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Die 5 Phasen des Frühaufstehens, die jeder Morgenmuffel in- und auswendig kennt

28.05.2018, 07:01
pascal scherrer

Frühaufstehen. Wir alle kennen es, die wenigsten von uns mögen es. Wenn früh morgens der Wecker seine bezaubernde Melodie zum Besten gibt, beginnt für viele ein Kampf, der sich im Wesentlichen in fünf Phasen aufteilen lässt:

Phase 1: Leugnen

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Früh am Morgen. Der Wecker aka Smartphone klingelt. Und die erste Reaktion so:

Was war das für ein Geräusch?

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Blindlings haut man mit den Händen nach dem Wecker, in der Hoffnung, dass er aufhört, diesen grässlichen Lärm von sich zu geben. Jetzt schon aufstehen?! Das kann nur ein unglaublich doofer, kosmischer Irrtum sein!

Oder vielleicht geht auch die Uhr des Smartphones falsch. Diese neuen Betriebssysteme sind doch sowieso total fehlerhaft! Die Programmierer haben sich sicher einen Scherz erlaubt und die Smartphone-Uhr verstellt. Weil die ja sonst nichts zu tun haben.

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Und die Programmiererin im Silicon Valley lacht sich kaputt.
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Vielleicht waren es sogar die Illuminati! Die stecken doch hinter allem. Und die Moral der gemeinen Bevölkerung zu unterwandern, indem sie deren Weckzeiten manipulieren, ist nur einer ihrer vielen, ausgeklügelten Pläne, um die Weltherrschaft an sich zu reißen!

Phase 2: Zorn

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Hinfort mit dir, du teuflisches Gerät!
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Der Wecker klingelt ein zweites Mal. Spätestens jetzt bereut man, dass man sich am Vorabend in einem Anfall von guten Vorsätzen vorgenommen hat, so früh aufzustehen.

Und du so zu dir selbst:

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Alternativ gibt man auch gerne seinem Arbeitgeber Schuld, der die Arbeitszeiten ja garantiert so früh angesetzt hat, um seine Arbeiter zu schikanieren.

Unbändiger Hass, der sich seinen Weg nach draußen sucht, beginnt sich im Hirn zu manifestieren. Doch der Körper ist noch in einem zu schlaffen Zustand, um dieser angestauten, unbändigen Wut Ausdruck zu verleihen. Also bleibt nichts anderes übrig, als mühsam die verkrusteten Augenlider zu öffnen und dem Wecker einen hasserfüllten Blick entgegen zu schleudern.

Ungefähr so. Aber liegend. Und ohne Superman-Anzug.

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Phase 3: Verhandeln

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"Nur noch fünf Minuten!", bettelt man irgendjemanden an. Sich selbst, das Smartphone, die Zeitgötter. Danach steht man bestimmt auf. Garantiert. Wirklich.

Und die Zeitgötter so:

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Also fängt man an, um Minuten, ja Sekunden, zu feilschen.

  • "Wenn ich auf dem Weg etwas schneller gehe, kann ich noch 50 Sekunden länger liegenbleiben."
  • "Wenn ich nur ein Müsli statt Brot esse, kann ich sogar fünf Minuten länger liegenbleiben!"
  • "Wenn ich das Frühstück weglasse, kann ich noch ganze 20 Minuten schlafen. 20 Minuten!"
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Schließlich fängt man an, ausgeklügelte Pläne, ja ganze Lebensentwürfe zu schmieden:

  • "Oder ich schlafe einfach weiter. Ich könnte ja sagen, ich hätte verschlafen."
  • "Oder ich geh gleich gar nicht mehr arbeiten."

Phase 4: Depression

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Minuten später, nachdem die Schlummern-Taste des Weckers bereits ganz abgegriffen ist, liegt man noch immer im Bett. Langsam fällt man in ein tiefes, kuschelig-warmes Loch aus Depression und Selbstzweifeln:

  • "Wieso bin ich nur so schlecht im Aufstehen?"
  • "Warum bin ich gestern nicht früher ins Bett gegangen?"
  • "Weshalb kann heute nicht Samstag sein?"
  • "Wieso habe ich den Wecker so früh gestellt, wenn ich dann doch noch eine halbe Stunde rumliege?"
  • "Warum habe ich mir nicht einen Arbeitsplatz gesucht, der näher an meiner Wohnung liegt?"
  • "Weshalb bin ich nicht reich? Dann könnte ich den ganzen Tag schlafen!"
  • "Und wieso gibt es noch immer keine Zeitmaschinen? Dann könnte ich einfach weiterschlafen. Ich würde in einem flauschigen Bett zurück in der Zeit reisen, bis ich schließlich genug geschlafen hätte. Und wenn ich bis zu den Dinosauriern zurück müsste!"

Phase 5: Akzeptanz

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"Na gut. Dann steh ich eben auf. 🙄"

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