Arbeit
Bild

Bild: screenshot/getty images/montage: watson

Dieser Hermes-Bote bringt Pakete zum Fliegen – mit wechselhaftem Erfolg 

In der griechischen Antike war Hermes der Schutzgott der Kaufleute und Reisenden. Auf Bildern war er oft mit einem geflügelten Helm abgebildet. Im Deutschland von 2019 ist Hermes hingegen ein Paketunternehmen, und es macht gerade mit fliegenden Päckchen Schlagzeilen.

Meist sind es eher verloren gegangene Pakete, die für Aufregung sorgen – Überarbeitung und Unterbesetzung bei den Lieferfirmen sei Dank. Ein Hermes-Bote ist nun jedoch durch seinen unkonventionellen und durchaus sportlichen Zustellversuch aufgefallen. 

In einem Video, dass zunächst auf einem Imageboard hochgeladen und dann auf Twitter verbreitet wurde, ist ein weißer Hermes-Lieferwagen zu sehen. Auf dem Dach steht ein Mann mit blauer Jacke und versucht, ein Paket auf einen Balkon des Hauses vor ihm zu werfen. Der erste Versuch – zumindest der erste, der im Video zu sehen ist – schlägt fehl. Der Hermes-Bote springt also von seinem Bulli, sammelt das Paket wieder auf, klettert erneut auf das Wagendach, Trommelwirbel (leider nur gefühlt), und dann: Ein neuer Versuch. Lässig aus der Hüfte geworfen. Das Paket landet jedoch erneut erst an der Balkonmauer und dann ein Stockwerk tiefer auf dem Boden. Im Gegensatz zum vorgestellten Trommelwirbel ist der Aufprall des Pakets im Video sehr deutlich zu hören.

Das Schauspiel wiederholt sich also noch einmal. Diesmal jedoch mit Erfolg. Das Paket landet auf dem Balkon. Zustellversuch geglückt. Wenn auch wohl nicht ganz in Übereinstimmung mit den Hermes-Dienstvorschriften. 

Was zum...

Wo das Video aufgenommen wurde, ist bislang nicht bekannt. An diesen Informationen sind allerdings nicht nur Journalisten und Twitter-Nutzer interessiert, sondern auch das Lieferunternehmen Hermes. Auf Twitter reagierte dessen Social-Media-Manager mit den Worten: "Was zum... das habe ich auch noch nie gesehen." Pakethoch und -weitwurf gehört offenbar nicht zu den gewünschten Hermes-Lieferarten.

Witzig ist es ja schon...

Das finden zumindest die meisten Twitter-Nutzer, die das Video kommentierten. Hier ein kleines Best-Of:

Manche Kommentatoren machten jedoch auch auf ein Problem aufmerksam, das viel größer ist, als ein geworfenes Paket:

Warum bei DHL Pakete verschwinden, hat uns ein Paketbote verraten:

(fh)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Seit fast 15 Jahren Hartz IV: "Die Arbeitgeber verlangen zu viel"

Jens (Name von der Redaktion geändert) ist 48 und hat vor fast 20 Jahren seinen Job bei einem Chemie-Werk verloren. Seit der Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 ist er auf soziale Leistungen angewiesen. Bei watson spricht er über seine zahlreichen Bewerbungen und über die teils extrem hohen Anforderungen der Arbeitgeber – trotz Mindestlohn oder sogar noch weniger Gehalt.

Eine Bewerbung muss ich diesen Monat noch abschicken – dann habe ich mein Soll erfüllt. Vier Mal monatlich muss ich mich bewerben, so will es das Jobcenter. Denn ich lebe von Hartz IV.

Meine Vollzeitstelle als Chemikant habe ich bereits 2001 verloren, als das Werk, in dem ich gearbeitet habe, geschlossen wurde. Seit 2005, als das System eingeführt wurde, beziehe ich Arbeitslosengeld II, wie Hartz IV eigentlich heißt.

Ob Bewerbungstraining oder Computerkurs, Beratungsgespräche oder angedrohte …

Artikel lesen
Link zum Artikel