Amazon Paket Markenlogo
Bild: AdrianHancu/Getty Images
Wirtschaft

DHL – Bei 3 von 10 Paketen im Test wurde gar nicht erst versucht, sie zuzustellen

10.12.2018, 19:0611.12.2018, 09:56

Der Online-Handel boomt. Das mit dem Bestellen klappt auch super, nur in einem Punkt klemmt's. Und zwar bei der Lieferung. Für den Paketzusteller DHL kommt es jetzt knüppeldick.

3 von 10 Paketen kommen nicht an, obwohl die Empfänger zu Hause waren! Ein Verdacht vieler Online-Besteller scheint sich zu bewahrheiten: Es wird in manchen Fällen gar nicht versucht, das Paket tatsächlich in die Wohnung zu liefern.

Das zeigt eine Stichprobe der ZDF-Sendung "Wiso". "Wiso" hatte die Pakete für den Test mit einem Peilsender versehen.  "Das Paket konnte nicht zugestellt werden", hieß es in drei der Fälle – obwohl das Paket nachweislich gar nie in der Nähe der betreffenden Wohnung war. 

Paketzusteller gilt seit Jahren als einer der härtesten Jobs, die es zu vergeben gibt. Schweres Schleppen, geringe Bezahlung und kaum Aufstiegschancen. Von Dienstleistungsproletariern spricht der renommierte Soziologe Heinz Bude. 

Ein anonymer Zusteller gestand dem ZDF:

"Wenn ich drei Pakete in einem Haus habe, einer wohnt im Quergebäude, einer im Seitenflügel und einer im Vorderhaus, aber alle im fünften Stock – da bin ich nur zu einem hoch und hab ihm alle drei Pakete gegeben."

Die Leidtragenden sind die Kunden. Und deren Unmut wächst. Nach Informationen des ZDF wird die zuständige Bundesnetzagentur in diesem Jahr erstmals mehr als 10.000 Beschwerden über unzureichende DHL-Zustellungen von enttäuschten Kunden erhalten. 

Immer Ärger mit DHL. Wie sehr nerven die Paketzusteller?

(per)

Historische Fotos von Streiks

1 / 10
Historische Fotos von Streiks
quelle: hulton archive/getty images / evening standard
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Endlich kannst du bei "Pokémon GO" deine Freunde bekämpfen

Video: watson/Elisabeth Kochan, Max Biederbeck, Lia Haubner

Das könnte dich auch interessieren:

Alle Storys anzeigen
Ist der Krypto-Traum bald vorbei?
Der Crash von Bitcoin & Co. könnte auch das Ende der Hoffnung auf eine neue Geldordnung bedeuten.

Alle leiden derzeit an den Finanzmärkten, aber nirgends ist die Not so groß wie bei der Krypto-Gemeinde. Der Wert von Bitcoin, Ether & Co. ist um rund zwei Drittel eingebrochen, rund zwei Billionen Dollar wurden dabei vernichtet. So weit, so schlecht. Doch wer ein echter Krypto-Anhänger ist, der lässt sich davon nicht beeindrucken.

Zur Story