Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Bremens Fans zuenden am Anfang der zweiten Halbzeit Pyrotechnik im eigenen Block. SC Weiche Flensburg 08 vs Werder Bremen, Fussball, DFB-Pokal 2. Runde, 31.10.18 Luebeck Schleswig-Holstein Germany Stadion Lohmuehle *** Bremens fans close at the beginning of the second half Pyrotechnics in their own block SC Weiche Flensburg 08 vs Werder Bremen Soccer DFB Pokal 2 Round 31 10 18 Luebeck Schleswig Holstein Germany Stadium Lohmuehle Copyright: xAgentur54Gradx/xFelixxKoenigx

DFB-Pokal, 2. Runde: Werder-Fans zündeln in Lübeck beim Spiel gegen Weiche Flensburg. Bild: imago sportfotodienst

Kalte Pyro – Ein Kompromiss im Konflikt zwischen Fans und Verbänden?

Pyrotechnik in Deutschlands Fußballstadien: Spieltag für Spieltag ein Reizthema. Für die einen gehört Pyro zum Fußball und zur Fankultur dazu. Die anderen sehen ihre Gesundheit gefährdet, sind genervt vom Qualm und Rauch.

Bengalos sind im Stadion illegal. Der DFB bestraft Fackeln, Blinker und Rauchtöpfe in der Fankurve, zahlen müssen am Ende die Clubs.

Kompromiss "kalte Pyro"?

Ein möglicher Kompromiss kommt aus Dänemark: "Kalte Pyro". Der dänische Pyrotechniker Tommy Cordsen hat sie erfunden.

Vor knapp zwei Jahren hatte der dänische Spitzenclub Bröndby IF beschlossen, gemeinsam mit Fans eine Lösung zu finden – statt sich immer nur gegenseitig die Schuld in die Schuhe zu schieben.

Bereits 2016 begann das Projekt:

Fanbeauftragte von Werder Bremen, Schalke 04 und St. Pauli haben sich laut "ARD-Radio-Recherche-Sport" jetzt bei einem Treffen im schwedischen Stockholm über die "kalte Pyrotechnik" informiert. 

Auch ein DFL-Vertreter sei dabei gewesen. Tausend dieser neuen Fackeln sollen noch im Dezember bei einem Pflichtspiel in Dänemarks höchster Spielklasse "Superligaen" getestet werden. ("butenunbinnen.de")

"Kalte Pyro" – das Stadionfeuerwerk der Zukunft?

Sven Langner, einer der Fanbeauftragten vom FC St. Pauli, der beim Treffen in Stockholm dabei war, zeigte sich gegenüber "butenunbinnen.de" zuversichtlich: "Alle waren sehr positiv überrascht und durchaus auch zuversichtlich, dass das vielleicht was für die Zukunft sein kann."

Bild

2005: Im Mailänder Derby zwischen AC und Inter artete das Zünden von Pyros damals derart aus, dass es zum Spielabbruch kam. Juan Veron, Marco Materazzi und Rui Costa schauen den Flammen zu. bild: imago

Die "kalten" Pyrofackeln von Tommy Cordsen sind aber trotzdem noch heiß: Sie brennen bei 230 Grad Celsius ab. Dennoch sind sie damit viel weniger heiß als herkömmliche Bengalos, die bis zu 2.000 Grad entwickeln können. Ein weiterer Pluspunkt gegenüber Bengalos: Sind entwickeln kaum Rauch und sind löschbar mit Wasser.

Was sagen Polizei und DFB?

Auch "kalte Pyrotechnik" sei mit erheblichen Unfallrisiken bei großen Menschenansammlungen verbunden. Aus Sicht der Polizei dürfe sie also in Stadien nicht verwendet werden.

Unsere Redakteurin findet: Pyros raus aus den Stadien!

