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"Das war schon fast arrogant von mir" – die 4 wichtigsten Aussagen von Jogi Löw

29.08.2018, 14:2929.08.2018, 14:43
Dominik Sliskovic
Dominik Sliskovic
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Mittwochmittag war es endlich soweit: Joachim Löw hat sich erstmals seit dem WM-Vorrundenaus der Öffentlichkeit gestellt und seine Analyse, wie es zum schlechtesten Abschneiden einer deutschen Mannschaft in der WM-Geschichte präsentiert.

Dazu gab der Nationaltrainer den Kader bekannt, der gegen Weltmeister Frankreich (6. September) und Peru (9. September) eine neue Ära einläuten soll.

Das sind die vier wichtigsten Aussagen der PK:

"Ich habe Sami erklärt, dass ich Platz für Neuerungen schaffen muss"

Jogi Löw beruft für die Partie in der Nations League gegen Weltmeister Frankreich und das Freundschaftsspiel gegen Peru drei Debütanten in den DFB-Kader: Die beiden Verteidiger Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain) und Nico Schulz (TSG Hoffenheim) sowie Mittelfeldakteur Kai Havertz (Bayer Leverkusen).

Verzichten wird der Bundestrainer auf Sami Khedira: "Ich habe ein längeres Gespräch mit Sami geführt. Ich habe ihm erklärt, dass ich Platz für Neuerungen schaffen muss." Imponiert hat Löw, dass Khedira ihm klar machte, dass "man aus der Nationalmannschaft nicht zurücktritt". Sollte Khedira in Zukunft mit Leistung überzeugen, stehe einer Rückkehr in die Nationalmannschaft nichts im Weg, so Löw.

Auch abseits des Kaders gibt es Personalentscheidungen: Jogi Löws bisheriger Assistent Thomas Schneider wechselt als Leiter in die Scoutingabteilung, Mannschaftsarzt Müller-Wohlfahrt steht dem DFB altersbedingt nicht mehr zur Verfügung.

"Mein allergrößter Fehler"

Löw zeigte sich äußerst selbstkritisch. Als seinen "allergrößten Fehler" sah der Bundestrainer, dass er am "dominanten Ballbesitzfußball" festhielt. 

"Das war schon fast arrogant von mir", so Löw. Die Rahmenbedingungen für seine bevorzugte Spielart hätten bei der WM nicht gestimmt, er wollte sie aber nichtsdestotrotz weiter perfektionieren. "Ich habe gedacht: Wir müssen nur durch die Vorrunde kommen."

Löw und Bierhoff zeigten sich selbstkritisch
Löw und Bierhoff zeigten sich selbstkritisch
Bild: imago sportfotodienst

Löw habe in seiner Analyse des "Debakels" erkannt, dass die Nationalmannschaft in Zukunft ihre Spielweise adaptieren und flexibler auftreten müsse. 

Teammanager Bierhoff stimmt Coach Löw in seiner Einschätzung zu: "Wir haben die WM als Selbstläufer gesehen. Wir sind zu selbstgefällig aufgetreten."

"Ich habe Özil bis heute nicht erreicht"

Jogi Löw sprach von sich aus auch die Personalie Mesut Özil an: "Sein Berater hat mich am Sonntag angerufen und mir gesagt, dass er gleich den dritten Tweet absetzt und zurücktritt." Mesut Özil habe den Bundestrainer aber nicht persönlich angerufen.

"Bis heute hat Mesut nicht mit mir gesprochen, obwohl ich mehrfach versucht habe, ihn zu erreichen. Mir ist es nicht gelungen, ihn ans Telefon zu bekommen. Er hat sich bewusst für diesen Weg entschieden."

Özil und Löw sprachen laut Bundestrainer nicht mehr miteinander.
Özil und Löw sprachen laut Bundestrainer nicht mehr miteinander.
Bild: GES-Sportfoto

Auch Bierhoff hatte etwas zur Causa Özil zu sagen: "Er hat uns bereichert und dazu beigetragen, dass wir 2014 Weltmeister geworden sind." Die Affäre um das Erdogan-Foto sei "unterschätzt und falsch eingeschätzt" worden.

