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Soccer Football - Premier League - Liverpool v Arsenal - Anfield, Liverpool, Britain - December 29, 2018  Liverpool manager Juergen Klopp celebrates at the end of the match   REUTERS/Phil Noble   EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or

Ein bekanntes Bild: Klopp mit Siegerfaust. Bild: reuters

Analyse

Wie beim BVB: Warum Klopps Erfolg in Liverpool kein Zufall ist

benjamin zurmühl

Der Schock in der elften Minute saß bei den Liverpool-Fans tief. Arsenal ging durch Ainsley Maitland-Niles im ausverkauften Anfield in Führung. Damit hatten die Anhänger der "Reds" nach den letzten Auftritten ihrer Mannschaft nicht gerechnet. Den Spielern war von einem Schock aber nichts anzumerken. Nur drei Minuten später glich Roberto Firmino aus. Zwei weitere Minuten später schoss er sogar noch die Führung.

Nichts zu meckern in 2018

Dieses Selbstbewusstsein und diese Nervenstärke zeichnet Liverpool aktuell aus. Die "Reds" lassen keine Punkte liegen, anders als die Konkurrenz aus London oder Manchester. Sie glauben an den Klopp-Fußball und setzen alles daran, ihn in Perfektion umzusetzen.

In Liverpool wächst die Hoffnung auf den ersten Premier-League-Titel seit 1990. Verständlich, als momentan beste Mannschaft Englands. Klopp: "Ein 5:1 gegen Arsenal kommt nicht alle Tage vor. In 2018 habe ich überhaupt nichts zu meckern."

Die Entwicklung von Liverpool unter Klopp schreitet sichtbar voran. 2015 übernahm er das Team mitten im Spielbetrieb. Wirklich einstudieren konnte er da kaum etwas. Erst mit dem Ende der Saison 2015/16 und dem Beginn der ersten Vorbereitung ging seine wirklich Arbeit los.

BVB-Fans denken gerne an Jahr drei zurück

Aktuell steckt Klopp in seiner dritten vollen Saison und hat mit seiner Mannschaft all das umgesetzt, was er von ihr sehen will. Das Pressing ist nahezu perfekt, bestens zu sehen beim zweiten Tor gegen Arsenal. Das sorgt nicht nur für viele Tore, sondern vor allem für starke Resultate in der Defensive. Erst acht Gegentore hat das Team nach 20 Spieltagen kassiert, letzte Saison waren es noch 23.

BVB-Fans wissen am besten, dass das kein Zufall ist. In Dortmund feierte Klopp im dritten Jahr die erste Meisterschaft. Auch dort war die Defensive der Schlüssel. 2009/10 kassierte die Borussia noch 42 Gegentore, beim Titelgewinn ein Jahr später nur noch 22.

Und wenn wir schon bei der Zahl drei sind, könnte man auch noch Mainz 05 erwähnen, die erste Trainerstation von Jürgen Klopp. Mit den Nullfünfern stieg er 2004 in die Bundesliga auf. Das war – natürlich – Klopps dritte komplette Saison in Mainz.

Dieser Artikel erschien zuerst auf t-online.

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