Leben
Bild

Bild: foodwatch

Was ist die größte Lebensmittel-Lüge 2018? 5 Schummelprodukte stehen zur Auswahl

Etikettenschwindel bei Lebensmitteln scheint besonders beliebt zu sein. Der Verbraucher-Verein foodwatch hat fünf Produkte für den Negativpreis "Goldener Windbeutel" nominiert. Mit eurer Abstimmung soll die "dreisteste Werbelüge des Jahres" entlarvt werden.

Die Forderung der Verbraucherorganisation: 

"Mit der Wahl zum Goldenen Windbeutel für die dreisteste Werbelüge des Jahres ruft foodwatch Verbraucher auf, sich aktiv gegen die tagtägliche Täuschung zur Wehr zu setzen und gegen Etikettenschwindel zu protestieren."

Der Vorwurf:

"Im Moment darf die Industrie oft ganz legal und mit dem Segen des Gesetzgebers das Blaue vom Himmel versprechen: Überzuckerte Frühstücksflocken kommen als "Fitmacher" daher, unausgewogene Snacks werden als 'kindgerecht' beworben und Industrie-Standardware als 'Premium' vermarktet."

Welche Produkte zur Auswahl stehen, seht ihr hier im Überblick:

"Glacéau Smartwater" 

Bild

Bild: foodwatch

Das "Dampf-destillierte" Mineralwasser wird von Coca-Cola hergestellt. Doch wie funktioniert das genau? Foodwatch hat dafür eine einfache Erklärung: "Das Wasser wird verdampft und dann wieder aufgefangen, verloren gegangene Mineralstoffe werden künstlich wieder hinzugefügt." Fazit: Der Prozess sei völlig unnütz und eine teure Abzocke. Denn das Wasser kostet schlappe 1,65 Euro pro Liter.

"Bratöl Olive"

Bild

Bild: foodwatch

Bio-Hersteller Dennree setzt wohl doch nicht nur auf das gute Olivenöl. Der "reine Genuss" lässt einen bitteren Beigeschmack zurück. Foodwatch erklärt warum: "Dabei besteht das vermeintliche Olivenöl zur Hälfte aus weniger hochwertigem Sonnenblumenöl." Der Hersteller hat hierzu Stellung genommen und erklärt dem Verbraucherportal, dass ab 2019 auf dem Etikett das Olivenöl als auch das Sonnenblumenöl vermerkt sein soll.

"Erbseneintopf"

Bild

Bild: foodwatch

Auch bei der Edeka Eigenmarke "Gut & Günstig" findet sich eine eindeutige Schummelei. Auf der Konserve ist extra vermerkt, dass dieses Produkt auf Zusatzstoffe und Farbstoffe verzichtet. Doch hier ist nicht das drin, was draufsteht. Foodwatch guckt genauer hin: "Was erst die Zutatenliste im Kleingedruckten auf der Rückseite offenbart: Trotzdem sind ganze zehn Zusatzstoffe enthalten."

"Kids Tomato Ketchup"

Bild

Bild: foodwatch

Hersteller Heinz hat sich mit dieser Ketchup-Variante für Kinder keinen Gefallen getan. Die rote Soße kostet satte 40 Prozent mehr als die für Erwachsene. Dieser Ketchup soll aber genau der gleiche sei. Darüber hinaus bestehe mit dem Produkt noch ein Problem. Foodwatch: "Nach Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten gezuckerte Ketchups gar nicht an Kinder beworben werden.

"Corny Mich"

Bild

Bild: foodwatch

Das letzte Schummelprodukt stammt vom Hersteller Schwartau. Der Werbeslogan dazu lautet: "Ideal für den kleinen Snack mit Milch zwischendurch". Doch stimmt das? Die Verbraucherorganisation sagt: "Tatsächlich besteht das Produkt zur Hälfte aus Zucker und Fett."

Bis zum 2. Dezember könnt ihr hier abstimmen, wer den Negativpreis "Goldener Windbeutel" verdient hat. Übrigens: Im letzten Jahr hat ein zuckriger Baby-Keks von Alete gewonnen.

Umfrage

Welcher Hersteller hat am dreistesten gelogen?

  • Abstimmen

517

  • "Glacéau Smartwater" (Coca-Cola)38%
  • "Bratöl Olive" (Dennree)13%
  • "Erbseneintopf" (Edeka)10%
  • "Kids Tomato Ketchup" (Heinz)26%
  • "Corny Milch" (Schwartau)12%

Augenblicke – Bilder aus aller Welt

Diese Fotos zeigen nicht, was du jetzt denkst

abspielen

Video: watson/Elisabeth Kochan, Johanna Rummel

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Hochfunktionale Depression: Wenn niemand merkt, wie krank du wirklich bist

Liliana Kröger (Name von der Redaktion geändert), 34, leidet an einer sogenannten atypischen Depression: Obwohl sie erfolgreich im Beruf ist und ihren Alltag gut bewältigt, ist sie depressiv. Ihre Form der Depression wird manchmal auch "hochfunktionale Depression" genannt. Lilianas Leiden wurde jahrelang nicht diagnostiziert – unter anderem auch, weil sie sich nicht zum Arzt traute, da sie sich nicht "krank genug" fühlte. So empfindet ein Mensch, der nach außen hin seinen Alltag meistert – und tr

Heute morgen wache ich auf und es ist schon hell, aber die Sonne scheint nicht. Zumindest fühlt es sich so an.

Ich drücke den Snooze-Button auf meinem Wecker, nur noch zehn Minuten. Ich fühlte mich wie gerädert, frage mich, wie ich aus dem Bett kommen soll. Die letzte Nacht habe ich wieder schlecht geschlafen, im Traum ist die Welt untergegangen. Das träume ich häufig, wenn es mir nicht gut geht.

Ich quäle mich aus dem Bett, ziehe mich an, lese die Nachricht einer Freundin, die mich heute Abend …

Artikel lesen
Link zum Artikel