Deutschlands wohl größtes Buletten-Ärgernis hat wohl ein Ende. 
Deutschlands wohl größtes Buletten-Ärgernis hat wohl ein Ende. Bild: imago

Keine Wut-Burger mehr – "Hans im Glück" und "Peter Pane" verbraten, äh, vertragen sich

07.11.2018, 12:11

Deutschlands Bürger können aufatmen – die zwei Edel-Burgerketten "Hans im Glück" und "Peter Pane" haben ihren jahrelangen Streit wie das Patty aufs Brötchen beigelegt. 

  • Beide Seiten erklärten am Mittwoch, sie hätten sich außergerichtlich geeinigt. Das Oberlandesgericht München wollte eigentlich am Donnerstag sein Urteil über die Berufungsklage des "Peter Pane"-Betreibers gegen "Hans im Glück" verbraten – äh, verkünden.
  • Worauf sich die Burgerketten geeinigt haben, bleibt deren Geheimnis: Beide Parteien hätten Stillschweigen vereinbart, hieß es. Die Verhandlungen seien "sehr kooperativ und auf Augenhöhe" geführt worden.

Darum ging es im Streit:

Hinter "Peter Pane" steht der norddeutsche Unternehmer Patrick Junge, Spross einer Lübecker Bäckerdynastie mit 170 Läden. Junge war ursprünglich Franchisenehmer von "Hans im Glück", bis das Münchner Unternehmen den Vertrag 2015 kündigte. Anschließend firmierte Junge seine damals zwölf Restaurants in "Peter Pane" um. Die beiden stritten um die Kündigung und auch um die Einrichtung der für Burger-Verhältnisse ziemlich teuren Schnellrestaurants. "Hans im Glück" dekoriert seine Läden mit Birkenstämmen. Gestritten wurde bei dem Münchner Prozess unter anderem darüber, ob "Peter Pane" die Rechte von "Hans im Glück" am Baumdekor verletzt hatte. In der ersten Instanz hatte Junge verloren.

Beide Ketten haben sich inzwischen weiter ausgebreitet:

Junges Unternehmen Paniceus hat die Zahl seiner Filialen mittlerweile von 12 auf 27 mehr als verdoppelt und ist mit einem ersten Lokal in Wien nach Österreich vorgestoßen. "Hans im Glück" hat seit der Trennung ebenfalls expandiert und betreibt nun 61 Restaurants. Beide Ketten wollen mit regionalen Produkten und Bioangeboten vor allem junge Gäste in den Städten gewinnen.

(pb/dpa)

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