Der DFB will nichts dazu sagen, teilte dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) schriftlich mit: "Der DFB hat seine Position zum Thema Pyrotechnik bereits mehrfach dargestellt, wir bitten daher um Verständnis, dass wir uns aktuell dazu nicht äußern." (NDR)

Je kälter die Fackel desto kleiner der Reiz?

Die großen Fragen aber, die bleiben: Ist Pyrotechnik überhaupt noch reizvoll, wenn sie erlaubt ist? Kann "kalte Pyro" die Kompromisslösung im Konflikt zwischen Fans und Verbänden sein? Denn das Abbrennen von Pyrotechnik ist immer auch ein Mittel der Provokation und des Protests... Und die wohl wichtigste Frage: Wird der DFB sich überhaupt dazu hinreißen lassen, auf die Fans zuzugehen? Denn nur wenn der DFB mitspielt, könnte es bald legale Pyrotechnik in den Stadien geben. 

(as)

Die 7 lustigsten Protest-Banner für den Erhalt von 50+1

"Was kostet die Welt, Digger!"

abspielen

Video: watson/Marius Notter, Lia Haubner

Was im Sport gerade noch alles wichtig ist:

"Habe bei der WM nie simuliert" – Neymar spricht über Schwalben und Drogen-Gerüchte

Link zum Artikel

Italien schwärmt von diesem Kicker – die Boulevardpresse von seiner Mutter

Link zum Artikel

Pogbas Schatten – und 3 weitere Gründe, warum ManUnited gegen PSG keinen Stich hatte

Link zum Artikel

Das sind die 20 europäischen Clubs mit den höchsten Schulden – Schalke ist dabei

Link zum Artikel

2:2 per Elfer, statt 3:1 nach Konter – VAR-Extremfall in den Niederlanden

Link zum Artikel

Bürki schlägt nach CL-Pleite Alarm – diese Probleme muss der BVB lösen

Link zum Artikel

Tennis-Borussia-Fans suchen vorübergehend neuen Club – per Kontaktanzeige

Link zum Artikel

Lisicki will das Insekt sanft entfernen – und das Ballkind so: "STIRB!"

Link zum Artikel

Sandro Wagner geht nach Tianjin: Seine besten Sprüche – auf Chinesisch

Link zum Artikel

Diese brasilianische Mutter kommentiert Fußballspiele für ihren blinden Sohn

Link zum Artikel

So sah die Bundesliga aus, als Thomas Doll zuletzt Bundesliga-Trainer war

Link zum Artikel

Erst Super-Bowl-Sieg, dann Star in Police Academy: Die Geschichte von Bubba Smith

Link zum Artikel

Norwichs Psychospiel mit der rosa Gästekabine – und Sheffields smarter Konter 

Link zum Artikel

Farid Bang disst Mario Götze – und macht dann mit Götze-Wette ordentlich Geld

Link zum Artikel

Wie ein Fußballclub auf einen Schlag viele Fans vergraulte – die Farce um TeBe Berlin 

Link zum Artikel

Unfassbarer 100-Meter-Sprint: Dieser Siebenjährige ist eine kleine Maschine

Link zum Artikel

Freiburg-Fans gedenken Holocaust-Opfern – aber fordern auf Bannern noch mehr

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Bauern" – Esther Sedlaczeks Versprecher amüsiert die Zuschauer

Ein Freudscher Versprecher ist wahrscheinlich jedem schon einmal passiert: Man redet und redet und, ehe man sich versieht, kommt unwillkürlich das zum Vorschein, was man EIGENTLICH meint. 

Am Mittwochabend passierte Sky-Moderatorin Esther Sedlaczek ein solcher Lapsus Linguae. Jedenfalls ist das unsere Ferndiagnose.

Warum? Sedlaczek moderierte das DFB-Pokal-Spiel des FC Bayern gegen Hertha BSC an – und dann trat bei Hertha-Fan (!) Sedlaczek das Unterbewusste zutage:

Am Ende war auf Berliner …

Artikel lesen
Link zum Artikel