"Ich habe mich mit unglaublich vielen Menschen unterhalten seitdem, und habe es in meinen 30 Jahren im Profifußball nie erlebt, dass die Meinungen so weit auseinandergehen."

"Liverpool konnte an einem Tag Manchester City schlagen. Zu dieser Flexibilität müssen wir auch finden"

Obwohl Löw drei Neue zu den kommenden Nationalspielen berufen hat, kann von Umbruch keine Rede sein. Der Bundestrainer hält weiter an Etablierten wie Neuer, Hummels und Kroos fest. Für ihn zähle die richtige Mischung aus Erfahrenen und jungen Hungrigen, so Löw.

"Kimmich, Süle, Goretzka, Draxler, Brandt, Werner und Sané sind Spieler, die länger in der Nationalmannschaft spielen werden", erklärt Löw. Diese Spieler würden in Führungsrollen reinwachsen und so weiteren jungen Spielern wie Serge Gnabry bei der Integration in die Nationalmannschaft helfen.

Sportlich will sich Löw Jürgen Klopps Liverpool als Beispiel nehmen: "Mit ihrer Ausgewogenheit und ihrer Flexibilität konnten sie an einem Tag Manchester City schlagen, die mit über 15 Punkten Vorsprung englischer Meister werden. Zu dieser Flexibilität müssen wir auch finden." 

Diese Flexibilität habe der Mannschaft aufgrund seiner taktischen Ausrichtung in den WM-Partien gegen Mexiko und Südkorea gefehlt, so Löw.

Die ganze Pressekonferenz könnt ihr hier im Ticker nachlesen:

