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Die Rapperin Schwesta Ewa wehrt sich gegen ihre Verurteilung. Bild: Imago/saicle/Getty Images/Pexels/Montage Watson

Urteil gefallen! Am Ende gewann keiner – Der Prozess von Schwesta Ewa in 6 Akten

2017 wurde die Rapperin Schwesta Ewa zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt – am Donnerstag wehrte sie sich vor dem Bundesgerichtshof (BGH) gegen ihre Verurteilung. Es geht um Straftaten im Rotlichtmilieu. Auch die Staatsanwaltschaft war nicht zufrieden mit dem vorherigen Urteil. Doch am Ende gewann keiner.

Die Taten:

In der Urteilsbegründung lässt der Richter im Juni 2017 erkennen, dass die vier jungen Frauen, die über das Internet mit Schwesta Ewa in Kontakt traten, nicht völlig unschuldig an ihrem Schicksal seien.

Im Fan-Kreis der Rapperin gehöre die Prostitution zum Lebensstil, sagt der Vorsitzende Richter Martin Bach. Das "Geschäftsmodell" sah dann so aus:

Acht Monate U-Haft:

Auf ihre Taten folgten acht Monate Untersuchungshaft – seit dem Urteil am Landgericht Frankfurt ist sie allerdings wieder auf freiem Fuß.

Ihre Aussage:

Schwesta Ewa:

Schwesta Ewa wurde 1984 in Polen geboren und wuchs in Kiel auf, 2004 zog sie nach Frankfurt. Sie ist eine der wenigen Frauen in der von Männern dominierten Rapszene.

Das erste Urteil:

Die erneute Verhandlung:

Am Donnerstag wehrte sich Schwesta Ewa gegen ihre Verurteilung am Bundesgerichtshof. Auch die Ankläger und eine Nebenklägerin haben Revision gegen das Urteil eingelegt.

Die Rapperin zeigte sich zuversichtlich, dass ihr wegen der Straftaten zumindest keine härtere Strafe droht:

"Ich glaub, ich hab' ein gutes Gefühl. Hat sich doch gut angehört."

Das sagte Ewa am Donnerstag nach der Verhandlung ihres Falls am BGH in Karlsruhe.

Das finale Urteil

Und am Ende? Gewinnt keiner. Das Urteil: Die Revisionen werden verworfen. Weder wird Schwesta Ewa wegen Menschenhandels verurteilt, wie es die Staatsanwaltschaft und eine Nebenklägerin wollte. Noch wird das Urteil des Frankfurter Landgerichts abgemildert. Stattdessen bleibt es bei diesem: 2 Jahre und 6 Monate für Schwesta Ewa. Acht Monate Hat die Rapperin bereits in Form von U-Haft abgesessen. Wann sie die Haft antreten muss, wird nun das Landgericht entscheiden. (bild.de)

(as/hd/mit dpa)

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