Leben
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Bild: Instagram/Unsplash/Montage Watson

Messi ist ein typischer Schmusekater. Und, naja, ein Puma. Ein Haus-Puma.

Wer den Wunsch verspürt, seinen Haushalt um einen vierbeinigen Gefährten zu erweitern, stattet einfach dem nächsten Tierheim einen Besuch ab. Masha und Sasha aus Russland machten das aber etwas anders – und suchten sich ihren neuen Schatz im Zoo aus.

Das sind Masha und Sasha – und Messi.

Nein, das ist keine überdimensionierte Hauskatze: Das russische Paar hält sich tatsächlich einen ausgewachsenen Puma. Der heißt Messi (nach dem Fußballspieler), ist mittlerweile drei Jahre alt und könnte eine echte Bestie sein – wäre er nicht so verdammt verschmust.

Und nein, auch in Russland ist das nicht normal (wenn auch erlaubt, aber dazu gleich mehr). Daher erfreut sich der Instagram-Account der beiden, auf dem sie die Welt mit täglichen Einblicken in das wilde Leben ihres "Katers" versorgen, auch über 700.000 Abonnenten.

Da erklären sie auch, wie sie zu ihrem ungewöhnlichen Haustier kamen – die Übersetzung steht darunter.

"Hallo, wir sind Sasha und Masha. Hier erklären wir unser Leben mit dem Puma. Sein Name ist Messi und er ist ein Junge. Unser Haustier wurde im Zoo von Saransk am 30.10.2015 geboren. [...] Nachdem er drei Monate bei seiner Mutter verbracht hatte, wurde der Kleine an den Partnerzoo unserer Stadt (Penza) verkauft, wo wir ihn im Januar 2017 kennenlernten. Es war Liebe auf den ersten Bild.
Drei Tage des Nachdenkens und des Versuchs, vernünftig zu sein, konnten uns nicht aufhalten. Also gingen wir in den Zoo, um mit der Leitung darüber zu sprechen, uns den Kleinen zu verkaufen. UND SIE SAGTEN NICHT NEIN!
Wir waren so glücklich. Diese Freude wurde auch nicht von der Nachricht versaut, dass das Junge sehr krank ist und pausenlose Pflege braucht. Wir notierten uns sämtliche Infos über Messis Gesundheit und fuhren zum Baumarkt, weil jedes Kind eine eigene Ecke [in der Wohnung] braucht.
[...] Endlich hieß es dann: WILLKOMMEN, MESSI!
Danach arbeiteten wir harte daran, dem Kleinen das Katzenklo beizubringen
(er muss oft, wegen einer chronischen Blasenentzündung). [...] Zweimal am Tag gehen wir Gassi. [...] In der Natur würde er nicht überleben [...]. Deswegen sagen wir den Leuten, die uns auffordern, ihn im nächsten Wald freizulassen oder ihm den Zoo zu übergeben, dass sie uns in Ruhe lassen sollen."

Wer jetzt die Stirn runzelt, tut das zurecht. Denn hierzulande läuft das tatsächlich etwas anders.

In Deutschland ist es schwer vorstellbar, dass jemand einen Zoo zum Tier-Shopping nutzen könnte; laut der Website "Russia Beyond" ist es in Russland allerdings sogar legal, sich vollkommen lizenzfrei einen Braunbären zu halten.

Einzusehen ist die Liste der gefährdeten Tierarten, die man per Lizenz bei sich aufnehmen darf, im sogenannten Roten Buch. Tiere, die dort nicht aufgelistet sind und nicht als gefährdet gelten, darf man demnach auch ohne Lizenz halten. Zu denen zählt Messi – womit Masha und Sasha mit ihrer Entscheidung, im Zoo einen Puma zu kaufen, offenbar gegen keinerlei Gesetze verstießen.

Und Messi ist inzwischen längst kein kleines Puma-Junge mehr.

Doch wenn man seinem Instagram-Account glauben darf, ist Messi eigentlich doch nur eine große Hauskatze.

Er hat einen fleißig genutzten Kratzbaum, ...

... liebt es, gepflegt zu werden, ...

... liegt gern auf dem Fensterbrett über der Heizung, ...

... schläft am liebsten in Herrchens Arm, ...

... und versteckt sich.

Im Gegensatz zu Hauskatzen hat er aber kein Problem, wenn's ans Waschen geht.

Und letztlich will Messi dasselbe wie jede Hauskatze: Aufmerksamkeit!

Dennoch gilt: Bitte nicht zu Hause nachmachen, Freunde...

Dieses Kätzchen ist kleiner, hat aber mehr durchgemacht als Messi:

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