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"Müssen wach werden" – Kevin-Prince Boateng über Rassismus in Deutschland

Kevin-Prince Boateng ist von den Vorkommnissen in Chemnitz geschockt.

"Dass so etwas zugelassen wird und dass es immer mehr wird, ist alarmierend! Wir müssen ganz schnell wach werden, wir müssen dagegen was machen", sagte der 31-Jährige der Bild-Zeitung: 

"Du kannst denen doch nicht diese Bühne geben. 2500 Leute mit Hitlergruß durch Chemnitz, diese Bilder und Videos gehen in die Welt."

Anfang September war es in Chemnitz zu fremdenfeindlichen Übergriffen gekommen:

"Die nutzen eine ganze Stadt schamlos als Projektionsfläche für ihre Umtriebe aus, aber da musst du zumachen, das darfst du nicht einfach so akzeptieren", sagte der ehemalige ghanaische Nationalspieler, der 2013 zum Thema Rassismus und Sport im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen gesprochen hatte: "Das, was die machen, ist ja gegen das Gesetz, da müssen die eben eine Strafe bekommen – ganz einfach."

Boateng macht sich seit Jahren stark gegen Rassismus

Der Profi des italienischen Erstligisten US Sassuolo erklärte schon im Jahr 2013 in einer Ansprache vor den Vereinten Nationen: "Es gab Zeiten, da habe ich mich vor diesem Thema gedrückt. Aber das war ein Fehler. Zu glauben, man könnte den Rassismus besiegen, indem man ihn ignoriert, ist der größte Fehler, den wir machen können". Und weiter sagte er: "Wenn wir nicht versuchen, diesen Sumpf trockenzulegen, können viele von den jungen Leuten, die heute noch gesund sind, von einer der gefährlichsten Krankheiten unserer Zeit befallen werden."

Der gebürtige Berliner wurde damals von der UN eingeladen, weil er zuvor als Profi des AC Mailand mitten in einem Testspiel sein Trikot ausgezogen und den Platz wegen rassistischer Beschimpfungen verlassen hatte. Seine Mitspieler folgten ihm und die Bilder gingen durch die Welt.  

(as/sid)

Ein deutsches Kreisliga-Team hatte das erst am Wochenende genau so gemacht: 

Der Sporttag – was noch wichtig ist:

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