Das ägyptische Drogenhilfe-Telefon glüht nach diesem Werbespot von Mo Salah

Ein Tor, eine Vorlage und eine Leistenverletzung. Mohamed Salah stand auch beim 3:0-Erfolg des FC Liverpool gegen Manchester City in Champions League im Mittelpunkt. Während die Fußballwelt ihn schon als "ägyptischen Messi" feiert, rettet er in seinem Heimatland offenbar den Kampf gegen Drogen.

Afrikas Fußballer des Jahres 2017 postete vor einer Woche einen Werbespot der "Say No to Drugs"-Kampagne der ägyptischen Regierung, indem der Liverpool-Star Kinder und Jugendliche dazu aufrief, die Finger von Drogen zu lassen:

Der Clip hatte nach nur 72 Stunden schon fünf Millionen auf Facebook und ließ die Drähte beim Drogenhilfe-Telefon glühen. Die Anzahl der Anrufe stieg im Vergleich zur Anzahl der Anrufe im März um 400 Prozent, berichtet die "egypttoday" auf Berufung von Ghada Waly, Minister für soziale Solidarität. 

"Etwa 88 Prozent der Zuschauer waren zwischen 18 und 35 Jahre alt. Facebook-, Instagram- und Youtube-Videos wurden 8 Millionen und 400.000 Mal angesehen, 23.000-mal geteilt und von 359.000 Nutzern gemocht", sagt Waly.

Sein Einfluss lässt sich leicht erklären:

Der Flügelstürmer – der in dieser Saison schon 38 Tore erzielte – ist der wohl größte Popstar seines Landes. Erst im vergangenen Jahr schoss er mit einem Elfmetertreffer gegen die Republik Kongo die Ägypter zur bisher erst dritten WM-Teilnahme des Landes.

Im fußballverrückten Ägypten traut man Salah sogar noch mehr zu: So sollen bei der ägyptischen Präsidentschaftswahl Ende März laut Medienberichten zahlreiche Bürger Salahs Namen auf die etwa eine Millionen ungültigen Stimmzettel geschrieben haben – dabei stand der gar nicht zur Wahl. 

Superstar Salah wird in Ägypten auf Händen getragen:

Während in Ägypten wegen Salah alle von den Drogen herunterkommen wollen, dürften auf der Insel wegen ihm wohl einige Fans lieber davonfliegen. "In Manchester und London hat der Drogenkonsum eher zugenommen", schrieb ein User auf Reddit.

Das dürfte aber auch für seine Wahlheimat Liverpool gelten – denn Salah dürfte rechtzeitig fürs Merseyside Derby gegen den FC Everton wieder fit werden. 

Diese Männer weinen nicht wegen Salahs Auftritten

1 / 11
Männer, die weinen
quelle: maud fernhout
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Analyse

Jogi Löw warnte bereits vor Turnierbeginn: Die deutsche Nationalmannschaft und ihr Problem mit Einwürfen - Frust bei Toni Kroos war groß

Gut mitgehalten, aber dennoch irgendwie verloren: Weder Toni Kroos, noch Joshua Kimmich, noch Bundestrainer Jogi Löw wussten so wirklich, wie sie nun die 0:1-Auftaktniederlage der Europameisterschaft gegen Top-Favorit Frankreich bewerten sollen.

Klar, die DFB-Elf stand gegen den gefürchteten Sturm um Kylian Mbappe, Karim Benzema und Antoine Griezmann weitestgehend sicher und das, obwohl vielen zuvor ob der enormen Qualität der drei Angreifer Angst und Bange um die nicht immer sattelfeste …

Artikel lesen
Link zum Artikel