Früher Bad Boy, heute Barca.
Früher Bad Boy, heute Barca.
bild: imago/Norbert Schmidt

Diese 7 Videos zeigen, dass Kevin-Prince Boateng Barca verzaubern wird

22.01.2019, 12:3822.01.2019, 13:44

Kevin-Prince Boateng ist ein großartiger Kicker: Führungsperson, flexibel von der "Sechs" bis zur "Neun" einsetzbar, fußballerisch mitunter genial. Er hat mit den größten Spielern in den größten Ligen Europas zusammengespielt und Titel gewonnen. Auch zwei WM-Teilnahmen mit Ghana stehen für den Käfigtiger aus dem Wedding zu Buche. Nun also Barca.

Der Deal:
Der FC Barcelona leiht Kevin-Prince Boateng bis zum Saisonende für zwei Millionen Euro von der US Sassuolo aus. Im Sommer haben die Katalanen die Option, den 31-Jährigen für acht Millionen Euro fest zu verpflichten.
"Ich will alles geben und versuchen, dem Club zu helfen."
dpa

Vielleicht ist der 25-malige spanische Meister mit Stars wie Messi und Co eine klitzekleine Nummer zu groß für den gebürtigen Berliner. Eigentlich ist er selbst der Star und Mitreißer, zu dem andere aufschauen. Das war in Sassuolo, Frankfurt, Las Palmas und auf Schalke so. Aber, ganz ehrlich: Als Spieler für die Breite kann so ein erfahrener Spieler wie Kevin-Prince Boateng dem spanischen Tabellenführer helfen. Die Offensive von Barcelona ist zwar überragend, aber bei Verletzungen doch ziemlich dünn besetzt. Die Katalanen werden ihren Spaß an Boateng haben. Auf und neben dem Platz.

Er hat schier unbändigen Siegeswillen...

2011 lag Milan gegen die US Lecce zur Pause 0:3 hinten. Dann kam Boateng. Er half, den Rückstand noch in einen 4:3-Sieg zu verwandeln, schoss einen Hattrick. Der Fernseh-Kommentator und passionierte Milan-Fan Tiziano Crudeli rastete völlig aus:

"Boa! Boa! Teng! Teng! Teng!"

Wer so schön gegen Barca trifft, kann's auch umgekehrt...

Nach der Bekanntgabe des Transfers hat der FC Barcelona seinem Neuzugang unter anderem mit diesem Tweet gehuldigt: "Du hast uns weh getan, jetzt wirst du uns helfen!" Boatengs Bilanz gegen seinen neuen Club ist zwar eher mau (acht Spiele, fünf Niederlagen, ein Sieg, zwei Remis), aber seine beiden Tore gegen die Katalanen in der Champions League zeugen von großer fußballerischer Qualität:

Vom Wedding in die Welt: KPBs Karrierestationen
- 2005-2007 Hertha BSC
- 2007-2008 Tottenham Hotspur
- 2009 Borussia Dortmund
- 2009-2010 FC Portsmouth
- 2010-2013 AC Mailand
- 2013-2015 Schalke 04
- 2016 AC Mailand
- 2016-2017 Las Palmas
- 2017-2018 Eintracht Frankfurt
- 2018 US Sassuolo
- seit Januar 2019 FC Barcelona

Er kann singen...

Der Junge ist einfach talentiert...

...wir warten auf eine Gesangseinlage im Camp Nou...

Tanzen kann er auch...

Bei der Meisterfeier von Milan im Jahr 2011 legte Kevin-Prince im San Siro eine Michael-Jackson-Tanz-Performance hin. Moonwalk vorwärts, Moonwalk rückwärts, alles dabei. So betonhart er manchmal auf dem Platz agiert – Kevin kann's auch ganz geschmeidig. In Katalonien freuen sie sich schon jetzt auf eine Fortsetzung, denn Barcelona hat recht gute Chancen, Meister zu werden.

Und rappen...

Für alle, die es noch nicht wussten: Kevin-Prince Boateng kann auch rappen. Unter dem Künstlernamen "Prin$$" hat er den Track "King" veröffentlicht. Das dazugehörige Video ist purer Protz: Boateng in Luxusklamotten, Boateng auf einer Luxuskarre, Boateng dekadent im Luxuspool – eben wie ein echter "King". Solange er nicht zu "königlich" wird, darf er sicher auch in Barcelona weiter rappen...

Er kann Feuer entfachen...

Nach dem DFB-Pokalsieg von Eintracht Frankfurt in der vergangenen Saison war "Mainhattan" in Ekstase. Und Boateng? Der war bei der Party auf dem Frankfurter Rathausbalkon ganz vorne mit dabei und fackelte sich mit einem Bengalo tief in die Herzen der Fans.

Er zeigt Haltung...

Boateng steht für gesellschaftliches Engagement gegen Rassismus. Immer wieder setzt er Statements gegen Diffamierungen. So auch im Jahr 2013 während eines Freundschaftsspiels: Beim Viertligisten Pro Patria wurde der damalige Milan-Profi von Zuschauern rassistisch beleidigt, drosch den Ball auf die Tribüne, zog sein Trikot aus und verließ den Platz. 

Seine Teamkollegen folgten ihm.

2013 folgte er einer Einladung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen, um in Genf an einer Veranstaltung zum Thema Rassismus und Sport teilzunehmen.

Gegenüber CNN sagte er, dass er selbst in einem Champions-League-Finale den Platz verlassen würde, sollter er rassistisch beleidigt werden:

Haben wir ein Video vergessen? Dann schreibt uns einen Kommentar!

(as)

Noch härter als Boateng ist unser Reporter Marius: 

Video: watson/marius notter, katharina kücke

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