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RTL hat sich verkalkuliert: Warum schon vor dem "Bachelor"-Finale überall stand, wer siegt

Auf der Suche nach der richtigen Frau hat TV-Bachelor Andrej wochenlang vor laufender Kamera alles gegeben. Er hat gedatet, er hat geflirtet, er hat geknutscht. Von den mehr als 20 Frauen schafften es zwei ins Finale der RTL-Show am Mittwoch.

Welche würde nur die letzte Rose bekommen? Eva, 26, Flugbegleiterin oder Jennifer, 25, Sport- und Gesundheitsmanagerin?

Unfassbar, diese Spannung. Oder? Nein, ganz und gar nicht. Spannung: Fehlanzeige.

Denn RTL hatte sich in diesem Jahr entschieden, das Staffelfinale vorab auf seinem eigenen Streaming-Dienst TV NOW zu veröffentlichen. So ist der Sender auch schon bei allen regulären "Bachelor"-Folgen verfahren, die finale Episode wurde pünktlich am Dienstagabend um 20.15 Uhr freigeschaltet. Natürlich nur für zahlende Kunden.

RTL hat sich verkalkuliert

Gegenüber dem Portal Quotenmeter.de hatte eine RTL-Sprecherin noch die Hoffnung geäußert, dass andere Medien die Zuschauer nicht spoilern werden – es wäre "schlicht unfair denen gegenüber", die das Finale im TV bei RTL gucken wollen. Äh ja... Da ist die Rechnung wohl nicht aufgegangen.

Das Ergebnis der genialen RTL-Idee: Noch bevor das Finale überhaupt begonnen hatte, war längst in zahlreichen Medien nachzulesen, wer am Ende siegen würde. Teilweise muss man dafür nicht einmal Texte anklicken, sondern die spoilerhaltige Info fliegt einem schon direkt in der Überschrift beim Googlen entgegen. Ob sich daher tatsächlich viele Leute extra für das Vorab-Bachelorfinale einen TV-Now-Account geholt haben, ist zumindest fraglich. Und der Event-Charakter des Finales ist dank der Vorab-Spoiler natürlich auch flöten gegangen.

Sollen wir jetzt auch noch verraten, wer das "Bachelor"-Finale gewonnen hat?

Na gut. Jetzt ist es ja auch offiziell raus.

Gewonnen hat: Jennifer.

(hau)

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