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Nicole Hanselmann aus der Schweiz hatte eigentlich einen guten Tag erwischt. Bild: instagram/nicole_hanselmann

"Vielleicht waren wir einfach zu schnell" – Radrennen bremst Frauen aus

Beim jährlichen "Omloop Het Nieuwsblad", einem Radrennen in Belgien, starten die Athletinnen zehn Minuten nach den Männern. In der Hoffnung, dass sich die beiden Gruppen dann nicht in die Quere kommen.

Das ist jetzt allerdings trotzdem passiert. Denn die Schweizerin Nicole Hanselmann fuhr beim Rennen am Sonntag so schnell, dass sie sich auf einmal hinter den Begleitfahrzeugen ihrer männlichen Kollegen wiederfand.

Die Veranstalter entschieden daraufhin, die Fahrerin auszubremsen, damit die Lücke zwischen den zwei Gruppen wieder hergestellt wird.

"Das war echt schade für mich, weil ich gut drauf war, und wenn der Rest des Feldes sieht, dass du anhalten musst, werden sie neu motiviert."

Hanselmann zu cyclingnews.

Nach dem Rennen schrieb Hanselmann auf Instagram:

"Vielleicht waren wir Frauen einfach zu schnell, oder die Männer zu langsam."

Nachdem sie ausgebremst wurde, verlor Hanselmann den Schwung des Anfangs und landete auf Platz 74. Der Rad-Journalist Felix Mattis wurde auf Twitter gefragt, was er von diesem seltsamen Ausbremsen der Frauen halte:

"Ich war nicht da, aber bevor jeder von Sexismus spricht: Es könnte auch einfach an Straßensperrungen gelegen haben. Es gibt viele Gründe für eine solche Entscheidung. (Aber ein Fehler war es sicherlich, die beiden Gruppen so nah aneinander starten zu lassen.)"

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