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Bild: AdrianHancu/Getty Images

DHL – Bei 3 von 10 Paketen im Test wurde gar nicht erst versucht, sie zuzustellen

Der Online-Handel boomt. Das mit dem Bestellen klappt auch super, nur in einem Punkt klemmt's. Und zwar bei der Lieferung. Für den Paketzusteller DHL kommt es jetzt knüppeldick.

3 von 10 Paketen kommen nicht an, obwohl die Empfänger zu Hause waren! Ein Verdacht vieler Online-Besteller scheint sich zu bewahrheiten: Es wird in manchen Fällen gar nicht versucht, das Paket tatsächlich in die Wohnung zu liefern.

Das zeigt eine Stichprobe der ZDF-Sendung "Wiso". "Wiso" hatte die Pakete für den Test mit einem Peilsender versehen.  "Das Paket konnte nicht zugestellt werden", hieß es in drei der Fälle – obwohl das Paket nachweislich gar nie in der Nähe der betreffenden Wohnung war. 

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Paketzusteller gilt seit Jahren als einer der härtesten Jobs, die es zu vergeben gibt. Schweres Schleppen, geringe Bezahlung und kaum Aufstiegschancen. Von Dienstleistungsproletariern spricht der renommierte Soziologe Heinz Bude. 

Ein anonymer Zusteller gestand dem ZDF:

"Wenn ich drei Pakete in einem Haus habe, einer wohnt im Quergebäude, einer im Seitenflügel und einer im Vorderhaus, aber alle im fünften Stock – da bin ich nur zu einem hoch und hab ihm alle drei Pakete gegeben."

Die Leidtragenden sind die Kunden. Und deren Unmut wächst. Nach Informationen des ZDF wird die zuständige Bundesnetzagentur in diesem Jahr erstmals mehr als 10.000 Beschwerden über unzureichende DHL-Zustellungen von enttäuschten Kunden erhalten. 

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(per)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alex78 11.12.2018 20:09
    Highlight Highlight Glücklicherweise hat DHL irgendwann die Packstationen eingeführt. Seitdem gehen alle meine Pakete direkt in die Packstation, und das klappt einwandfrei.
    Gab noch keinen Zusteller, der behauptet hat, er hätte die Packstation nicht angetroffen... ;-)

  • Habra 10.12.2018 23:06
    Highlight Highlight So war es vor 20 oder 30 Jahren noch üblich, dass ein Familienmitglied (die Hausfrau) noch im Hause war, das Pakete entgegen nahm. Heutzutage ist in der Regel zwischen 08:00 und 17:00 Uhr niemand für den Paketempfang erreichbar - außer dem Nachbarn, der gerade frei hat oder von der Nachtschicht gekommen ist. Und die Zusteller müssen mit einer immer höheren Paketflut zurechtkommen. Dass dann nicht 10 mal geklingelt wird, sollte wohl einleuchtend sein.
    Leute, kauft gefälligst in eurer Stadt!
    Internetbestellungen von Dingen des täglichen Bedarfs sind Irrsinn wegen ein paar gesparten Cents,
    • MrMatrone 11.12.2018 12:57
      Highlight Highlight Na? DHL Zusteller? Heute gibt es den sendungsstatus, man kann sehen wann das Paket geliefert werden soll. Ist nur schlecht, wenn man sich dann frei nimmt oder jemanden um die Annahme des Paketes bittet und der Zusteller klingelt nicht EINMAL.
      Es gibt Dinge die man im Laden schlecht bekommt. Oder man ist alt, behindert, krank so dass man nicht mehr vor die Tür kann. Wenn es dem Dienstleister zu viel wird, soll er die Branche wechseln aber nicht für Aufgaben kassieren, die er willentlich nicht erfüllt.

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