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Kreisliga-Team schmeißt 7 Spieler wegen Hitlergruß raus – Polizei ermittelt

Es sollte "lustig" sein...

Die zweite Mannschaft des SC 1920 Myhl (NRW) hat mit einem geschmacklosen Foto für einen Skandal gesorgt. Sieben Spieler des Kreisligateams zeigten auf einem Mannschaftsfoto den Hitlergruß.

Wie "Bild.de" berichtet, wurde das Foto im Internet veröffentlicht – kurze Zeit später wieder gelöscht. Doch es hatte längst die Runde gemacht.

Warum machte das Team so etwas?

"Derwesten.de" schreibt, die Mannschaft habe sich vor dem Imbiss von Engin Arslan getroffen, der dem Team einen neuen Satz Trikots gesponsert hatte. Bevor das Foto entstand, habe Arslan die Spieler gebeten, etwas "Lustiges" zu machen, sieben von 15 Spielern hätten dann den Arm zum Hitlergruß gehoben. Laut "RTL.de" sind die sieben Männer zwischen 18 und 27 Jahren alt.

Auf Nachfrage von watson war Sponsor Engin Arslan am Mittwochvormittag nicht zu erreichen.

Der Vorstand des SC Myhl hat bereits auf den Vorfall reagiert und ein Statement auf seiner Webseite veröffentlicht

Nach einer Sitzung am Montag, den 3. September, habe man beschlossen, die besagten Spieler aus dem Verein zu werfen.  Der Club schreibt: "Die Mitglieder, welche am Tage vorher im gesichteten Foto, in unangemessener Pose zu erkennen sind, welche definitiv nicht unseren Werten entsprechen und als vereinsschädigend anzusehen sind, mit sofortiger Wirkung die Vereinsmitgliedschaft zu entziehen." Der Club distanziere sich von "sämtlichen rechtsextremen Darbietungen, Ausdrücken und Einstellungen."

Wie "Bild.de" außerdem berichtet, sei am Sportplatz bereits das Banner des Imbissladens entfernt worden. Auch wolle man den von Arslan gesponserten Trikotsatz ersetzen.

Den sieben Spielern, die den Hitlergruß zeigten, drohen nun Strafen.

Laut "RP-Online.de" ermittelt jetzt der Staatsschutz wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen: Um eine Strafbarkeit festzustellen, müsse laut Polizei Aachen geprüft werden, ob "eine Öffentlichkeit durch das Foto erzielt wurde, ob es öffentlich oder nur in einer Gruppe gezeigt wurde, ob es weitergeleitet wurde und wie schnell und häufig?"

Wie die Zeitung schreibt, werden die Ermittlungen "nicht vor Ende nächster Woche abgeschlossen sein". 

Was jetzt schon klar sein sollte: Es war nicht "lustig", sondern strafbar. 

(as)

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