Fußball International

"Beleidigung des Sports": Italienischer Club bekommt mit 0:20 eine kreisligareife Packung

Zwanzig zu Null. Im Schnitt alle viereinhalb Minuten ein Tor.

Der italienische Drittligist Pro Piacenza ist am Sonntag zu seinem Punktspiel beim AC Cuneo mit nur sieben Spielern angetreten – und kassierte eine groteske Rekord-Niederlage. Die Verlegenheitself der Norditaliener, bestehend aus Spielern zwischen 16 und 19 Jahren, lag bereits zur Halbzeit 0:16 zurück.

Hintergrund für Piacenzas Klatsche, bei der ein Rumpfteam aus Teenagern auf dem Platz stand, ist ein bereits mehrere Wochen andauernder Streik. Die Profis des Clubs aus der Emiglia Romana verweigern die Arbeit wegen seit Monaten ausstehender Gehaltszahlungen. Pro Piacenza steckt seit langem in finanziellen Schwierigkeiten.

Weil bereits Piacenzas drei vorherige Begegnungen wegen des Ausstands ausgefallen waren, beorderte die Vereinsführung kurzerhand Jugendspieler nach Cuneo und ernannte den erst 19 Jahre alten Nicola Cirigliano für die Begegnung zum Trainer. Ein weiterer Spielausfall hätte zum Ausschluss aus dem Spielbetrieb geführt. Mit sieben Spielern wurde in Cuneo die Mindestzahl an Akteuren einer Mannschaft erfüllt.

AC Cuneo 1905 - AS Pro Piacenza 1919 20:0 (16:0)

1:0 Defendi (3.)
2:0 Defendi (4.)
3:0 Kanis (8.)
4:0 Kanis (10.)
5:0 Emmausso (15.)
6:0 Defendi (16.)
7:0 Kanis (17.)
8:0 Defendi (20.)
9:0 Defendi (22.)
10:0 Caso (24.)
11:0 Kanis (30.)
12:0 Emmausso (32.)
13:0 Kanis (33.)
14:0 Kanis (36.)
15:0 De Stefano (38.)
16:0 De Stefano (44.)
17:0 Ferrieri (58.)
18:0 Alvaro (78.)
19:0 Emmausso (84.)
20:0 De Stefano (90.)

Beim italienischen Fußball-Verband sorgte das Spiel für Ärger: "Was in Cuneo mit Pro Piacenza geschehen ist, ist eine Beleidigung des Sports und seiner Grundprinzipien", sagte Präsident Gabriele Gravina. "Unsere Verantwortung ist es, die Fans zu schützen und die Glaubwürdigkeit unserer Meisterschaften", fügte er an und sprach von einer "Farce".

(as/dpa/sid)

13 italienische Trainer, die unfassbar gut angezogen sind

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Politiker Sonneborn schreibt lustigen Brief an Hoeneß – mit böser Höcke-Zeile

Die Torhüter-Debatte über Marc-André ter Stegen und Manuel Neuer dominierte die vergangene Woche – vor allem, weil Uli Hoeneß sie verlässlich am Köcheln hielt. Ihr habt langsam genug von der Debatte? Wir auch. Doch jetzt wird es noch einmal lustig, versprochen. Denn mittlerweile ist das Thema so groß, dass sich auch Leute außerhalb des Fußballs mit der Frage beschäftigen: Wer soll im Tor der deutsche Nationalmannschaft stehen, der eigentlich von Löw gesetzte Manuel Neuer oder der …

Artikel lesen
Link zum Artikel