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Not amused: Uli Hoeneß schießt gegen die Konkurrenz. Bild: imago/Nordphoto

"Sollte seinen Sportdirektor austauschen" – darum schießt Hoeneß gegen PSG

03.09.18, 08:31

Uli Hoeneß' "Abteilung Attacke" ist aus dem Sommerurlaub zurück. Aktuelles Opfer des Präsidenten von Rekordmeister Bayern München: Paris Saint-Germains Sportdirektor Antero Henrique.

Im Gespräch mit dem "kicker" sagte Hoeneß:

"Ich würde Paris Saint-Germain raten, seinen Sportdirektor auszutauschen. Dieser Mann ist kein Aushängeschild für diesen Verein. Wenn PSG ein Weltclub sein will, kann sich der Verein einen solchen Sportdirektor nicht leisten."

Doch warum die Aufregung bei Uli Hoeneß?

Scheinbar hat ihm die Verhandlungstaktik Antero Henriques nicht gefallen. Der Portugiese wollte Bayerns Abwehrchef Jerome Boateng und den Mittelfeldspieler Renato Sanches zum französischen Meister locken.

Boateng habe sich sogar bereits mit PSG-Trainer Thomas Tuchel auf einen Wechsel geeinigt, die beiden Vereine seien sich jedoch nicht bei der Ablösesumme einig geworden. Paris habe 38 Millionen Euro für den deutschen Nationalspieler geboten, Bayern habe jedoch rund 10 Millionen Euro mehr gefordert.

Doha, Katar, 05.01.2018, FC Bayern Muenchen Winter Trainingslager 2018 Jerome Boateng (FCB) im Interview ( DeFodi507 *** Doha Qatar 05 01 2018 Bayern Munich winter training camp 2018 Jerome Boateng FCB in the interview DeFodi507

Durfte München nicht verlassen: Jerome Boateng Bild: imago sportfotodienst

"Wir haben diese Ablösefordeurng in dieser Höhe gestellt, weil wir Jerome nicht abgeben wollten und davon ausgingen, dass Paris diesen Betrag nicht zahlen würde", erklärte Hoeneß. Die Taktik ging auf. 

Wo liegt nun also das Problem?

In Renato Sanches.

Urplötzlich habe nämlich PSG Interesse am portugiesischen Jungspund angemeldet. Die beiden Vereine seien sich sogar in den Ablösemodalitäten einig geworden, bevor die Pariser dann doch von einer Verpflichtung des bei den Bayern in Ungnade gefallenen Offensivtalents absahen. 

Wie die "Welt" berichtet, habe Henrique darüber hinaus von Bayern gesetzte Fristen verstreichen lassen, obwohl die Münchner sich mit einem Angebot zufrieden gegeben haben, dass sie als sowieso "nicht marktgerecht" angesehen haben. Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatte am Wochenende gemahnt, dass man "solche Sachen" nicht mit dem FCB "machen kann". 

Profitiert der DFB von Boatengs geplatztem Wechsel?

Kurios: Während sich die Münchner darüber aufregen, dass ein Verein mit Weltclubambitionen wie PSG ihren Transferflop Renato Sanches nicht mit Kusshand und für eine üppige Ablösesumme verpflichtet, kriegten die Bayern mit Außenverteidiger Juan Bernat doch noch einen Bankdrücker bei den Franzosen unter. Warum Hoeneß sich nicht darüber aufregt, bleibt wohl sein Geheimnis.

(ds)

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