Liveticker: Neuanfang Nationalmannschaft: Jogi Löws WM-Analyse

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Das war es!
Die zweistündige Pressekonferenz ist vorbei. Hier lest ihr nochmal alle Aussagen:
Löw nennt Säulen der Zukunft
"Kimmich, Süle, Goretzka, Draxler, Brandt, Werner und Sané sind Spieler, die länger in der Nationalmannschaft spielen werden. Die sind noch nicht am Zenit angekommen. Die müssen in diese Führungsrolle reinwachsen, das war bei der Generation davor auch so. Dazu gibt es eine Reihe von jungen Spielern, die wir im Blick haben wie Serge Gnabry."
Löw äußert sich zur "Internet"-Affäre
"Eines kann ich ihnen sicher sagen: Unsere Spieler sind wirklich wahnsinnig professionell. Das waren nicht die entscheidenden Dinge."
Jogi Löw über Mario Götze:
"Er ist selbstverständlich nicht abgeschrieben. Wenn Götze sehr sehr gute Leistungen zeigt, dann wird Mario Götze wieder ein Thema. Aber erstmal will ich eine gewissen Konstanz sehen. Die Leistung ist entscheidend."
Löw glaubt an Durchbruch von Gündogan in Nationalelf
"Bei Ilkay weiß ich seit vielen Jahren, dass er sich mit unseren Werten absolut identifiziert. Aus sportlichen Gründen sehe ich Ilkay als sehr wichtigen Spieler für uns, weil er eine große Spielintelligenz verfügt. Glaube er schafft auch den Durchbruch in der Nationalelf."
Löw über Umbruch: "Wir brauchen eine gute Achse"
Löw glaubt weiter an die Etablierten wie Neuer, Hummels und Kroos. Wieder einmal betont er, dass jedoch die Mischung wichtig wäre für den Erfolg der Nationalmannschaft. So setzt er in Zukunft auch wieder auf Leroy Sané, auf den er wegen seiner schwachen Leistung im Trainingslager bei der WM verzichtet hat.
Bierhoff: "Wir haben Verhalten der Spieler nicht mehr offensiv angesprochen"
Die Spieler hätten sich gut verhalten, so Bierhoff, aber Nuancen müssten verbessert werden.
Bierhoff sieht Fehler in Einstellung auf dem Weg zur WM
"Wir hätten nicht als Weltmeister zur WM fahren sollen, da konnten wir nur verlieren. Wir hätten mit dem Anspruch nach Russland fahren müssen, wieder etwas zu erobern. Nur dann kann man auch wieder etwas gewinnen."
Löw nennt Liverpool als Beispiel
"Mit ihrer Ausgewogenheit und ihrer Flexibilität konnte Liverpool an einem Tag Manchester City schlagen, die mit über 15 Punkten Vorsprung englischer Meister werden. Zu dieser Flexibilität müssen wir auch finden."
"Ich wollte noch mehr Dominanz" – Löw sieht Grund für WM-Debakel in seiner Spielweise
In den Partien gegen Mexiko und Südkorea habe er zu viel Risiko zugelassen, weil er seine über die Jahre kultivierte Spielweise "auch gegen diese Gegner weiter perfektionieren" wollte.
Löw: "Uns hat es in den vergangenen Jahren an Spielern gefehlt, die zwei, drei Spieler umspielen können."
"Wir haben in den fünf, sechs Jahren sehr viel vom Kombinationsspiel gelebt." Das habe an einem Mangel an Spielern, die sich in 1:1-Situationen durchsetzen können, gelegen.
Löw spricht über Lahm-Kritik: "Ich bin mir dessen bewusst"
"Philipp Lahm hat mich nach seinen Äußerungen recht schnell angerufen", sagt Löw angesprochen auf die Kritik des Weltmeisterkapitäns. "Ich bin mir bewusst, dass junge Spieler heutzutage vielleicht anders angesprochen werden müssen." Grundsätzlich gebe es für ihn keinen Grund, seine Spieleransprache grundlegend zu ändern.
Löw: "Es wurde viel geschrieben, was nicht zutrifft"
"Wir konnten das Rassismusproblem nicht identifizieren. Es gibt keine unüberbrückbaren Differenzen, über die geschrieben wurde." Nach Löws Kenntnisstand und nach Gesprächen mit den Spielern verstehe sich die Mannschaft untereinander gut.
So sieht der ganze Kader aus
Diese Spieler sollen gegen Frankreich und Peru das WM-Debakel vergessen lassen:


