Wirtschaft

"Ich dachte, das wären Spam-Anrufe" – wie Paul Romer fast seinen Nobelpreis verpasst hätte

08.10.2018, 11:5408.10.2018, 15:36

US-Ökonom Paul Romer hätte das entscheidende Telefonat mit dem schwedischen Nobel-Komitee am Montag beinahe verpasst. "Ich bekam heute Morgen zwei Anrufe und haben keinen davon beantwortet, weil ich dachte, es wären Spam-Anrufe", sagte Romer am Telefon während der Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger für Wirtschaft.

Romer hatte nach eigenen Angaben nicht mit dem Nobelpreis gerechnet. Er wurde am Montag gemeinsam mit seinem US-Kollegen William Nordhaus für Arbeiten rund um Wirtschaft, Klimawandel und technologische Innovationen ausgezeichnet. Das gab die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie am Montag in Stockholm bekannt.

Ihre Forschung habe erheblich zu einem besseren Verständnis von nachhaltigem Wirtschaftswachstum im Zusammenhang mit Klimawandel und technischem Fortschritt beigetragen, erklärte die Akademie.

Beide lehren an bekannten US-Universitäten. Der 1941 geborene Nordhaus ist Professor an der Yale University, Romer arbeitet an der Stern School of Business der New York University.

Wer stiftet den Nobelpreis für Wirtschaft?
Die mit umgerechnet rund 870.000 Euro (neun Millionen schwedischen Kronen) dotierte Auszeichnung geht nicht auf das Testament des Erfinders Alfred Nobel zurück. Sie gilt daher nicht als klassischer Nobelpreis. Die schwedische Reichsbank stiftete den Preis 1968 nachträglich. Verliehen wird er zusammen mit den traditionellen Nobelpreisen am 10. Dezember, dem Todestag Nobels.

Seit der ersten Verleihung 1969 wurden vor allem Ökonomen aus den USA ausgezeichnet. Nur ein Deutscher wurde bisher geehrt: der Bonner Spieltheoretiker Reinhard Selten im Jahr 1994.

(sg/dpa/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Alle Storys anzeigen
Themen
Krieg und Wirtschaftskrise: Was wir aus der Vergangenheit für dieses Jahrhundert lernen können

Seit knapp einem halben Jahr tobt ein Krieg in Europa. Ende Februar 2022 startete Russland den Überfall auf die Ukraine. Nun blickt die Welt auf einen weiteren möglichen Krisenherd: China und Taiwan. Gleichzeitig steigen in allen Ländern, auch in Deutschland, die Preise für Energie und Lebensmittel. Die Inflation trifft vor allem jene, die ohnehin finanzielle Nöte haben – ihre Anzahl könnte sich durch die Teuerungen aber erhöhen.

Zur Story