Spaß
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Naruto, ein Selfie und eine derbe Niederlage für PETA vor Gericht. Der Fall in 5 Akten

Makaken-Affe Naruto hat kein Recht am eigenen Bild. Das entschied am Dienstag ein Berufungsgericht in den USA und wies damit die Klage der Tierschutzorganisation PETA zurück. Der Verein sei "kein naher Freund" urteilten die Richter und lehnten den Antrag aus formalen Gründen ab.

"Ich wünschte, ich hätte die verdammten Fotos nie gemacht."

 David Slater, Wildtierfotograf

Der Fall

Der Rechtsstreit beginnt 2012. Der renommierte Wildtierfotograf David Slater reist auf die indonesische Insel Sulawesi um Schopfmakaken zu fotografieren. Slater baut seine Ausrüstung auf und lässt die Kamera kurz unbeaufsichtigt. Ein Affe nähert sich dem Fotoapparat und drückt ab. Das Bild geht um die Welt, macht Slater berühmt. Und auch den Affen Naruto.

Der Streit

Lange währt die Freude nicht. Die Tierschutzorganisation PETA verklagt Slater im Namen des Affen. Es kommt 2017 zu einem Vergleich. Ein Viertel der Bild-Erlöse soll in den Schutz von Narutos Lebensraum fließen. Aber auch diese Vereinbarung hat das US-Gericht nun zurückgewiesen. Slater sagt heute über den Fall: "Ich wünschte, ich hätte die verdammten Fotos nie gemacht."

Die Klage

Peta nutzt die Klage für eine juristische Grundsatzfrage. Ist eine Affe eine juristische Person und kann ein Urheberrecht einfordern. Die Richter haben dies nun zurückgewiesen. Ein Affe kann sehen, aber nicht klagen, befanden sie.

Die Aufnahme

Die Begründung

Die drei Richter des Berufungsgerichts orientieren sich an einem anderen Fall. Cetacean v. Bush. 2004 war die US-Regierung von George Bush jr. verklagt worden. Der Anlass: Das Sonar von Schiffen der US-Navy störe den Orientierungssinn von Walen, die dadurch an Land strandeten und verendeten. 

Ein US-Gericht hatte die Klage abgelehnt. Begründung: Ein Wal kann nicht klagen, es sei denn, ein US-Gesetz billigt ihm einen eigenen Rechtsstatus.

Das ist bislang nicht geschehen. Und so geht auch Makake-Naruto leer aus. 

Die Schlappe 

Die drei Richter in San Francisco gehen mit Peta scharf ins Gericht. 

Die Tierschutzorganisation will das Urteil erstmal prüfen.  Naruto werde diskriminiert, "nur weil er ein Tier ist", so Peta-Anwalt Jeff Karr.

(per./dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

"Mit Neonazis mache ich mich nicht gemein" – so begründet ein Ex-AfD-Mann seinen Ausstieg

Link zum Artikel

Wegen Cathy-Hummels-Streit: Bundesregierung will Influencer-Gesetz

Link zum Artikel

Mein Vater hat eine bipolare Störung – so war meine Kindheit

Link zum Artikel

Rammstein-Sänger soll Mann geschlagen haben – was das mutmaßliche Opfer zu dem Fall sagt

Link zum Artikel

Sturmböen, Hagel und Starkregen: Ab Pfingstmontag geht es bergab mit dem Wetter

Link zum Artikel

Helene Fischer macht's schon wieder – darum sind ihre Worte nur noch Heuchelei

Link zum Artikel

Rammstein: 7 (fast) unbekannte Fakten über die Band

Link zum Artikel

"Er hat die Ente gefressen": Eisbär frisst Tier vor den Augen der Zoo-Besucher

Link zum Artikel

Lesbisches Paar in London blutig geschlagen – weil sie sich nicht küssen wollten

Link zum Artikel

Rock im Park: Über 130 Menschen erleiden allergische Reaktion

Link zum Artikel

Ein Schrei nach Liebe: Freiwild covern Ärzte und Hosen

Link zum Artikel

Helene Fischer und die 1-Mio-Euro-Party: Millionär bucht Star für besonderen Abend

Link zum Artikel

Illner geht ihren Gästen mit Personal-Fragen auf die Nerven – "unsägliche Debatte"

Link zum Artikel

Heidi veröffentlicht Chat mit Tom: Romantisch? Ganz im Gegenteil!

Link zum Artikel

Posen vorm Reaktor – Influencer machen geschmacklose Instagram-Posts in Tschernobyl

Link zum Artikel

Von Anime bis True Crime – diese 14 Filme und Serien kommen ab heute auf Netflix

Link zum Artikel

Shitstorm mal anders: Zu wenige Toiletten bei Rock im Park

Link zum Artikel

Kelly Family in Berlin: Warum immer noch der Hype? Eine Annäherung in 5 Akten

Link zum Artikel

Vera Int-Veen verurteilt Hartz-IV-Empfänger – dann erkennt sie ihren Fehler

Link zum Artikel

Rezo fordert bei Böhmermann Entschuldigung von lügenden Kritikern

Link zum Artikel

Fotos von Helene Fischers Privat-Konzert aufgetaucht – sie zwingen sie zu handeln

Link zum Artikel

So will Edeka den Drogerien Konkurrenz machen

Link zum Artikel

"Dachte, dass das für immer ist" – Lena Meyer-Landrut spricht unter Tränen über Trennung

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

Wie beim WM-Finale 2014! Das steckt hinter der Final-Flitzerin von Madrid

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Klimaschutz: Kann Atomenergie ein Teil der Lösung sein?

Das steht zumindest in einem Bericht des Weltklimarats, den die Klimaaktivistin Greta Thunberg zuletzt bei "Anne Will" zitierte. Demzufolge Atomenergie ein kleiner Teil einer Lösung ohne fossile Brennstoffe sein könne. Aber ist das so? Wir haben einen Experten gefragt.

watson: Greta Thunbergs Aussagen zur Atomenergie sorgten vor allem unter ihren Anhängern für mächtig Verwirrung. Sie sprach sich zwar explizit gegen Atomkraft aus, zitierte aber den Weltklimarat, wonach die Atomkraft ein kleiner Teil einer Lösung ohne fossile Brennstoffe sein könne. Kann sie das? Manfred Fischedeck: Im Prinzip ist die Nutzung der Kernenergie im Vergleich zu fossilen Kraftwerken mit deutlich weniger Treibhausgasemissionen verbunden, bezogen auf den reinen Umwandlungsprozess …

Artikel lesen
Link zum Artikel