Die pure Enttäuschung in den Gesichtern der BVB-Profis.
Die pure Enttäuschung in den Gesichtern der BVB-Profis.Bild: www.imago-images.de

Kurz vor der Zerfleischung – wie dünnhäutig der BVB mit der Augsburg-Niederlage umgeht

02.03.2019, 13:24

Es waren mal neun Punkte Vorsprung auf die Bayern. Der BVB hat in den letzten Wochen sein dickes Polster gegenüber dem Rekordmeister gehörig einbüßen müssen. Dazu steht man nach dem 0:3 bei Tottenham vor dem Champions-League-Aus und ist auch unrühmlich gegen Werder Bremen im DFB-Pokal rausgeflogen. Der bisherige Tiefpunkt dieser schlechten Phase gab es gegen die zuletzt desolaten Augsburger bei der 1:2-Niederlage.

Vor den beiden Gegentoren patzte wieder einmal die zuletzt sehr bröckelige Abwehr. Dieses Mal verschuldeten beide Gegentore Zagadou und Hakimi, die Ausgburgs Stürmer Ji kaltschnäuzig ausnutzte.

Nach dem Spiel lagen die Nerven bei den Spielern und Verantwortlichen blank.

Wie Augsburgs Coach Manuel Baum mitteilte, soll sein Dortmunder Kollege Favre ihm nach der Partie nicht gratuliert haben.

Im Anschluss drückte sich Eurosport-Experte und immerhin externer BVB-Berater Matthias Sammer mehr als deutlich aus.

Matthias Sammer:

"Es ist nicht so, dass die Dortmunder nicht wollen. Aber du hast das Gefühl: Die einen kämpfen ums Überleben, die anderen wollen das Spiel gerne gewinnen."
Roman Bürki
Roman BürkiBild: www.imago-images.de

Außerdem nannte er noch Namen:

"Die Frage ist, ob die Dortmunder heute wussten, was sie hier erwartet. Hakimi wusste es nicht, Sancho auch nicht."

Und auch Torwart Roman Bürki hatte die Nase voll:

Roman Bürki:

"Ich muss mich immer enorm zusammenreißen, dass ich nicht jemandem den Kopf abreiße. Wir zeigen aber nicht mit einem Finger auf den anderen. Wir wissen heute, wer einen Fehler gemacht hat."
Bürki gegenüber Eurosport

Und später noch:

"Wir waren einfach heute nicht so kampfbereit wie die Augsburger. Das war zu wenig und ist eines Tabellenführers nicht würdig.“

Wenn der BVB sich nicht schnellstmöglich zusammenrauft, dann dürfte sich bald Bayern München an ihrem im Meisterschaftsrennen in Sicherheit wähnen.

(tl)

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