Löw sieht sich selbst unter besonderer Beobachtung
Der Bundestrainer will von der Nationalmannschaft ein neues Gesicht sehen. Er ist sich jedoch sicher, dass die Qualität für neue Impulse da ist.
Khedira wie vermutet nicht im Kader
"Ich habe ein längeres Gespräch mit Sami Khedira geführt. Er hat mir gesagt, dass man aus der Nationalmannschaft nicht zurücktritt", so Löw. Der Bundestrainer müsse jedoch Platz schaffen für Neuerungen. Khediras Leistung werde jedoch über Einsätze für die Nationalmannschaft entscheiden.
Drei neue Spieler im DFB-Kader
Thilo Kehrer (PSG), Nico Schulz (TSG Hoffenheim) und Kai Havertz (Bayer Leverkusen) werden zum ersten Mal für die Nationalmannschaft nominiert.
Bierhoff: "Ich bin ein, zwei Wochen mit einem dicken Klos aufgewacht"
Nach der WM habe auch bei Bierhoff ein Gefühl der Ungläubigkeit vorgeherrscht. Die angestoßene Analyse müsse jedoch nun auch nach dem heutigen Tag weitergehen.
Bierhoff will externen Beirat zusammenstellen
Dadurch erhofft sich der DFB mehr Kompetenz auf mehr Schultern verteilt.
Horst Hrubesch hört auf
Auch Horst Hrubesch, aktuell Frauen-Nationaltrainer, wird dem DFB aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung stehen.
"Wer ist der DFB?" Das sollten Sie eigentlich wissen, Herr Bierhoff
"Wir haben viele gute Leute, die wissen, ob der Ball nach links oder nach rechts gespielt werden muss." Vielleicht einfach auch mal nach vorne spielen, denn da stehen die Tore...
Bierhoff spricht von Weltspitze...
...dafür sei eine sehr gute Nachwuchsarbeit und Talentförderung nötig. Andere Länder würden jedoch immer mehr investieren und den Rückstand aufholen. "DFB-Akademie" soll diesen Vorsprung wiederherstellen.
Bierhoff will "Die Mannschaft" hinterfragen
Der Begriff "Die Mannschaft" stehe auf dem Prüfstand: "Ich habe die Anregung des DFB-Präsidenten, den Begriff zu überdenken, aufgenommen, will mich da aber nicht von Stimmungen und Strömungen leiten lassen. Wir analysieren diesen Begriff gemeinsam mit unseren Stakeholdern."
Nationalmannschaft habe sich zu "selbstgefällig" nach außen präsentiert
"Der Claim #zsmmn war gut gemeint und überhaupt nicht kommerziell. Aber wahrscheinlich wurde er wohl zu dominant kommuniziert." In Zukunft wolle der DFB dezenter auftreten.
"Mir wurde zu viel Kommerzialisierung der Nationalmannschaft vorgeworfen"
Bierhoff sieht diesen Angriffspunkt nicht in seiner Verantwortung. Er sei dafür da, für "einen sympathischen DFB" zu sorgen. Nur ein Bruchteil der Nationalmannschaftseinnahmen würden in ihren Reihen bleiben. Weniger Einnahmen würden auch weniger Geld für den Breitenfußball in Deutschland bedeuten, so Bierhoff.
"Fannähe muss wieder wachsen"
"Wir haben viel gemacht, viel unterschrieben, aber das Gefühl ist dennoch da, dass die Nähe fehlt", so Bierhoff. Im Oktober und November werde es deshalb öffentliche Trainingseinheiten in Berlin und Leipzig geben. Auch der Gang in die Kurve soll wieder zur Tradition werden.
"Personenkreis muss klein gehalten werden" – Bierhoff findet Betreuerstab sei zu groß
11 Betreuer werden im Vergleich zur WM 2018 bei zukünftigen Länderspielen fehlen. Bierhoff will dies nicht wegen schlechter Arbeit des Staffs durchführen, sondern um den aufgeblähten Betreuerkreis der Nationalmannschaft intimer zu gestalten. Der langjährige Mannschaftsarzt Müller-Wohlfahrt wird altersbedingt auf Zusammenarbeit mit DFB verzichten.
Bierhoff will sich wieder mehr um die Nationalspieler kümmern
"Wir wollen wieder näher an die Spieler herankommen." Dazu zählen nicht nur Spielbesuche, sondern auch Besuche in den Heimatorten.
"Wir müssen mehr von den Spielern einfordern"
