Digital

Google schmiss 48 Mitarbeiter wegen sexueller Belästigung raus – Druck kam von Oben

Als der Chef von Google das letzte Mal einen großen Auftritt in Deutschland hatte, gab er Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer Bühne im Saarland Ratschläge zum Thema Digitalisierung. Das war noch vor der Bundestagswahl, die Nachrichten mit denen sich Sundar Pichai jetzt rumschlagen muss, werfen aber ein ganz anderes Licht auf seinen HighTech-Konzern.

Am Donnerstag hat Pichai einen Brief an seine Mitarbeiter geschrieben. Er reagiert damit auf eine Enthüllungsgeschichte der New York Times, die zahlreichen Vorwürfen der sexuellen Belästigung bei Google nachging. Fälle seien dabei vertuscht worden und Schuldige wurden beim Verlassen des Unternehmens offenbar sogar noch vergütet. Darunter auch der bekannte Android-Erfinder Andy Rubin.

Und wie gesagt: Pichai reagiert jetzt auf die Negativschlagzeilen. Im Brief, über den CNBC berichtet, gibt er an, 48 Mitarbeiter in den vergangenen zwei Jahren entlassen zu haben, 13 davon in "Senior-Postionen oder höher". Diesmal gab es keine Vergütung.

Außerdem sollten sich Mitarbeiter in Zukunft mit neuen Tools und Meldeplattformen an die Unternehmensleitung wenden und Fälle melden können, schreibt Pichai. Zahlungen habe es entgegen des NYT-Berichts nicht gegeben.

Der CEO von Googles Mutterunternehmen Alphabet, Larry Page, hatte offenbar hinter den Kulissen Druck ausgeübt, die Sache endlich zu klären und auch Rubin zu entlassen.

(mbi)

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