So sollen die neuen Münzen aussehen.
So sollen die neuen Münzen aussehen.SCREENSHOT/CENTRAL BANK OF KENYA
Wirtschaft

Kenia schafft den Personenkult auf seinen Münzen ab

17.12.2018, 15:59

Kenia will eine Lanze für die Vielfalt und das Kollektiv brechen und geht dabei ganz neue Wege: Das Land bekommt neue Münzen. Der Personenkult soll weniger werden.

Bisher waren auf den Münzen die ehemaligen Präsidenten des Landes abgebildet: Jomo Kenyatta, Daniel arap Moi und Mwai Kibaki. Künftig soll das Gedenken an ehemalige Staatsführer weniger im Fokus stehen. Deswegen seien auch Feiertage abgeschafft worden, die den Ex-Herrschern gedenken, berichtet das Online-Magazin Quartz Africa. 

Die Münzen der kenianischen Zentralbank im Wert von 1, 5, 10 und 20 Kenia-Schilling bekommen künftig auf der einen Seite das kenianische Staatswappen aufgeprägt. Auf der anderen Seite werden landestypische Tiere zu sehen sein: Giraffe, Löwe, Nashorn und Elefant. International waren Künstler und Institutionen aufgerufen worden, Ideen für neue Münz-Designs einzureichen.

Die Würdigung der Wildnis auf den Münzen, soll auch dem Tourismus Rechnung tragen, der Kenias wichtigster Wirtschaftsfaktor ist. Laut Quart besuchten mehr als 2,4 Millionen Menschen im Jahr 2017 die Nationalparks des Landes. 

Die neuen Münzen sollten am Nationalfeiertag des Landes am 12. Dezember ausgegeben werden. Eine Verbraucherorganisation in Kenia zieht jedoch vor Gericht gegen die neuen Münzen. Die Kritiker argumentieren, bei der Wahl des Designs sei die Öffentlichkeit zu wenig eingebunden worden. 

Das könnte dich auch interessieren:

Alle Storys anzeigen
Grünen-Politiker verteidigt Robert Habeck gegen FDP-Kritik

Die steigenden Energiepreise belasten die Bevölkerung. Doch auch Unternehmen beklagen die gestiegene Belastung. Das Ende der Preisspirale ist noch nicht abzusehen – Unternehmenschef:innen fragen sich, ob sie ihr Geschäft noch weiterführen können oder ob eine Geschäftsaufgabe anstehen könnte. Eine Frage, die auch den Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck beschäftigt.

Zur Story