Fortnite: Entwickler "korrigiert" wackelnde Brüste

Das ging schnell: Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung der neuen Version des Kult-Spiels "Fortnite" musste sich der Entwickler Epic Games gegen Sexismus-Vorwürfe wehren und schließlich bei der Grafik nachbessern.

Der Grund: zahlreiche Nutzer beschwerten sich über die übertrieben wackelnden Brüste einer weiblichen Spielfigur namens "Calamity". Die Frau in dem Cowboy-Outfit ist eine von zahlreichen Neuheiten in der neuen Staffel des beliebten Online-Spiels, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. In Fortnite geht es darum, den Gegner auszuschalten und als letzter Spieler (oder Team) in einem bestimmten Abenteuer-Szenario zu überleben, zum Beispiel auf einer einsamen Insel. Nach erfolgreichen Aktionen können die Spiele ihre Charaktere Siegestänze aufführen lassen.

Bei Calamity, die zu Beginn des Spiels recht knapp bekleidet ist, fielen den Nutzern dabei vor allem die Wipp-Bewegung der Brüste auf.

Die monierten Wackler:

Epic Games stellt die Animation inzwischen als peinliches Versehen dar. Die Brustwackler seien nicht beabsichtigt gewesen, sagte ein Sprecher dem Tech-Magazin "The Verge".

"Es war leichtsinnig von uns, das so rausgehen zu lassen."

Angeblich sei das Animationssystem bereits überarbeitet worden. Die Änderungen könnten sich allerdings vorübergehend auf die Darstellung der Outfits aller Charaktere auswirken, teilte das Unternehmen auf Twitter mit.

Bereits im Juni hatte ein "Grafikfehler" in Fortnite Aufsehen erregt: Damals entdecken Spieler versteckte Hakenkreuze in der Spieleumgebung.

Die unrealistische und oftmals sexistische Darstellung von Frauen in Computerspielen wird seit einigen Jahren verstärkt thematisiert und kritisiert. Offenbar zeigen die anhaltenden Sexismus-Debatten – von der "Metoo"-Bewegung bis zu "Gamergate" – auch in der Games-Branche Wirkung. Dass ein exponiertes und erfolgreiches Unternehmen wie Epic Games umgehend auf Kritik reagiert und dabei in Kauf nimmt, andere Kunden zu verärgern, ist jedenfalls alles andere als selbstverständlich.

Fortnite verzeichnet mehr als 125 Millionen Nutzer. Das Spiel steht aufgrund seines Geschäftsmodells und seines Suchtpotenzials immer wieder in der Kritik. Gleichzeitig versprechen hohe Preisgelder eine aussichtsreiche Karriere für Profi-Gamer. Angeblich schicken manche Eltern ihre Kinder sogar schon zur "Fortnite-Nachhilfe". In den USA gibt es bereits eine Universität, die eSport-Stipendien an Fortnite-Talente vergibt.

(str)

Dieser Artikel erschien zuerst auf t-online.de.

Verwendete Quellen: "Spiegel Online" und "The Verge".

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