Bierhoff sieht Verhaltenskodex, den der DFB zur WM 2006 ausgearbeitet hat, in Gefahr. "Wir haben es schleifen lassen, eine klare Richtung vorzugeben."
Bierhoff weist Rassismus-Vorwürfe vehement ab
"Ich spreche für mich, Jogi und Reinhard Grindel, dass Rassismus im DFB kein Thema ist."
Bierhoff zu Mesut Özil: "Nationalspieler sollten nie Zielscheibe für Rassismus sein"
"Özil hat uns bereichert und dazu beigetragen, dass wir 2014 Weltmeister geworden sind", so Bierhoff. Zum Erdogan-Foto sagt er: "Wir haben die Situation einfach unterschätzt und falsch eingeschätzt. Ich habe mich mit unglaublich vielen Menschen unterhalten seitdem, und habe es in meinen 30 Jahren im Profifußball nie erlebt, dass die Meinungen so weit auseinandergehen."
"Kritik hat mir geholfen zu reflektieren" – Bierhoff ärgert sich, Risiken unterschätzt zu haben
Der Manager will dennoch 14 Jahre Zusammenarbeit nicht wegen des WM-Ausscheidens über den Haufen werfen. "Wir sollten uns nicht von Emotionen leiten lassen."
Bierhoff: "Wir haben die WM als Selbstläufer gesehen"
"Wir sind selbstgefällig aufgetreten. Haben unsere Unterstützung für zu selbstverständlich angenommen. Haben die WM für einen Selbstläufer gesehen."
Bierhoff analysiert Geschehnisse neben dem Platz
"Mache mir jeden Tag Gedanken über Erscheinungsbild des DFB"
"Mesuts Aussagen über Rassismus im DFB sind überzogen"
"Seitdem ich im DFB bin, gab es nicht einmal im Ansatz eine rassistische Aussage."
Löw konnte Özil bis heute nicht erreichen
"Es war so, dass sein Berater mich am Sonntag des Rücktritts angerufen hat und mir gesagt hat, dass er gleich den dritten Tweet absetzt und zurücktritt. Mesut hat mich nicht angerufen – was sonst bei Rücktritten immer üblich war – und bis heute nicht mit mir gesprochen, obwohl ich mehrfach versucht habe, ihn zu erreichen. Mir ist es nicht gelungen, ihn ans Telefon zu bekommen. Er hat sich für diesen Weg entschieden."
Löw nennt WM-Ausscheiden "Debakel"
"'Jetzt erst recht'-Gefühl, nach dem Debakel in Russland wieder hinbekommen!", sagt er.
"Mix aus Erfahrung und jungen Hungrigen müssen wir nun finden"
Löw nimmt die Nations League sehr ernst und hofft eine gut gemischte Mannschaft auf Erfahrenen und Jungen gegen Frankreich präsentieren zu können
Thomas Schneider nicht mehr im Trainerstab
Erste Personalentscheidung: Der ehemalige Assistent Löws wird Leiter der Scoutingabteilung.
Löw wird jetzt doch sehr detailliert
Der Bundestrainer konzentriert sich vor allem auf Zahlen und Fakten, um das Scheitern der Mannschaft darzulegen.
Chancenverwertung war mangelhaft
DFB-Elf mit den meisten Torabschlüssen in der Löw-Ära, aber benötigte 30 Torschüsse mehr für einen Torerfolg als 2014.
"Wir haben zu langsam gespielt"
"2014 brauchten wir nur 1,19 Sekunden um den Ball weiterzuspielen. 2018 war es bereits 1/4 mehr."
"Ich möchte nicht alle Details, aber Einblick geben"
Löw will sich auf die Mannschaft konzentrieren, spricht erneut an, dass die DFB-Elf sich zu wenig auf die Gegner eingestellt hat. Die Laufbereitschaft sei zu gering gewesen.
"Wir haben es nicht geschafft, neues Feuer zu entzünden"
Die Leidenschaft habe in Russland gefehlt, so Löw. "Wenn man ein Turnier gewinnen will, dann muss man auch mit Feuer spielen, und dieses Feuer muss immer brennen. Das haben wir nicht geschafft. Wir haben es nicht geschafft, neue Reize zu setzen. Normalerweise haben meine Spieler Feuer. Aber bei diesem Turnier konnten sie es nicht abrufen, und das wäre meine Aufgabe gewesen, dieses zu forcieren", sagt er.
"Wir müssen unsere Spielweise adaptieren"
Die Nationalmannschaft müsse flexibler werden.
"Ich war fast schon arrogant"
