Selbst Karim Benzema dürfte das amüsieren. 
Selbst Karim Benzema dürfte das amüsieren. 
Bild: imago sportfotodienst

Bale, Godin und Benzema – so fantasievoll wurde beim Ballon d'Or gewählt

04.12.2018, 12:2804.12.2018, 12:42

Luka Modric war im Jahr 2018 der beste Spieler der Welt. Das wurde am Montagabend bei der Wahl des Ballon d'Or entschieden. Der kroatische Mittelfeld-Star siegte mit 753 Punkten souverän vor Cristiano Ronaldo (476 Punkte) und Weltmeister Antoine Griezmann (414 Punkte). Kylian Mbappé wurde Vierter (347 Punkte), Lionel Messi (280 Punkte) erreichte Platz fünf vor Mohamed Salah (188 Punkte).

Während beim Weltfußballer-Award der Fifa auch Spieler und Trainer mitentscheiden durften, wählten beim Ballon d'Or nur Sportjournalisten aus der ganzen Welt den besten Spieler des Jahres. 

Die Wahl ist schwer, denn unter den letzten 30 Spielern dieser Liste gehört jeder zur Elite des Weltfußballs. Ein Großteil der Journalisten wählte die gleichen Spieler, so erhielt der Zehntplatzierte Harry Kane lediglich 25 Punkte. Doch so mancher Fußballliebhaber auf dieser Welt wünschte sich völlige Außenseiter zum Weltfußballer – und erhielt dafür natürlich hämische Kommentare der Fans

"Es macht keinen Sinn..."

"Ich kann meinen Augen nicht trauen, welche Eltern haben diesen Mann großgezogen?", schrieb ein Twitter-User und postete dazu ein Foto der Wahl des Journalisten aus der Zentralafrikanische Republik. Der hatte Karim Benzema auf Platz 1 gewählt – und offenbar vergessen, dass Frankreich ohne ihn Weltmeister geworden war. Für Real Madrid schoss er lediglich 10 Tore – in der Champions League und spanischen Liga zusammen.

Die Wahl des zentralafrikanischen Vertreters von Mario Mandzukic als fünftbesten Spieler der Welt macht dagegen fast schon Sinn, auch wenn der große Anteil an WM-Finalteilnehmern nicht jedem Fan gefiel:

"Schauen sich diese Journalisten nur das Finale der WM an und stimmen dann ab. Es macht keinen Sinn..."
Twitter-User @thomasjoseph379

Der Journalist des Inselstaats St. Kitts und Nevis in der Karibik wählte gleich eine kreative Top 5: Neymar, Sergio Ramos, Luis Suarez, Alisson Becker und Sergio Agüero. Klar, die fünf Spieler gehören zu den besten Spieler der Welt, aber zum Weltfußballer hätte sich der spanische Nationalmannschaftskapitän Sergio Ramos nach dem WM-Aus im Achtelfinale gegen Russland nicht mal selbst gewählt.

Bei der FIFA-Wahl vor einigen Monaten hatte sich Ramos übrigens noch für Modric, Ronaldo und Messi ausgesprochen...

Godin, Bale und Courtois?!

"We need to talk", twitterte die englische Sportseite "Sport Witness", die die Ergebnisse ins Internet gestellt hatte. Darunter posteten sie auch die Wahl des Vertreters aus Kirgisistan, der den besten WM-Torhüter Thibaut Courtois am liebsten auch zum besten Spieler der Welt gekürt hätte. 

Der Verteter aus dem Nepal wählte den uruguayischen Atlético-Verteidiger Diego Godin in seine Top 5. Im Togo und Lichtenstein wählten die Vertreter Gareth Bale auf Platz 4. 

"Der Journalist aus Sri Lanka sollte mit sofortiger Wirkung entlassen werden", twitterte ein anderer User. Der Kollege wählte in seine Top 5 der weltbesten Spieler wie folgt: Eden Hazard, Roberto Firmino, Paul Pogba, Cristiano Ronaldo und Harry Kane. 

"Einige Journalisten einiger Länder haben in diesem Jahr wahrscheinlich noch kein Spiel gesehen."
Twitter-User @pietro_besana 

Was bei all der Häme aber auch mal betont werden muss: So originell so manche Wahl auch war, einen deutschen Spieler hatte auf der ganzen Welt wirklich niemand auf dem Zettel. Die waren nicht in der Top-30 gelandet und das wäre dann auch wirklich zu abwegig gewesen. 

(bn)

Das war noch unnötiger:

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