug: Das Spiel hatte noch zwei fußballromantische Geschichten auf Lager...

Robbie Willmott – vom Regaleinräumer zum Helden

Rechtsaußen Robbie Willmott schoss kurz nach der Halbzeitpause das wichtige Tor zur 1:0-Führung von Newport County, ebnete damit den Weg in die fünfte Pokalrunde. 

Die Geschichte von Robbie Willmott ist deswegen so besonders, weil er erst im Sommer nach Newport zurückkehrte, nachdem man ihn dort im Sommer 2015 aussortiert hatte.

1:0-Torschütze Robbie Willmott (l.) feiert hier das 2:0, das Padraig Amond (r.) erzielte.
1:0-Torschütze Robbie Willmott (l.) feiert hier das 2:0, das Padraig Amond (r.) erzielte.
Bild: imago/PA Images/nick potts

Er tingelte in den folgenden Jahren durch die Niederungen des englischen Fußballs, musste sich einen Teilzeitjob suchen, um sich über Wasser zu halten. Und so räumte er noch im Mai 2017 Regale bei "Tesco's", Großbritanniens größter Supermarktkette, ein. Willmott hatte sich schon damit abgefunden, bezeichnete sich selbst als Ex-Fußballer. (telegraph.co.uk)

Doch der heute 28-Jährige schaffte es nun innerhalb von knapp 20 Monaten vom Regaleinräumer bei "Tesco's" zum Herausforderer des amtierenden englischen Meisters Manchester City. Chapeau!

Joe Day – Abpfiff und, zack, ab ins Krankenhaus

Als wäre die Story von Ex-Regaleinräumer Willmott nicht schon genug, hat der Pokalabend von Newport County noch eine zweite verrückte Geschichte hervorgebracht. 

Während das Team nach Abpfiff den Sieg mit den Fans feierte, war Torwart Joe Day, 28, schon längst über alle Berge. Mit Ertönen des Schlusspfiffes sprintete der Schlussmann über den Platz, um dann schnurstracks ins Krankenhaus zu fahren. Sein Trainer Michael Flynn habe ihn noch nie so schnell rennen sehen. 

Was war passiert? Days schwangere Frau Lizzie hatte während des Pokalspiels die Wehen bekommen und Zwillinge zur Welt gebracht. 

Hier die offizielle Zusammenfassung des Spiels:

Was Rooney, Torres, Drogba und Co. heute gekostet hätten

1 / 13
Was Rooney, Torres, Drogba und Co. heute gekostet hätten
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Was im Sport gerade noch alles wichtig ist:

Alle Storys anzeigen

Bayern-Legende Gerd Müller ist tot

Fußball-Legende Gerd Müller ist tot. Der frühere Torjäger des FC Bayern und Ex-Nationalspieler sei "am frühen Sonntagmorgen im Alter von 75 Jahren gestorben", teilte der Rekordmeister aus München mit.

FC Bayern-Präsident Herbert Hainer äußert sich auf der Webseite des Rekordmeisters zum Tod von Müller: "Heute ist ein trauriger, schwarzer Tag für den FC Bayern und all seine Fans. Gerd Müller war der größte Stürmer, den es je gegeben hat – und ein feiner Mensch, eine …

Artikel lesen
Link zum Artikel