Bild

So sollen die neuen Münzen aussehen. SCREENSHOT/CENTRAL BANK OF KENYA

Kenia schafft den Personenkult auf seinen Münzen ab

Kenia will eine Lanze für die Vielfalt und das Kollektiv brechen und geht dabei ganz neue Wege: Das Land bekommt neue Münzen. Der Personenkult soll weniger werden.

Bisher waren auf den Münzen die ehemaligen Präsidenten des Landes abgebildet: Jomo Kenyatta, Daniel arap Moi und Mwai Kibaki. Künftig soll das Gedenken an ehemalige Staatsführer weniger im Fokus stehen. Deswegen seien auch Feiertage abgeschafft worden, die den Ex-Herrschern gedenken, berichtet das Online-Magazin Quartz Africa. 

Die Münzen der kenianischen Zentralbank im Wert von 1, 5, 10 und 20 Kenia-Schilling bekommen künftig auf der einen Seite das kenianische Staatswappen aufgeprägt. Auf der anderen Seite werden landestypische Tiere zu sehen sein: Giraffe, Löwe, Nashorn und Elefant. International waren Künstler und Institutionen aufgerufen worden, Ideen für neue Münz-Designs einzureichen.

Kenias Präsident Uhuru Kenyatta bei der Vorstellung der neuen Münzen.

Die Würdigung der Wildnis auf den Münzen, soll auch dem Tourismus Rechnung tragen, der Kenias wichtigster Wirtschaftsfaktor ist. Laut Quart besuchten mehr als 2,4 Millionen Menschen im Jahr 2017 die Nationalparks des Landes. 

Die neuen Münzen sollten am Nationalfeiertag des Landes am 12. Dezember ausgegeben werden. Eine Verbraucherorganisation in Kenia zieht jedoch vor Gericht gegen die neuen Münzen. Die Kritiker argumentieren, bei der Wahl des Designs sei die Öffentlichkeit zu wenig eingebunden worden. 

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Die Schnelligkeit unseres Handelns lässt sehr zu wünschen übrig": Merkel ruft dazu auf, von Corona zu lernen – und spricht über weitere Hilfen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einer Rede auf dem digitalen Weltwirtschaftsforum in Davos die Staatengemeinschaft dazu aufgerufen, aus der Corona-Pandemie zu lernen. Die Kanzlerin rief in einer per Videoschalte übertragenen Rede und im Gespräch mit Klaus Schwab, dem Gründer des Weltwitschaftsforums, dazu auf, die internationale Zusammenarbeit zu stärken – und sich, gerade mit Blick auf den Klimawandel, besser auf Notlagen vorzubereiten.

"Die Pandemie hat uns unsere globale Verbundenheit …

Artikel lesen
Link zum Artikel