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Merkel kritisiert Gündogan und Özil – Can sagte Präsidenten ab

"Menschen können Fehler machen und wir müssen das Maß wahren", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel in der Pressekonferenz zur Vorstellung des deutschen WM-Kaders am Dienstag.

Die beiden deutschen Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan hatten zuvor den umstrittenen türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in London getroffen – und somit de facto Wahlkampf für ihn gemacht.

Eine Einladung zum Treffen mit Erdogan habe auch der bisherige deutsche Nationalspieler Emre Can bekommen, meldete am Dienstag die "Welt". Dieser habe die Einladung laut Informationen der Zeitung aber ausgeschlagen. 

"Ich glaube, dass beiden bewusst ist, dass sie einen Fehler gemacht haben", sagte Grindel am Dienstag über Özil und Gündogan. Er hatte den Auftritt der Spieler schon vorher kritisiert.

Der DFB-Präsident twitterte:

"Reaktionen übertrieben"

Der DFB-Präsident machte jedoch auch deutlich, dass sich der Verband nicht nicht weiter mit diesem "Fehler" aufhalten will. Einige Reaktionen, vor allem vor allem im Internet seien übertrieben gewesen.

Der DFB stehe für Integration so Grindel. Der Auftritt in London habe das Trennende betont, "aber wir sollten jetzt zurück zum Miteinander".

Auch für Oliver Bierhoff, der Manager der deutschen Nationalmannschaft, scheint die Angelegenheit erledigt zu sein. "Ich habe mit beiden Spielern gesprochen. Beiden war nicht klar, was für eine große Veranstaltung das war", sagte Bierhoff in der Pressekonferenz am Dienstag.

Der Nationalelf-Manager sagte weiter:

"Man muss verstehen, wie die Türken in solchen Bereichen ticken."

Wichtig sei aber auch, welche Symbolwirkung ein solcher Auftritt habe. Man wolle die Spieler jetzt weiter in Hinblick auf die Brisanz politischer Fragen während der WM in Russland sensibilisieren.

Löw: "Deutsche Werte"

Nationaltrainer Joachim Löw sagte in der Pressekonferenz am Dienstag: "Wenn man für Deutschland spielt, vertritt man deutsche Werte." In der Brust von Spielern mit Migrationshintergrund würden jedoch manchmal zwei Herzen schlagen. "Das ist nicht ganz einfach."

Beide Spieler hätten ihm jedoch gesagt, dass sie eigentlich keine politische Botschaft verbreiten wollten. Außerdem hätten Beide einen guten Charakter und viel für die Integration getan. Im Trainingslager in der kommenden Woche wolle er trotzdem noch einmal mit ihnen sprechen.

Merkel äußert sich auch

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich über ihren Sprecher kritisch zu dem Treffen von Özil und Gündogan mit Erdogan geäußert. Es sei eine Situation gewesen, "die Fragen aufwarf und zu Missverständnissen einlud", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag in Berlin. Als Nationalspieler hätten die beiden Vorbildfunktion. Seibert begrüßte, dass die beiden Fußballer sich inzwischen zu dem Vorfall erklärt hätten. Er sei sicher, dass der DFB das Thema noch einmal ansprechen werde.

(fh/dpa)

Das sind die Spieler des vorläufigen WM-Kaders

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