Insolvenz bei Fluggesellschaft Germania – das musst du tun, wenn du dort gebucht hast

Die Flugzeuge der Berliner Fluggesellschaft Germania bleiben am Boden. In der Nacht zum Dienstag hat das Unternehmen Insolvenz beantragt und den Flugbetrieb eingestellt. Die Mitarbeiter seien über die Maßnahmen informiert worden, teilte die Fluggesellschaft zudem in der Nacht mit.

Firmenchef Karsten Balke:

"Leider ist es uns schlussendlich nicht gelungen, unsere Finanzierungsbemühungen zur Deckung eines kurzzeitigen Liquiditätsbedarfs erfolgreich zum Abschluss zu bringen", sagte Firmenchef Karsten Balke. 

Als Konsequenz daraus bleibe nur der Antrag auf Insolvenz. Dieser sei am Montag beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eingereicht worden. "Der Flugbetrieb wird in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 2019 eingestellt", hieß es weiter.

Der Insolvenzantrag betrifft den Angaben zufolge die Germania Fluggesellschaft mbH und ihr Schwesterunternehmen für technische Dienstleistungen, die Germania Technik Brandenburg GmbH, sowie die Germania Flugdienste GmbH. Nicht betroffen seien die Schweizer Germania Flug AG und die Bulgarian Eagle.

Was muss ich tun, wenn ich einen Flug bei Germania gebucht habe?

Der Firmenchef entschuldigte sich bei den Fluggästen.

Diejenigen, die ihren Germania-Flug im Rahmen einer Pauschalreise gebucht hätten, sollten sich an ihren Reiseveranstalter wenden.

Passagiere, die direkt bei Germania gebucht hätten, hätten aufgrund der gültigen Gesetzeslage jedoch keinen Anspruch auf Ersatzbeförderung.

Anfang Januar waren finanzielle Engpässe bei Germania bekanntgeworden.

Die 1986 gegründete Airline hatte zuletzt insgesamt 37 Flugzeuge im Einsatz. Damit flog sie nach eigenen Angaben zuletzt mehr als vier Millionen Passagiere jährlich. Von 18 Abflughäfen aus bot Germania Verbindungen zu mehr als 60 Zielen innerhalb Europas, nach Nordafrika sowie in den Nahen und Mittleren Osten an. Im vergangenen Jahr schrieb die Firma mit dem grün-weißem Logo ihrem Chef Balke zufolge rote Zahlen.

(hd/dpa)

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