Kroos, Neuer und noch viel mehr – Özil-Berater schießt gegen so ziemlich alle

18.09.2018, 14:37

Lange war es still um Mesut Özil. Jetzt gab sein Berater Erkut Sögüt ein Interview – und teilte ordentlich aus. Gegen so ziemlich alle, die in den letzten Monaten was gesagt haben. Er kritisierte mehrere deutsche Fußball-Nationalspieler und verteidigte Özils umstrittenes Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Özil zwischen seinem Bruder und Berater Erkut Sögüt (rechts) bei seiner Vertragsverlängerung beim FC Arsenal.

"Es ist eine Frage des Respekts, den Präsidenten zu treffen, wenn dieser darum bittet", sagte Sögüt dem Magazin "11Freunde" zwei Monate nach Özils Rücktritt aus der Nationalmannschaft. "Die beiden haben sich in all den Jahren immer wieder getroffen, das war nie ein Problem in der deutschen Öffentlichkeit."

"Außerhalb des Platzes hat er keinen Fehler gemacht. Dabei bleibt es."
Erkut Sögüt
11freunde

Auf Nachfrage des Magazins, dass sich die Politik Erdogans verändert habe seit dem ersten Treffen mit Özil im Jahr 2010, sagte Sögüt: "Sollen wir Mesut also sagen: Jetzt darfst du den Präsidenten nicht treffen, aber in zwei Monaten wieder? Das leuchtet doch nicht ein." 

Berater schießt gegen Neuer, Müller und Kroos

Anschließende Aussagen zu Özils Rückzug von seinen ehemaligen Mitspielern Manuel Neuer, Thomas Müller und Toni Kroos bezeichnete Sögüt als "enttäuschend und deplatziert".

"Neuer wirft Mesut indirekt vor, nicht mit Stolz das deutsche Nationaltrikot getragen zu haben. Das ist nicht akzeptabel. Müller hat die Diskussion nicht verstanden. Und Kroos sollte als gestandener Nationalspieler erklären, was er mit dem Vorwurf 'Quatsch' meint", sagte Sögüt.

Özil direkt nach dem WM-Aus.
Özil direkt nach dem WM-Aus.
Bild: imago sportfotodienst

Kroos hatte unter anderem von einem "hohen Anteil an Quatsch" in der Rücktrittserklärung des Mittelfeldspielers vom FC Arsenal gesprochen. Neuer, Müller und auch Bundestrainer Joachim Löw hatten wiederum Vorwürfe zurückgewiesen, wonach es im DFB-Team zu rassistischen Vorfällen gekommen sei. "Löw verteidigt sich gegen einen Vorwurf, der nie erhoben wurde", meinte Sögüt. 

"Mesut wurde nicht im Team, sondern von der Mitte der Gesellschaft rassistisch angefeindet - da hätte ihn der DFB schützen müssen."
Erkut Sögüt
11freunde

Auch Bayern-Bosse kommen nicht gut weg

Kritik äußerte Sögüt auch an Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München. Hoeneß etwa hatte nach Özils Rücktritt gesagt, dass dieser ohnehin "seit Jahren einen Dreck gespielt" habe. "Wenn hier jemand ablenken will, dann sind es diese beiden. Und zwar von der Leistung ihrer eigenen Spieler, von ihrer Steuerhinterziehung, ihren unverzollten Rolex-Uhren und von der Vetternwirtschaft in ihrem Verein", sagte Sögüt.

(bn/dpa)

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