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Bild: imago sportfotodienst

Filmriss und Fahne – wie ein besoffener Schalker einen Fanclub verzweifeln ließ

Der FC Schalke bot am Dienstag ziemlich magere Kost für seine Fans. Im sportlich bedeutungslosen letzten Champions-League-Gruppenspiel gegen Lokomotive Moskau siegten die Königsblauen spät mit 1:0. Das und der emotionale Abschied der Fans für Benedikt Höwedes waren an dem kalten Winterabend die einzigen Lichtblicke. Zu allem Übel wurde einem Schalke-Fanclub aus Großbritannien die Fahne geklaut. Es folgte ein feuchtfröhlicher Krimi.

Die Zaunfahne ist bei Fanclubs so ziemlich das wichtigste Gruppenutensil. Sie ist ihr Erkennungszeichen. Ultragruppen lösen sich sogar auf, wenn eine rivalisierende Gruppierung ihre Fahne klaut. Die Fahne des seit 2010 existierenden britischen Fanclubs hing während des Spiels auf der Gegengerade und war somit auch für die TV-Zuschauer ständig zu sehen. Doch dann war sie plötzlich weg.

Völlig verzweifelt wandte sich die der britische Fanclub per Social Media an mögliche Zeugen und fahndete nach dem Täter. Finderlohn: 400 Euro.

Es meldeten sich zahlreiche Fans, doch die Fahne blieb verschwunden. Die Mitglieder des Fanclubs hatten wohl schon fast die Hoffnung aufgegeben, da kam die frohe Botschaft.

Der Übeltäter stellte sich – und weiß von alldem gar nichts mehr. 

"Gerade hat sich ein Schalker gemeldet, der sich heute sehr wunderte, dass er eine so große Flagge in seiner Wohnung hatte", schrieb die Gruppe auf ihrer Facebook-Seite. Offenbar hatte sich ein Fan den Schalker Auftritt mit einigen Glühwein und Bierchen schön gesoffen.  

Die Erklärung:

"Aufgrund eines massiven Filmrisses in der Arena hat er die mal eben eingepackt. Dann schwankte er zur S-Bahn und fuhr heim..."

Als der Fan wieder nüchtern wurde (es war aber auch ein grottiges Spiel) habe er sich sofort beim Fanclub gemeldet und sich entschuldigt. Die Fahne gibt's zurück, außerdem will der Dieb noch Geld für eine gute Sache spenden. 

Gute Sache, findet der Fanclub. Er lässt selbst 100 Euro springen und nutzt die ganze Aufregung zudem für einen Spendenaufruf an andere Fans. Schulkinder aus Gelsenkirchen sollen mit dem Geld an Exkursionen teilnehmen, die ihnen die Geschichte des Bergbaus und der Verschmelzung von verschiedenen Kulturen und Nationalitäten im Stadtteil Schalke veranschaulichen.

Lässt sich also aus einem grottigen Kick noch eine gute Sache zaubern. Was für eine schöne Weihnachtsgeschichte. Weitermachen.

(bn)

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