Löw zeigt Selbstkritik: "Mein allergrößter Fehler war, dass ich gedacht habe, dass wir mit diesem dominanten Ballbesitzfußball durch die Vorrunde kommen. Die Rahmenbedingungen dafür müssen aber stimmen, und die haben nicht gestimmt. Das war fast schon arrogant von mir. Ich wollte die Mannschaft perfektionieren und habe gedacht: Wir müssen durch die Vorrunde kommen, und dann kann ich es perfektionieren."
Erkentnisse aus dieser WM: Defensive stand vielmehr im Vordergrund als in den Turnieren zuvor"
Die Defensive stand bei der WM 2018 plötzlich wieder stärker im Vordergrund. Mehr Mannschaften hätten mit drei nominellen Innenverteidigern gespielt, Standard seien zur wichtigsten Waffe geworden. Vielmehr Tore sind aus Kontern gefallen.
"2014 lagen wir in der goldenen Mitte"
""Wir waren Vorbild für viele in der Welt, doch die Gegner haben sich seit 2014 immer weiter zurückgezogen, wir mussten unser Ballbesitzspiel weiterentwickeln, um nicht ausgekontert zu werden."
"Wollte die Gefühlslage der Spieler kennenlernen"
Löw sagt, es habe keinen finalen Grund fürs Scheitern gegeben. Bundestrainer habe die vergangenen Turniere neu analysiert, um Ausscheiden besser nachvollziehen zu können.
Löw spricht von persönlichem Frust
Bundestrainer spricht von "Wut im Bauch". Erst am vierten Tag nach Ausscheiden Treffen mit Bierhoff.
Löw wendet sich an die Öffentlichkeit: "WM-Aus war Tiefschlag"
"Da gibt es nichts zu beschönigen, wir sind unter unseren Möglichkeiten geblieben. Aus war die Quittung."
"Servus, Grüß Gott und hallo"...
...Phrasenbingo schon zur Begrüßung durchgespielt.
Löw und Bierhoff betreten das Podest
Gerhard Delling ist schon einmal da...
...wir vermissen nur noch Günther Netzer.
11 Alternativen, die wir uns von Löw wünschen
Bundestrainer Joachim Jogi LOEW,LÖW (GER), Zukunft ungewiss, skeptisch,ernst, Einzelbild,angeschnittenes Einzelmotiv,Portraet,Portrait,Porträt. Suedkorea (KOR)- Deutschland (GER) 2-0, Vorrunde, Gruppe F, Spiel 43, am 27.06.2018 in Kazan,Kasan Arena. Fussball Weltmeisterschaft 2018 in Russland vom 14.06. - 15.07.2018. *** National coach Joachim Jogi LOEW LÖW GER uncertain future skeptical serious single image truncated individual portrait portrait portrait South Korea KOR Germany GER 2 0 Preliminary Group F match 43 at 27 06 2018 in Kazan Kazan Arena Soccer World Cup 2018 in Russia vom 14 06 15 07 2018
Bild: imago sportfotodienst
Verteidiger Rüdiger reiste mit Wasserpfeife zur WM
Laut "Sportbild" soll Innenverteidiger Antonio Rüdiger mit einer Shisha das WM-Quartier in Watutinki erreicht haben. Der Chelsea-Profi war nicht der einzige, der mit Extragepäck angereist war: Julian Draxler habe einen Spielkonsolen-Koffer mitgebracht, der es ihm ermöglicht, jederzeit und überall auch ohne TV-Gerät zu zocken. Stürmer Timo Werner fiel währenddessen durch seinen tiefen, festen Schlaf auf: Der Leipzig-Star verpennte das gemeinsame Frühstück im Südtiroler WM-Trainingslager.
Löw verzichtet laut Medienbericht auf Khedira
Wie "Sport 1" berichtet, wird Bundestrainer Löw in den Partien gegen Frankreich (6. September) und Peru (9. September) auf Sami Khedira verzichten. Der Mittelfeldspieler von Juventus Turin hatte erst vor zwei Wochen bekanntgegeben, weiter für die DFB-Elf auflaufen zu wollen.
Hoeneß spricht von "Alibi-Veranstaltung"
Bayern-Präsident Uli Hoeneß hält nichts von Löws öffentlicher Analyse: "Das ist eine Alibi-Veranstaltung vor den Medien, um den tollen Hecht zu spielen." Er plädiert dafür Ruhe zu bewahren, auch wenn das deutsche WM-Vorrundenaus "alarmierend" gewesen sei.
Hallo zusammen, wir warten gespannt auf Joachim Löw und seine Analyse

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